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Brandenburg: Heimische Speisekartoffeln sind knapp

13. März 2019

Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln wurden wiederholt angehoben, teils blieben diese stabil auf dem Niveau der vergangenen Woche. Die ersten ägyptischen Frühkartoffeln werden kommende Woche die Packstellen hierzulande erreichen. Lieferungen zu den Handelsketten wurden noch nicht festgemacht. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 10. KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
Bildquelle: Shutterstock.com

Heimische Speisekartoffeln sind knapp, teils werden diese nur noch bis Ende März verfügbar sein. Die Qualität der mehlig kochenden und festkochenden Sortentypen ist problematisch, insbesondere wenn diese aus konventioneller Lagerhaltung stammen. Packer beschreiben den Absatz als normal bis leicht rückläufig aufgrund der höheren Endverbraucherpreise in diesem Jahr. Die Preise für rohe Schälkartoffeln sind zum Teil bis zu 10 Cent/kg gestiegen.

Mecklenburg - Vorpommern
Dem deutschlandweiten Trend folgend, haben die Erzeugerpreise angezogen. Im Vergleich zur Vorwoche werden zum Teil 3 EUR/dt mehr gezahlt. Die ersten ägyptischen Frühkartoffeln, welche in der vergangenen Woche im Lebensmitteleinzelhandel angeboten wurden, sind sehr gut nachgefragt worden. Kommende Woche werden erste Importe aus Ägypten im Discountbereich beworben. Im Packbereich wird zum Teil bereits frühzeitig auf Importkartoffeln umgestellt werden müssen, da die Vorräte deutscher Lagerkartoffeln sehr knapp sind. Erste Direktvermarkter haben den Verkauf ab Hof ungewöhnlich früh mangels Ware einstellen müssen. Die Schälkartoffelpreise wurden bis zu 10 Cent/kg angehoben. Erste Kartoffeln werden diese Woche auf sandigen Böden unter Vlies ausgepflanzt.

Sachsen
Bei leicht erhöhten Preisen für festkochende und mehlig kochende Speisekartoffeln bleibt der Absatz im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern ruhig. Auf Grund der geringen Kartoffelverfügbarkeit liegt das dieses Jahr durchaus im Interesse der Packer. Werbeaktionen des Handels werden nicht gern gesehen. Der Warenbezug ist nach wie vor schwierig, teils sind die Qualitäten mangelhaft. Das physiologische Alter der Knollen ist ungewöhnlich weit voran geschritten. Das macht sich auch im Schälbereich stark bemerkbar. Die Schälausbeuten sind sehr schlecht. Trotz der hohen Preise für Schälware, die Preise wurden wiederholt angehoben, lohnt sich das Geschäft kaum.

Sachsen - Anhalt
Im Versandhandel ist die Nachfrage nach Speisekartoffeln ruhiger geworden. Auf dem Inlandmarkt wurden die Mengen zum Teil reduziert, Vertragsware läuft kontinuierlich ab. Tschechen und Polen werden noch auf schwachem Niveau beliefert, teils sind keine Mengen mehr verfügbar. Tschechen und Polen greifen jedoch auch verstärkt auf heimische Ware und französische Kartoffeln zurück. Die Preise für Pack- und Schälware sind wiederholt angehoben worden. Schälkartoffelproduzenten befürchten einen weiteren Preisanstieg. Die Preise für Rohware liegen auf dem Niveau für Packware und die Schälausbeuten sind sehr gering. Im Packbereich wird von kontinuierlichem Absatz auf gutem Niveau berichtet. Große Gebindegrößen werden aufgrund des hohen Preisniveaus zu Ladenhütern.

Thüringen
Das Preisniveau für Speisekartoffeln im Packbereich hat die 40 EUR/dt überschritten. Für qualitativ sehr gute festkochende und mehlig kochende Sortentypen werden bis zu 42 EUR/dt an Erzeuger gezahlt. Die Qualität der verfügbaren Speiseware ist sehr unterschiedlich. Noch ist Speiseware aus konventioneller Lagerhaltung neben Kühlhausware im Angebot. Qualitätsabzüge liegen zwischen 10 bis 25 %. Die physiologische Alterung ist dieses Jahr weit voran geschritten. Der Absatz in den Handelsketten ist verhalten bis normal. Das hohe Preisniveau zügelt die Kauflust der Endverbraucher. Frühkartoffelimporte sind noch nicht im Angebot. Für festkochende französische Lagerkartoffeln müssen Packer inzwischen 3 EUR/dt mehr bezahlen (58 EUR/dt). Für vorwiegend festkochende Partien werden 45 EUR/dt genannt

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 13.03.2019

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Marktinformation, Ostdeutschland, Brandenburg, Speisekartoffeln, Regional