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Brandenburg: Am Kartoffelmarkt ist Ruhe eingekehrt

27. November 2018

Die Erzeugerpreise verharren auf dem Niveau der vergangenen Woche. Mit weiteren Preissteigerungen wird derzeit nicht gerechnet. Packer berichten von schleppendem Absatz im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern. Erst zum Weihnachtsfest wird von einem weiteren Vermarktungsschub ausgegangen. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 47. KW 2018" des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
Bildquelle: Shutterstock.com

Nach wie vor müssen die von den Packern bezogenen Kartoffelpartien sehr gut bonitiert werden. Die Qualität der Kartoffeln ist dieses Jahr extrem unterschiedlich. Der Anteil der Aussortierungen ist hoch, teils werden Partien nicht angenommen. Insbesondere mehlig kochende Knollen werden schnell schwarzfleckig. Die Preise für Schälware bleiben unverändert im Vergleich zur Vorwoche. Rohware ist teuer, teils liegt der Preis auf dem Niveau der Packware.

Mecklenburg - Vorpommern
Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln bleiben unverändert auf dem Niveau der Vorwoche. Marktteilnehmer rechnen mit einer lang anhaltenden Phase der Preisstabilität, möglicherweise bis zum Weihnachtsfest. Das Kartoffelgeschäft verläuft in ruhigen Bahnen, Angebot und Nachfrage halten sich die Waage. In der Direktvermarktung ab Hof wird von mehr Absatz als im Vorjahr berichtet. Die Kartoffelqualitäten sind sehr unterschiedlich. Es gibt sehr gute Partien, aber auch einen hohen Anteil kritischer Partien. Die kühlen Außentemperaturen führen endlich zu besseren Lagerbedingungen. Die Schälkartoffelpreise verharren auf Vorwochenniveau.

Sachsen
Die höheren Erzeugerpreise setzen sich immer mehr durch. Frischware direkt vom Feld ist am Markt verschwunden. Nach wie vor mangelt es den Packern an Offerten für die fehlenden Erntemengen in diesem Jahr. Noch kann die Versorgung abgesichert werden, aber zum üblichen Saisonende werden Versorgungsengpässe befürchtet. Derzeit wird vom schwachen Absatz, passend zum Angebot, berichtet. Das Kartoffelgeschäft verläuft in einem ruhigen, gleichmäßigen Fahrwasser. Die Handelsketten versuchen vereinzelt mit Aktionsware das Geschäft zu beleben. Auffallend sind dabei die im Vergleich zum Vorjahr geringeren Gebindegrößen. Der Preis für rohe und gedämpfte Schälkartoffeln hat sich nicht verändert im Vergleich zur vergangenen Woche.

Sachsen - Anhalt
Das Preisniveau am Speisekartoffelmarkt bleibt fest. Preiswerte Feldpartien sind nicht mehr verfügbar. Am Markt ist die typische Novemberruhe eingekehrt. Schwierigkeiten bereitet nach wie vor der hohe Anteil an Rodebeschädigungen im Erntegut. Ungewöhnlich früh wird bereits von Lagerdruck und Keimen der Kartoffeln berichtet. Die lange Zeit anhaltenden warmen Temperaturen schufen ungünstige Voraussetzungen für die Lagerhaltung. Für 24 bis 25 EUR/dt ab Station werden Kartoffelpartien nach Tschechien exportiert. Die Schälkartoffelpreise verharren auf Vorwochenniveau, teils wurden stabile Preise bereits bis zum Jahresende angekündigt.

Thüringen
Die Lage am Speisekartoffelmarkt bleibt bei festen Preisen unverändert ruhig. Die typische Novemberflaute hält an. Nur vereinzelt wird mit Werbeaktionen im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern versucht, den Absatz anzukurbeln. Nach wie vor kämpfen Packer und Schäler mit den diversen Qualitätsmängeln im diesjährigen Erntegut. Vielerorts werden die Kartoffelvorräte nicht bis zum Saisonende reichen. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 27.11.2018

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Marktinformation, Ostdeutschland, Brandenburg, Kartoffelmarkt, Regional