Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 50 / 14 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

17. Dezember 2014

Zitronen: Den Markt teilten sich die spanischen und die türkischen Importe mit einem deutlichen Ungleichgewicht zu Gunsten der Zufuhren von Primofiori aus Spanien. Dank des kühlen Wetters erfolgte eine hinlängliche Abnahme der üppigen Abladungen. Daher änderten sich die Bewertungen in der Regel nur unwesentlich. Allerdings befestigten sie sich in Frankfurt im unteren Spannenbereich. In Hamburg kam es wegen ungenügender Order bei den spanischen Chargen zu Überhängen. Dies zog Vergünstigungen nach sich. Die Konkurrenz aus der Türkei blieb davon gänzlich unberührt. Türkische Ware konnte im Gegensatz zu spanischer in kleinen Verpackungen häufig flotter untergebracht werden. Die saftigen Meyer-Zitronen aus der Türkei verteuerten sich leicht.

Bitte beachten Sie: Ab dem 01.01.2015 erscheint der Markt- und Preisbericht jeweils am Mittwoch.

Äpfel
Die Situation hatte sich kaum gebessert. In immensem Umfang stand eine breitgefächerte Sortenvielfalt vorrangig aus dem Inland zur Verfügung. Die Kurse hielten sich somit auf einem gewohnt niedrigen Niveau. Manchmal zwang eine ausgeweitete Bereitstellung zu wiederholten, wenn auch minimalen Verbilligungen. Da im anwachsenden Maß Offerten aus kontrollierter Atmosphäre angeliefert wurden, versuchte man die Forderungen moderat anzuheben. Meistens machten die enormen Mengen diesem Ansinnen einen Strich durch die Rechnung. Kleinfallende Kaliber generierten mit intensiver Rotfärbung zu Dekorationszwecken und in harmonischen Proportionen zum Schokolieren einen schnellen Zugriff. Qualitativ anspruchsvolle Partien aus Italien und Frankreich flossen in bedarfsgerechtem Rahmen zu. Sie notierten überwiegend konstant. Die Präsenz niederländischer Erzeugnisse dehnte sich etwas aus.

Birnen
Das Geschäft zeigte sich fortlaufend von seiner ruhigen Seite. Vorherrschend wurden italienische Angebote verkauft, namentlich Abate Fetel und Santa Maria, zudem ansehnlich Boscs Flaschenbirnen und Williams Christ. Aus Deutschland stammten hauptsächlich Alexander Lucas; Komplettierungen durch Conference fanden Mitstreiter aus den Niederlanden und neuerdings aus Belgien. Außerdem trafen Abate Fetel aus Spanien ein, die den Vertrieb ihrer Schwestern aus Italien nicht bedrohlich schmälern konnten. Die Preise wurden generell nur unwesentlich modifiziert, da die Nachfrage, abgelenkt durch die Konkurrenz aus den erfrischenden Zitrusfrüchten, zunehmend schwächelte. Experimente, die Bewertungen hochzusetzen, schlugen gemeinhin fehl.

Tafeltrauben
Die Bedeutung der Zufuhren aus Übersee, am stärksten durch Brasilien und Peru, expandierend durch Südafrika und Namibia vertreten, wuchs erkennbar an. Ansteigende Abladungen fächerten die Palette der Varietäten immer breiter auf. Die organoleptischen Merkmale insbesondere der Importe aus Südafrika und Namibia konnten dabei nicht alle Erwartungen erfüllen. Die Versorgung überragte den Bedarf. Gerade die hellen kernlosen Sorten gerieten unter Druck und vergünstigten sich. Die dunklen Typen ohne Kern entzogen sich vorerst weitgehend dieser Entwicklung. Zum Saisonbeginn orientierten sich die Einstände von Prime Seedless und Crimson Seedless aus Südafrika an den Mitbewerbern aus Südamerika. Die verringert bereitgestellten europäischen Chargen genossen in der Regel genügende Beachtung: dominierend Italia und ergänzend Michele Palieri sowie Crimson Seedless. Überschaubare Mengen von Aledo und Napoleon aus Spanien rundeten ab.

Kiwis
Italienische Anlieferungen herrschten in ausgedehnter Präsenz vor. Bezahlbare Offerten befanden sich im Fokus der Kunden. Preisbewusste Käufer interessierten sich vorrangig für griechische Produkte, deren guten Unterbringungsmöglichkeiten in den LEH einen zunehmenden Angebotsstress verhinderten. Frankreich punktete wie gewohnt mit exklusiven Aufmachungen von Abpackungen bis zu 25 Stück je Karton. Auf neuseeländische Ware konnte einzig in Berlin zugegriffen werden, doch die Order verlangsamte sich sukzessive.

