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BVE-Konjunkturreport Ernährungsindustrie Februar: Umsatzentwicklung erfährt leichten Dämpfer

20. März 2019

Im Dezember 2018 erwirtschaftete die deutsche Ernährungsindustrie einen Umsatz von 14,4 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sank er damit um 5,2 Prozent. Grund für diese Entwicklung war das Ausbleiben eines positiven Saisoneffekts im Inland.

Konjunkturbarometer Foto © BVE
Konjunkturbarometer 02-19 Foto © BVE

Im Vorjahresvergleich reduzierte sich der Absatz von verarbeiteten Lebensmitteln um insgesamt 5,7 Prozent. Folglich sank auch die Produktion innerhalb der Branche und der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex fiel um 3,5 Prozent. Auch das Exportgeschäft konnte die Umsätze nicht stützen. Die Unternehmen exportierten im Dezember Lebensmittel im Wert von 4,4 Milliarden Euro und damit 10,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Bereinigt um die Preise, war der Rückgang noch größer. 

Ausblick: Geschäftsklima

Der monatlich erscheinende ifo-Geschäftsklimaindex ist ein Indikator für die Stimmung und Erwartungen der Ernährungsindustrie. Gestärkt durch einen kräftigen Aufschwung in der Bewertung der aktuellen Lage stieg das Geschäftsklima der Branche. Unterstützt wurde der Zuwachs zusätzlich durch positive Erwartungen an das Geschäft in den nächsten sechs Monaten. Bei den Auslandsgeschäften, Verkaufspreisen, Beschäftigten und Produktionsplänen der nächsten Monate erwarten die Unternehmen ebenfalls eine positive Entwicklung. 

Konsumklima und Verbraucherpreise

Das GfK-Konsumklima setzt sich aus den Konjunkturerwartungen sowie den Einkommenserwartungen und der Anschaffungsneigung der Verbraucher zusammen. Während die Konjunkturerwartungen der Verbraucher weiter sanken, entwickelte sich das Konsumklima entgegengesetzt. Im Februar hellte sich das Klima um 0,3 Punkte zum Vormonat auf, wodurch ein Wert von 10,8 erreicht wurde. Besonders durch die internationalen Handelskonflikte und den Brexit fürchten die Verbraucher eine Rezession der Exportnation Deutschland. 

Mit der anhaltenden Zuversicht hinsichtlich eines stabilen Arbeitsmarktes steht der Alltagsgenuss weiter im Fokus der Verbraucher. Das steigert den Absatz von höherwertigen, preisintensiveren Lebensmitteln. Im Januar 2019 erhöhten sich die Lebensmittelpreise um 0,2 Prozent zum Vormonat und 2,7 Prozent zum Vorjahr. Im den entsprechenden Vergleichszeiträumen erhöhten sich die allgemeinen Lebenshaltungskosten um 0,5 Prozent beziehungsweise 0,7 Prozent.

Konjunkturbarometer zum Download: "Lebensmittelbarometer Februar 2019" (pdf)

Quelle: BVE online

Veröffentlichungsdatum: 20.03.2019

Schlagwörter

BVE, Konjunkturreport, Ernährungsindustrie, Februar, Umsatzentwicklung, Dämpfer