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Brandenburg: Regionalwarenprogramme der Handelsketten werden zunehmend eingestellt

30. Januar 2019

Derzeit können nur noch vorwiegend festkochende Speisekartoffeln aus der Region abgepackt werden. Aus Niedersachsen wird nach wie vor stetig Speiseware bezogen. Das Erzeugerpreisniveau bleibt unverändert auf dem Niveau der Vorwoche. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 04. KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
Bildquelle: Shutterstock.com

Die Preiserhöhung der vergangenen Woche konnte bislang nur teilweise bei den Handelsketten durchgesetzt werden. Zum Wochenende sind bereits wieder Werbeaktionen durch den LEH geplant. Die Schälkartoffelpreise wurden zum Teil leicht erhöht. Für Rohware werden Preise ab 30 EUR/t franko genannt

Mecklenburg - Vorpommern
Die Preise für Speisekartoffeln halten stabil das Vorwochenniveau. Die zum Teil erhöhten Erzeugerpreise konnten noch nicht bei den Handelsketten durchgesetzt werden. In der kommenden Woche werden flächendeckend höhere Preise für Packware anvisiert. Im Packgeschäft wird von normalem Absatz zu dieser Jahreszeit berichtet. Direktvermarkter berichten von zügig abnehmenden Lagermengen. Aufgrund der geringen Erntemenge wird dieses Jahr die Vermarktung ab Hof wesentlich früher beendet sein als in den Vorjahren. Die Schälkartoffelpreise sind vereinzelt leicht angehoben worden. Anfang Februar werden weitere Schäler nachziehen.

Sachsen
Das Packgeschäft verläuft sehr ruhig. Die Absatzmengen passen jedoch zur eingeschränkten Kartoffelverfügbarkeit in dieser Saison. Die Preiserhöhungen der Vorwochen wurden inzwischen bei den Handelsketten komplett durchgesetzt. Von Rohwarenhändlern getrieben, es gibt kaum noch Schälrohware unter 30 EUR/t (franko), sind in der kommende Woche kräftige Preiserhöhungen von bis zu 15 Cent/ kg für geschälte Speiseware geplant. Die Schälausbeuten sind in Abhängigkeit von der Partie oft sehr gering. Käufer von Schälware müssen aufgrund der schwachen Verfügbarkeit mit Mengenreglementierungen rechnen.

Sachsen - Anhalt
Das Preisniveau für Speiseware bleibt fest auf dem Niveau der vergangenen Woche. Die Preiserhöhung der Vorwochen wurde im Lebensmitteleinzelhandel überwiegend durchgesetzt. Kartoffelhändler berichten von Anfragen seitens des LEH bezüglich der verbliebenden Kartoffelmengen in heimischen Lägern, um den Umstieg auf französische Ware zeitnah zu planen. Aufgrund der tiefen Temperaturen, nachts bis minus 9°C, ist es im Versandhandelsgeschäft ruhiger geworden. Polen und Tschechen haben inzwischen das erhöhte Preisniveau akzeptiert, wurden jedoch durch die tiefen Minustemperaturen mangels entsprechender Transporttechnik ausgebremst. Die Preise für geschälte Kartoffeln sind vereinzelt bis zu 8 Cent/kg angehoben worden. In den kommenden Wochen werden weitere Schälkartoffelproduzenten nachziehen.

Thüringen
Dem Preistrend folgend, haben weitere heimische Packer die Erzeugerpreise angehoben. Seitens der Handelsketten werden diese Preiserhöhungen überwiegend mitgetragen. Die Nachfrage nach Packware verläuft in ruhigen Bahnen, was angesichts der knappen Warenverfügbarkeit passt. Die Minustemperaturen der vergangenen Tage bereiten noch keine Probleme. Die Schälkartoffelpreise verharren auf Vorwochenniveau. Für die kommende Woche sind steigende Preise für geschälte Kartoffeln angekündigt worden.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 30.01.2019

Schlagwörter

Brandenburg, Regional, Kartoffel, Handelsketten, Marktinformation, Ostdeutschland