Orangen
Spanische Navelina prägten mit überdeutlich herausragender Dominanz den Handel. Die kühle Witterung forcierte die Nachfrage, die sich somit freundlich und relativ flott gestaltete. Zum einen verharrten die Notierungen auf ihrer bisherigen Höhe, zum anderen gaben sie infolge einer leichten Überversorgung zusehends nach. Alternativen aus Italien vermochten nicht richtig Fuß zu fassen, da sie häufig nicht genügend Bedarf generierten. Ergänzungen aus Übersee, mit ihren kleinen Kalibern überwiegend zur Saftherstellung genutzt, verschwanden schrittweise von der Bildfläche. Synchron dazu entschleunigte sich der Vertrieb, oftmals bedingt durch unsichere Qualität. Anschließende Verbilligungen verbesserten kaum den Zuspruch. Aufmerksamen Beobachtern wird aufgefallen sein, dass noch keine Blutorangen zugeführt wurden. Die Nachttemperaturen in den Ursprungsregionen sind vielfach zu milde, als dass sie eine ausreichende Pigmentierung von Schale und Fleisch in Gang setzen könnten. Die Verbraucher müssen sich etwas gedulden. Erste größere Abladungen von Navel aus Marokko erwartete man zu Beginn der 51. KW.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Das Angebot mit den monopolartigen spanischen Importen von Clementinen hatte sich wiederholt ausgeweitet. Dagegen erschienen die italienischen Anlieferungen äußerst spärlich. Marokko rundete mit wenigen Chargen ab. Teils wurden die Forderungen abgesenkt, da sich aufgrund des doch enormen Warenzuflusses allmählich ein konkreter Verkaufsdruck aufbaute; teils gelang es, die Bewertungen auf dem Niveau der Vorwoche zu halten, weil sich der Zugriff in adäquat ansehnlichem Maß verstärkt hatte. Die Unwetter in Spanien ließen vereinzelt durchaus Auswirkungen erkennen. Erzeugnisse mit den daraus resultierenden suboptimalen Güteeigenschaften mussten günstiger umgeschlagen werden. Auf einem Markt trafen in belastendendem Umfang Rückläufer aus dem LEH ein, die zu Sonderkonditionen schnell räumen sollten. Türkische Satsumas verringerten ihre Präsenz in einem Rahmen, der vergleichbar war mit dem Verlust an Interesse. Parallel dazu konnte man zuweilen den späten Saisonstand an zunehmenden Anzeichen von organoleptischen Schwächen diagnostizieren.

Bananen
Die Verfügbarkeit wurde hinreichend auf den Bedarf abgestimmt, sodass sich die Kurse in der Regelnicht wesentlich veränderten.

Blumenkohl
Frankreich und Italien dominierten, Spanien und Deutschland ergänzten. Bei einem kontinuierlichen Geschäft und einer an der Nachfrage orientierten Bereitstellung hielt man an den Forderungen der Vorwoche häufig fest. Hier und da konnten spärliche Verteuerungen durchgesetzt werden.

Salat
Eissalat stammte ausschließlich aus Spanien. Normalerweise fiel die Versorgung zu üppig aus, sodass die Händler Verbilligungen gewährten und somit eine Leerung der Läger nicht gefährdeten. Bloß in Berlin blieben die Preise konstant. Kopfsalat kam vorrangig aus Belgien und Italien; Frankreich und die Niederlande partizipierten mit wenigen Abladungen an der Vermarktung. In München stiegen die Bewertungen für belgische Produkte an, derweil erhöhten sich in Berlin auch die der italienischen und französischen Erzeugnisse. Andernorts veränderten sich die Notierungen nicht wesentlich. Bunte Salate aus Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland generierten ausreichend Interesse und konnten schnell untergebracht werden. Die Kurse verharrten oftmals auf bisherigem Niveau, nur in Frankfurt kletterten die der französische Chargen aufwärts.

Gurken
Spanien dominierte die Szenerie. Griechenland spielte in München noch eine Rolle. Die Niederlande hatten sich fast gänzlich aus dem Geschäft verabschiedet und traten in Frankfurt mit kleinen Mengen in Erscheinung. Aufgrund einer massiven Verfügbarkeit und einer eher zurückhaltenden Nachfrage wurden angestrebte Verteuerungen von den Kunden nicht akzeptiert. Lediglich in München konnten die Forderungen für folierte Ware angehoben werden. In Frankfurt hingegen waren die Verkäufer zu Vergünstigungen gezwungen, wenn sie Bestände vermeiden wollten. Bei den Minigurken prägte die Türkei das Geschehen. Inzwischen komplettierten ägyptische Offerten das von den Niederlanden und Spanien abgerundete Sortiment. In der Regel musste man infolge eines nicht vollends bedarfsdeckenden Angebotes generell mehr als in der Vorwoche zahlen.

Tomaten
Während sich die Präsenz von niederländischen und belgischen Früchten verminderte, wuchs die von spanischen Chargen kontinuierlich an. Auch Italien und Deutschland verloren an Bedeutung; indes gewannen Marokko und die Türkei Marktanteile. Erste tunesische Rispenprodukte in 5,5-kg-Kartons trafen in Frankfurt ein. Türkische Rispentomaten ließen hinsichtlich ihrer Ausfärbung keine Wünsche offen und wurden flott umgeschlagen. Die Bewertungen wiesen differenzierte Trends auf: In Frankfurt gaben die der marokkanischen Importe und in Köln die der niederländischen und belgischen Anlieferungen nach. Derweil stiegen in Hamburg und München die Preise häufig an; vorausgesetzt, die Qualität überzeugte. In Berlin blieben die Notierungen bei einer Bereitstellung, die in etwa dem Interesse entsprach, meist stabil.

