Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 47: Die Versorgung mit Äpfel war üppig

29. November 2018

Deutschland bestimmte dabei vorrangig mit Elstar, Jonagold und Boskoop das Geschehen. Doch auch auf Braeburn, Pinova und Golden Delicious konnte man genügend zugreifen. Italien beteiligte sich hauptsächlich mit Royal Gala und Granny Smith an den Geschäften. Französische Jazz und Granny Smith ergänzten, letztere vergünstigten sich in Frankfurt um ca. 5,- € je 18-kg-Karton.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
Bildquelle: Shutterstock.com

Insgesamt zeigte sich das Interesse durchaus positiv. Kleine Kaliber roter Red Chief und Red Delicious waren zu Dekorationszwecken mancherorts dank ihres niedrigen Preises recht beliebt. 

Die Bewertungen veränderten sich in der Regel nicht wesentlich, da die Bereitstellung hinreichend mit dem Bedarf harmonierte. Verteuerungen gab es in Hamburg für gelegte Partien. In München kam es trotz eines freundlichen Zuspruchs zu Verbilligungen. Und in Frankfurt waren abbröckelnde Notierungen aufgrund eines schleppenden Umschlags nicht zu vermeiden.

Birnen
Italien prägte mit Santa Maria und Abate Fetel die Szenerie. Die Saison von Williams Christ bog auf die Zielgerade ein. Die Niederlande schickten insbesondere Gute Luise, Conference und Gellert. Deutsche Alexander Lucas und Conference komplettierten, während Xenia an Präsenz einbüßten. Die Warenpalette abrundende, sehr großfallende türkische Devici kosteten in Frankfurt 1,80 bis 2,- € je kg. Generell herrschte ein ruhiger Handel vor, Zitrusfrüchte befanden sich eher im Fokus. Verfügbarkeit und Nachfrage hielten sich annähernd die Waage. Daher bewegten sich bei einem steten Verkauf die Preise kaum, obwohl die Abwicklung punktuell langsam vonstattenging.

Tafeltrauben
Die überseeischen Zuflüsse intensivierten sich immens: Sugraone aus Peru wurden vermehrt in 4,5-kg-Kartons bereitgestellt. Aus Brasilien stammten unter anderem Sweet Globe, Sugraone, Arra 15 und Crimson Seedless. Die Qualität überzeugte häufig und die Kunden griffen gerne auf die Partien aus der südlichen Hemisphäre zu. In Frankfurt traten günstige brasilianische Sweet Jubilee auf, deren Güte aber Wünsche offenließ. Die Anlieferungen aus Italien schränkten sich ein. Italia, Crimson Seedless und Michele Palieri verteuerten sich daraufhin örtlich. Italia schlug man in Hamburg in 1-kgPapptragetaschen mit Bildmotiv zu 2,40 € um. Türkische Crimson Seedless und Sultana im Winterpack ergänzten. Griechische Thompson Seedless litten ab und an unter organoleptischen Mängeln und verloren insgesamt an Wichtigkeit. Das breitgefächerte Sortiment traf auf ein kontinuierliches Interesse. Die Bewertungen verharrten meist auf bisherigem Niveau.

Orangen
Spanien dominierte mit Navelina augenscheinlich das Geschehen. Die Nachfrage hatte sich infolge des herbstlichen Wetters in der Regel gesteigert. Allerdings konnten die Verkäufer dies nicht nutzen, um die Forderungen zu erhöhen, da die Versorgung zu sehr anwuchs. Außerdem standen noch immer die südafrikanischen Offerten bereit, die die Abwicklung der europäischen Chargen bremsten. Die oftmals als Saftware angebotenen Valencia Late, Midknight und Delta Seedless aus Südafrika konnten stetig untergebracht werden. Abrundenden Charakter hatten italienische Navel und Navelina sowie Valencia Late aus Simbabwe und Griechenland. Erste türkische Washington Navel gesellten sich zu den Navelina, deren Präsenz ein wenig zunahm. In Frankfurt wurden diverse Marken wie Götterfrucht, Bollo und Flieger inzwischen verstärkt in 15-kg-Gebinden abgeladen. Generell waren mittlerweile mehrere Größen verfügbar, was den Geschäften natürlich zugutekam. Die Saison der Blutorangen startet in Kürze: Mit dem Auftauchen erster Moro aus Italien wird in der 48. KW gerechnet.

Blumenkohl
Das Geschäft geriet offensichtlich in Bewegung: Die Zugänge aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden schränkten sich augenscheinlich ein, während sich die Bedeutung der italienischen und französischen Partien merklich ausdehnte. Die einheimischen Zuströme litten unter einer abfallenden Kondition und unter uneinheitlichen Kopfgewichten, was deren Unterbringung natürlich beeinträchtigte. Insgesamt verringerte sich die Verfügbarkeit und die Bewertungen kletterten daraufhin aufwärts. Die französischen Chargen waren am teuersten: In Hamburg sollte man 10,- € je 6er-Gebinde und in Berlin 2,- € je Stück bezahlen. In der Hauptstadt kam es derweil des Öfteren zu mengenbedingten Verbilligungen.

Salat
Eissalat stammte fast ausschließlich aus Spanien; lediglich in Berlin gab es daneben noch spärliche einheimische Abladungen. Die Versorgung wuchs an und die Notierungen bröckelten an einigen Märkten ab. In Berlin überzeugte die Güte nicht immer, sodass sich die Preisgrenzen ausbreiteten. Das Segment des Kopfsalates dominierte Belgien vor Italien. Deutschland ergänzte und erste Anlieferungen aus Frankreich rundeten das Sortiment ab. Hinsichtlich der Haltbarkeit hatte inländische Ware manchmal Probleme. In Frankfurt suchte man die französischen Offerten, da sie günstiger als die belgischen und ansehnlicher als die deutschen waren. In Hamburg klafften die Bewertungen der belgischen und einheimischen Artikel qualitätsinduziert weit auseinander. In München verteuerten sich die abgeschwächten Zuflüsse. Die inländischen und belgischen Bunten Salate wurden mittlerweile von ersten französischen flankiert, welche am meisten kosteten und daher nur wenig Zuspruch generierten. Häufig bestätigten die Vertreiber ihre bisherigen Aufrufe. Bei Endivien wurden die deutschen Produkte durch italienische zunehmend ersetzt, bei einem steten Umschlag blieben die Forderungen in der Regel konstant.

Gurken
Spanien und Griechenland beherrschten die Geschäfte mit Schlangengurken. Die Niederlande spielten bloß eine kleine Rolle und auch Belgien steuerte nur noch sehr geringe Mengen zur Vermarktung bei. Das nicht besonders stark ausgeprägte Interesse konnte mit Leichtigkeit befriedigt werden. Ab und an waren die Verkäufer gezwungen, ihre Forderungen zu senken, wenn sie größere Bestände vermeiden wollten. Dies betraf in Köln und Hamburg das gesamte Angebot und in München speziell die griechischen Chargen. In Berlin verteuerten sich derweil die Zugänge aus den Niederlanden und Belgien etwas. Die Verfügbarkeit von Minigurken intensivierte sich. Die Notierungen zogen trotzdem an oder verharrten zumindest auf dem Niveau der Vorwoche.

Tomaten
Mit Spanien, Belgien, Italien, Marokko und den Niederlanden bildeten eine Vielzahl von Ländern die Basis des Sortimentes. Polen, Griechenland, die Türkei und Deutschland waren ebenso am Handel beteiligt. Die Versorgung dehnte sich aus und reichte, um den Bedarf zu decken. Die Nachfrage verbesserte sich hier und da, lediglich Köln berichtete von einem langsamen Umschlag. In Frankfurt verteuerten sich marokkanische lose Offerten, was die Notierungen der anderen Herkünfte ansteigen ließ. Örtlich waren Kirschtomaten recht beliebt, sodass die Unterbringung rasch erfolgte. In Hamburg kletterten die Bewertungen der Runden Tomaten und der Rispenware aufgrund einer beschleunigten Abwicklung aufwärts. Die Forderungen von belgischen Fleischtomaten konnten von den Vertreibern erhöht werden. Und auch in Berlin musste man für qualitativ überzeugende Artikel tiefer in die Tasche greifen. In München kam es unterdessen zu Vergünstigungen, da der Kundenzuspruch zu verhalten ausfiel.

Gemüsepaprika
Spanien dominierte inzwischen augenscheinlich das Geschehen. Die niederländischen Abladungen begrenzten sich und verschwanden punktuell. Belgien hatte bloß ergänzenden Charakter. Türkische Importe wurden in der Regel stetig abgesetzt und die Bewertungen blieben konstant. Nur Frankfurt berichtete von Vergünstigungen infolge eines schleppenden Verkaufs. Die Notierungen der spanischen, niederländischen und belgischen Partien zogen oftmals an, was auf einer eingeschränkten Verfügbarkeit gründete. Billige marokkanische Zuflüsse konnten daraufhin in Hamburg flotter platziert werden, da sie mehr Beachtung generierten. Rote und gelbe Früchte waren generell teurer als grüne. In Berlin tauchten einige Klasse-II-Produkte aus den Niederlanden auf.


Weitere Informationen
Frankfurt
Die Unterbringung von Kakis stockte, der von Granatäpfeln lief dafür sehr gut. Der Bedarf an Himbeeren wurde durch Zuströme aus Marokko und Mexiko gedeckt. Erdbeeren interessierten nur am Rande; günstige Klasse II aus den Niederlanden war ab 1,80 € je 500 g zu haben. Stabile und ansprechend ausgefärbte Offerten aus Belgien und den Niederlanden kosteten 4,- bis 5,- € je 500 g. Für erste ägyptische Importe sollte man 2,- bis 2,20 € je 250-g-Deckelschale bezahlen. Die Nachfrage nach Maronen und Walnüssen verbesserte sich. Knappe Buschbohnen waren mit bis zu 4,- € je kg recht teuer. Umfangreicher eintreffende Stangenbohnen aus Spanien und Marokko verbilligten sich indes. Dicke Bohnen standen ab Donnerstag aus Marokko zur Disposition. Ab der Wochenmitte startete italienischer Radicchio in die neue Kampagne. Höhere Eingangsforderungen ließen die Bewertungen von spanischen Gemüsezwiebeln auf bis zu 13,- € je 25 kg ansteigen.
Hamburg
Lose Kiwis in 10-kg-Verpackungen aus dem Süden Europas verbilligten sich mengeninduziert. Passionsfrüchte aus Laos werden ab der 48. KW erwartet. Neue Auberginen aus Griechenland kosteten 12,- € je 5 kg. Einheimischer Grünkohl wurde wegen der niedrigeren Temperaturen flotter abgewickelt und verteuerte sich demzufolge. Für Zucchini aus Marokko sollte man 11,- € je 5-kg-Kollo bezahlen. Frische formschöne Lauchzwiebeln aus Ägypten fanden regen Anklang. Erster belgischer Rosenkohl wurde zu 7,- € je 5-kg-Karton umgeschlagen.
Köln
Zwar begrenzten sich die Anlieferungen von neuseeländischen Kiwis etwas, dafür waren erste italienische Offerten vorhanden. Erste Nektarinen und Pfirsiche aus Südafrika beachtete man eher mäßig. Ausreichend versorgt war der Markt mit Rosenkohl und Grünkohl, der Handel verlief aber noch nicht wie erhofft.
München
Beerenobst war nunmehr eingeschränkt verfügbar: Erdbeeren stammten fast ausschließlich aus belgischen Gewächshäusern, Himbeeren aus Spanien und Portugal sowie Kulturheidelbeeren aus Peru und Argentinien. Die Nachfrage nach hochpreisigen Pfirsichen, Nektarinen und Aprikosen aus Südafrika sowie nach argentinischen Süßkirschen zeigte sich schwach. Spanische und italienische Kakis gewannen an Bedeutung. Belgischer Chicorée notierte weiterhin sehr fest. Inländischer Radicchio war nur mit Restmengen vertreten; das Geschäft wurde von italienischer Ware übernommen. Bei einem verminderten Sortiment blieben die Bewertungen von Zucchini stabil. Kohlrabi und Bundzwiebeln aus Italien gewannen an Wichtigkeit. Italienische Buschbohnen verteuerten sich.
Berlin
Niederländische und einheimische Erdbeeren sollten 4,- bis 5,- € je 500-g-Schale kosten; eine ungenügende Ausfärbung erschwerte aber den Verkauf. Ein verstärktes Interesse wird erst mit dem Beginn der Adventszeit erwartet. Ansprechend duftende Mangos aus Brasilien, insbesondere die eingeflogenen Früchte, überzeugten qualitativ. Die reguläre Ware stand dabei etwas im Schatten, wobei beide Varianten grundsätzlich eher mäßig beachtet wurden. Ebenfalls aus Brasilien trafen kernarme Wassermelonen ein, die dank geringer Forderungen von nur 1,- € je kg zügig geräumt werden konnten.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 47 / 18
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 29.11.2018

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin