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BNN: „Es geht auch anders!“ - EU-Mitgliedsstaaten vertagen die Zulassungsverlängerung von Glyphosat

20. Mai 2016

Die EU-Mitgliedsstaaten sind sich uneins in der Frage der Neuzulassung des Totalherbizids Glyphosat. Auch auf der Sitzung in Brüsselam gestrigen Donnerstag wurde keine Entscheidung gefällt.

Bildquelle: Shutterstock. Bio
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Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. begrüßt diese Denkpause und fordert die Bundesregierung auf, sich gegen die Wiederzulassung des Ackergiftes und für einen konsequenten Umbau hin zu einer ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft einzusetzen. Denn Glyphosat und andere Pestizide belasten Böden sowie Grundwasser und sind für die Zerstörung von Biodiversität verantwortlich. Nach wie vor ist wissenschaftlich nicht geklärt, dass Glyphosat für den Menschen ungefährlich ist. Dennoch landet das Totalherbizid nicht nur auf Getreide, Hülsenfrüchten oder Obst und Gemüse, sondern über die Rohstoffe auch in verarbeiteten Lebensmitteln.

BNN „Dass es auch anders geht, zeigt der Ökolandbau seit Jahrzehnten. Die oft gegen den ökologischen Landbau vorgebrachte Behauptung, nur durch den Einsatz von Mitteln wie Glyphosat könne man die Weltbevölkerung ernähren, ist eine interessensgeleitete Sicht der Pestizid-Lobby“, bekräftigt Elke Röder, Geschäftsführerin des BNN. „Laut FAO-Bericht sind 90 Prozent der weltweit 570 Millionen Höfe Familienbetriebe und damit das vorherrschende Modell der Landwirtschaft. Eine ideale Voraussetzung für den ökologischen Anbau.“
 

Quelle: Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. 

Veröffentlichungsdatum: 20.05.2016

Schlagwörter

BNN, EU-Mitgliedsstaaten, Zulassungsverlängerung, Glyphosat