Gemüsepaprika
Spanische Abladungen bestimmten vor türkischen das Geschehen. Griechenland und die Niederlande rundeten ebenso ab wie Marokko. Die Verfügbarkeit wurde in der Regel an die Verkaufschancen angepasst. Bei einem weitgehend ereignisarmen Handel verharrten die Kurse oftmals auf bisherigem Niveau. Ab und an hob man die Forderungen zum Wochenanfang leicht an: in Frankfurt lediglich für spanische Zufuhren, in München für das komplette Angebot. Neben Standardofferten wurde auch Spitzpaprika aus Marokko und der Türkei veräußert.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln kamen ausschließlich aus Spanien. Haushaltsware stammte vorrangig aus Deutschland; die Niederlande und Österreich ergänzten. Die Versorgung orientierte sich an den Unterbringungsmöglichkeiten. Das Geschäft verlief zwar unaufgeregt, aber kontinuierlich. Hinsichtlich der Notierungen konnten keine wesentlichen Veränderungen festgestellt werden.


Weitere Informationen

Frankfurt
Spanische Himbeeren wurden neben den üblichen 125-g-Schalen auch in Sonderverpackungen zu 175 g angeboten. Erdbeeren aus den Niederlanden, Spanien, Ägypten und Israel verkauften sich passabel. Südafrikanische Steinfrüchte wie Pfirsiche, Nektarinen und Aprikosen verbilligten sich sukzessive; zur Wochenmitte standen inzwischen Chargen aus Australien bereit. Marokko lieferte Chinakohl in 5-kg- Holzsteigen. Die Abladungen von Rosenkohl genügten, um den Bedarf zu decken; Offerten aus den Niederlanden wurden erstmals in 15-kg-Mehrwegsteigen aufgemacht. Peruanischer Spargel war nicht so präsent wie zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Das Interesse an Artischocken stillten spanische und italienische Partien. Französische Erzeugnisse zu 20 Stück kosteten stolze 33,- € je 10-kg-Karton. Zucchini verteuerten sich auf bis zu 9,- € je 5 kg. Günstigere Produkte aus Marokko waren nur tageweise vorhanden. Weißkohl in 300- bis 400-kg-Boxen ließ sich flott platzieren. Die Zufuhren von portugiesischem Spitzkohl verstärkten sich, was leichte Kursabfälle nach sich zog. Trockenfrüchte und verschiedene Nüsse konnten Marktanteile hinzugewinnen. Spanische Pfifferlinge waren nicht durchgängig verfügbar und wurden zu 22,- € je kg veräußert. Am Freitag trafen schwarze Wintertrüffel aus Italien ein: Der Kilopreis betrug 1.800,- €.

Hamburg
Ägyptische Erdbeeren schlug man zu 2,10 bis 2,30 € je 250-g-Schale um. Für hinlänglich beachtete Himbeeren aus Argentinien und Spanien wurden ca. 1,25 € je 125-g-Schale gezahlt. Steinobst aus Südafrika konnte in kleinen Mengen und ansprechenden Qualitäten geordert werden. Die Bewertungen von Aprikosen lagen bei 18,75 € je 4,75 kg und die von Nektarinen und Pfirsichen bei 11,25 € je 2,5 kg. Für Pflaumen der Sorte Black Giant in der Größe 60 mm+ wurden 21,50 € je 5 kg gefordert. Für Persimonen aus Spanien verlangte man 7,- € je 4,8 kg. Der Zugriff auf brasilianische Mangos, Haden, Keitt, Kent und Palmer, war infolge deren exklusiver Güte freundlich. 6-kg-Kartons mit 8 bis 13 Stück wurden zu 26,- bis 28,- € abgesetzt. Kent aus Peru wickelte man zu 31,- € je 6 kg ab.

München
Das Angebot an Erdbeeren bestimmten mittlerweile Nordafrika: Marokko und Ägypten waren präsenter als Belgien und Spanien, das tageweise keine neue Ware lieferte. Himbeeren stammten fast ausschließlich aus Mexiko. Die Nachfrage nach Ananas stieg an. Mit Brokkoli war der Markt ausreichend versorgt. Die Kurse gaben nach. Den Bedarf an Kohlrabi deckte Italien; auch hier kam es zu Vergünstigungen. Ebenfalls aus Italien wurden Bundmöhren zugeführt, die fest notierten. Chicorée stagnierte preislich.

Berlin
Die Bewertungen für spanische und italienische Auberginen und Zucchini zogen zu Wochenbeginn an, da die Produktpalette nicht genügte, um das Interesse komplett zu stillen. Die Unterbringungsmöglichkeiten für Wintergemüse wie Lauch, Kohl, Rosenkohl und Grünkohl hatten sich deutlich verbessert.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.


Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 17.12.2014

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin