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BLE-Marktbericht KW 44 Birnen: Die Geschäfte verliefen unaufgeregt und ohne Höhepunkte

07. November 2019

Italienische Abate Fetel, Williams Christ und Santa Maria bildeten das Fundament des Sortimentes. Von der Bedeutung her folgten inländische Conference und Alexander Lucas. In München trafen erste ausgesprochen großfallende Xenia aus der Bodenseeregion ein. Türkische Santa Maria sowie niederländische Conference komplettierten. Angebot und Nachfrage hielten sich oftmals die Waage. Veränderungen hinsichtlich der Bewertungen waren nur sehr selten auszumachen.

Bildquelle: Shutterstock.com Obst
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Äpfel
Die Märkte waren hinreichend versorgt. Deutschland belegte dabei den vordersten Rang: Primär gab es Elstar, Boskoop, Jonagold und Braeburn. In Frankfurt tauchten Gloster auf, die zu 0,85 € je kg untergebracht wurden. Italien schickte hauptsächlich Royal Gala und Granny Smith. Kleinfallende Red Delicious dehnten zum Wochenausklang ihre Präsenz aus. Aus Frankreich stammten speziell Honeycrunch und Jazz. Erste Pink Lady werden zum Ende der 45. KW erwartet. Polen gewann zwar leicht an Relevanz, stellte aber nur einige Varietäten bereit. Die Niederlande sendeten neuerdings auch Jonagold, die sich zu den schon etablierten Elstar, Boskoop und Jonagored gesellten. Fast alle Plätze berichteten von Vergünstigungen, insbesondere bei den einheimischen Früchten. Die Gründe dafür waren verschieden, so spielten die Herbstferien ebenso eine Rolle wie die regnerische Witterung und das damit verbundene verminderte Interesse. Lediglich in Hamburg blieben die Notierungen konstant, da man die Produktpalette reduziert und somit der verringerten Kauflust angepasst hatte.
 
Tafeltrauben
Obwohl sich die italienischen Zufuhren einschränkten, prägten sie das Geschehen. Allen voran gab es Thompson Seedless, Italia und Crimson Seedless. Griechenland beteiligte sich mit Thompson Seedless und Crimson Seedless, die Türkei vorrangig mit Sultana. Französische Alphonse Lavallée hatten ergänzenden Charakter. Spanien rundete mit geringen Mengen die Warenpalette ab. Das Interesse konnte als durchaus freundlich beschrieben werden, selbst wenn es sich örtlich wegen des Herbstwetters verminderte. Die Qualität ließ meist keine Wünsche offen. Dies war auch notwendig, denn die Kunden griffen besonders gerne auf hinreichend ausgefärbte Produkte zurück. Die Bewertungen tendierten manchmal aufwärts. Verschiedentlich etablierte sich für die italienischen Chargen eine breite Preisspanne, basierend auf einer divergierenden Güte. Mit dem Auftauchen erster peruanischer und brasilianischer Importe startete die Saison aus Übersee: Sugraone aus Peru kosteten in Frankfurt 18,- bis 19,- € je 4,5-kg-Karton. Für Thompson Seedless sowie Crimson Seedless aus Brasilien mussten in Hamburg 16,50 € je 5 kg bezahlt werden.

Zitronen
Spanische Primofiori herrschten offensichtlich vor. Türkische Enterdonato schlossen sich von der Bedeutung her an. Südafrikanische Zuströme fehlten lediglich in München, griechische gab es nur in Frankfurt; beide Herkünfte spielten aber bloß eine kleine Rolle. Der Bedarf wurde ohne Schwierigkeiten befriedigt. Die Notierungen blieben stabil. Hier und da bröckelten sie ab, was zu einem flotteren Umschlag führte. Während die türkischen Zuströme in Berlin noch recht häufig zu finden waren, tauchten sie tageweise in München gar nicht auf. Auch in Frankfurt schränkten sich diese Zugänge augenscheinlich ein.

Bananen
Generell berichtete man zwar von einem unaufgeregten Verkauf, verzeichnete jedoch einen relativ kontinuierlichen Zugriff. Die Feiertage sowie die Herbstferien hatten die Absatzmöglichkeiten aber oftmals verringert. Das Maß der Bereitstellung korrelierte für gewöhnlich hinlänglich mit dem der reduzierten Abnahme. In der Folge verharrten die meisten Bewertungen auf einem unveränderten Niveau. Örtlich hatte sich das Interesse derart entschleunigt, dass die Händler im gesamten Warenspektrum leichte Vergünstigungen bewilligen mussten. Lokal sah man sich dem gegenüber nur bei den Drittmarken gezwungen, sie billiger zu vertreiben. Vereinzelt verteuerten sich anderswo trotz einer ausgeglichenen Angebot-Nachfrage-Situation die Drittmarken aus Kolumbien.

Blumenkohl
Deutschland prägte augenscheinlich die Szenerie. Belgien und die Niederlande kamen über eine Statistenrolle nicht hinaus. In Berlin gab es zudem polnische Offerten, die sich qualitativ nicht hinter den einheimischen verstecken mussten. Die Beachtung wuchs punktuell an, was jedoch kein Problem war, da die Verfügbarkeit ausreichte, um den Bedarf zu decken. Die Notierungen tendierten oftmals nach oben: An manchen Plätzen verteuerten sich die Erzeugnisse einmalig zu Wochenbeginn, auf einigen Märkten aber auch sukzessive. In Hamburg war bei 7,50 € je 8er-Steige Schluss, denn die Kunden verminderten daraufhin ihre Order spürbar.

Gurken
Bei den Schlangengurken dominiert Spanien das Geschehen. Die Relevanz von griechischen Zuflüssen nahm in München immens zu: Insgesamt wirkten sie mit fast gleichen Anteilen wie die spanischen Chargen am Sortiment mit. Für die Niederlande, Belgien und Deutschland war das Saisonende bereits in Sichtweite, denn die Anlieferungen schränkten sich ein. Die Güte schwankte, vor allem die der spanischen unfolierten Produkte ließ Wünsche offen. So etablierte sich mitunter eine große Preisspanne. Die Nachfrage konnte ohne Schwierigkeiten befriedigt werden. Der Umschlag verlief indes nicht immer reibungslos, denn der Zuspruch hatte sich infolge der Herbstferien verlangsamt. Die Bewertungen veränderten sich kaum. Von den Händlern erhoffte Verteuerungen konnten in Hamburg nicht durchgedrückt werden: Hier sollten die Forderungen für die spanischen Artikel steigen, was aber wegen der mitteleuropäischen Konkurrenz nicht durchsetzbar war. Minigurken stammten aus den Niederlanden, der Türkei, dem Inland und Spanien. Bei einer in einem kontinuierlichen Rahmen verlaufenden Unterbringung stiegen deren Notierungen merklich an.

Gemüsepaprika
Spanien herrschte mittlerweile vor. Die Niederlande und die Türkei folgten von der Bedeutung her. Belgien hatte ergänzenden und Deutschland komplettierenden Charakter. Die belgische und niederländische Saison bog auf ihre Zielgerade ein und die Vertreiber versuchten, mit Verbilligungen eine schnellere Räumung der konditionell abbauenden Chargen zu initiieren. Die Versorgung harmonierte meist mit dem Bedarf. Wegen des anwachsenden Anteils günstiger spanischer Artikel an der Produktpalette tendierten die Preise summa summarum aber dennoch nach unten. Dies beschleunigte mitunter die Unterbringung. In Hamburg bröckelten die Bewertungen der türkischen Importe mengeninduziert ein wenig ab.


Weitere Informationen
Frankfurt
Erste Nektarinen und Pfirsiche aus Übersee erreichten am Donnerstag den Platz. Die Preise von Erdbeeren stiegen auf bis zu 3,- € je 500-g-Schale. Spanien startete die Kampagne von Orangen mit Navelina in Aufmachungen mit 48 bis 90 Stück. Kopfkohl wurde freundlich beachtet. Weißkohl in Großboxen konnte zu 0,30 € je kg flott veräußert werden. Neben letzten Ankünften aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden trafen inzwischen verstärkt italienische, spanische und erste marokkanische Zucchini ein. Die Notierungen kletterten aufwärts. Auch Auberginen verteuerten sich. Das Interesse an Pfifferlingen ging mit der nachlassenden Güte merklich zurück. Steinpilze kosteten bei einer stetig verlaufenden Abwicklung 20,- bis 25,- € je kg.
Hamburg
Wegen ungenügender Ausfärbung und mangelndem Aroma begrenzten die Kunden die Order von kleinfallenden Orangen, Navelina, aus Spanien. In der 45. KW sollen Nektarinen und Pfirsiche aus Südafrika verfügbar sein. Erste Grapefruits aus der Türkei, Star Ruby, kosteten 15,- € je 15-kgKarton mit 50 Stück. Für spanische Artischocken musste man 24,- € je 6,4-kg-Holzkiste und für italienische 13,20 € je 12 Stück bezahlen. Ungleichmäßig aufbereitete spanische Schneidebohnen in Plastikfolie stießen lediglich dank gesenkter Forderungen auf Zuspruch.
Köln
Aus Spanien trafen Orangen ein und bei herbstlichem Wetter war die Aufnahme recht freundlich. Bei Quitten aus der Türkei verzeichnete man einen steten Handel. Aus Spanien kamen Auberginen und Zucchini. Italien ergänzte die Warenpalette mit Mangold, Rucola, Zucchini, Radicchio, sowie Petersilie. Speisekürbisse generierten hinreichend Beachtung. Pfifferlinge und Steinpilze ließen sich trotz angehobener Preise schnell unterbringen.
München
Nach Wochenbeginn traten erste Orangen der Sorte Navelina aus Spanien auf. Nach dem Saisonende für europäisches Steinobst standen schon südafrikanische Pfirsiche bereit. Mengenbedingt verteuerten sich brasilianische Limetten. Gleicher Provenienz entstammten Frischfeigen. Die Kampagne von inländischen Buschbohnen und Stangenbohnen endete, was den marokkanischen und italienischen Produkten ermöglichte, Marktanteile zu gewinnen. Die Bewertungen von Zucchini aus Italien und Spanien zogen an. Süddeutscher Radicchio wurde durch italienischen ersetzt. Die Präsenz von Brokkoli aus Spanien intensivierte sich kontinuierlich. Italien komplettierte mit Kohlrabi das Gemüseangebot.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 44 / 19
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Veröffentlichungsdatum: 07.11.2019

Schlagwörter

Birnen, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin