Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH
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BLE-Marktbericht KW 37 / 14 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

17. September 2014

Pflaumen: Deutschland bestimmte vorrangig mit Hauszwetschge, Elena, Presenta und Top das Geschehen. Die Versorgung war sehr umfangreich und die Abnehmer konzentrierten sich insbesondere auf die einheimischen Früchte. Chargen aus Italien, hauptsächlich Dro und Stanley, verloren daher an Bedeutung und wurden in München daraufhin aus dem Sortiment gestrichen. Spanische, französische und ungarische Importe spielten eine untergeordnete Rolle. Da die Nachfrage mit der immensen Verfügbarkeit nicht Schritt hielt, musste man die Bewertungen oftmals senken. In Hamburg traf dies jedoch bloß auf Erzeugnisse mit zu weichem Fleisch zu. In Köln gelang es trotz der Vergünstigungen nicht, das Geschäft fortwährend zu beleben: Hier waren Bestände allgegenwärtig. Lediglich in Frankfurt konnten die Forderungen erhöht werden, da sich die Anlieferungen einschränkten, der Bedarf aber auf bisherigem Niveau verharrte.

Birnen
Italien beherrschte kontinuierlich die Szenerie: Abgesehen von Santa Maria, Abate Fetel und Williams Christ gab es auch Rote Williams Christ. In Hamburg tauchten Boscs Flaschenbirnen auf; die hartschaligen Offerten generierten indes nur selten Zuspruch. Deutschland beteiligte sich unter anderem mit Williams Christ, Gute Luise und Packham`s Triumph am Handel. Aus der Türkei kamen Santa Maria, die in Kaliber 65 mm zu 7,50 bis 8,- € je 2,5-kg-Plastiksteige freilich kaum beachtet wurden. Aus den Niederlanden komplettierten Gute Luise. Frankreich schickte Williams Christ und Rote Williams Christ. Die vielfältige und üppige Produktpalette genügte mit Leichtigkeit, um sämtliche Kundenwünsche zu erfüllen. Die Bereitstellung passte man in der Regel den Unterbringungsmöglichkeiten an. Eine gefällige Güte vorausgesetzt, konnten die Preise bestätigt werden.

Tafeltrauben
Die Verfügbarkeit dehnte sich kräftig aus: Die Zufuhren von griechischen Thompson Seedless wuchsen ebenso erheblich an wie die Abladungen mit türkischen Sultana und italienischen Italia, Sugraone und Regina. Victoria und Crimson Seedless aus Italien verminderten hingegen ihre Präsenz. Spanische Sugraone, französische Alphonse Lavallée und erste türkische Crimson Seedless rundeten das Angebot ab. In Frankfurt trafen am Freitag portugiesische Melissa und Midnight Beauty ein, die dank ihres ausgezeichneten Geschmacks direkt auf Interessenten stießen. Generell schlug man kernlose helle Früchte am schnellsten um. Trotz überzeugender Qualität und Beerengröße konnten infolge der ausgeweiteten Versorgung sinkende Kurse oftmals nicht verhindert werden. Das Geschäft wurde durch die Vergünstigungen dennoch nicht hinreichend angeregt, Bestände ließen sich nicht durchgängig vermeiden. Türkische Sultana vermarktete man in Hamburg neben den etablierten 5-kg-Kartons mittlerweile in 7-kg-Abpackungen. In Frankfurt räumten sie flott, währenddessen blieben die Verkäufer in Berlin auf ihren Chargen sitzen, da diese zu grün und zu sauer waren.

Erdbeeren
Deutschland dominierte; Italien, Belgien und die Niederlande komplettierten die Produktpalette. Die Bereitstellung schränkte sich ein, sie genügte indes, um den Bedarf zu befriedigen. Dieser hatte sich im Vergleich zur Vorwoche bei herbstlichem Wetter merklich begrenzt. Eine Leerung der Läger gelang nicht immer, Verbilligungen waren deshalb an der Tagesordnung. Konditionelle Probleme mancher Offerten machten zudem die Preisfestsetzung ab und an recht kompliziert. In München musste man die Forderungen besonders stark reduzieren, da die Ware wegen einer sehr gedämpften Nachfrage nur verzögert untergebracht werden konnte. Lediglich in Berlin kam es aufgrund zu geringer Anlieferungen zu Verteuerungen.

Pfirsiche und Nektarinen
Die tonangebenden Abladungen aus Spanien und Italien verminderten sich ebenso wie die ergänzenden aus der Türkei und Frankreich. Die Bewertungen wurden daher, trotz eines ebenfalls abgeschwächten Interesses, leicht erhöht. Die Qualität überzeugte nicht durchgängig: Hinsichtlich Saftigkeit und Aroma ließen die Früchte hier und da zu wünschen übrig. Chargen mit Haltbarkeitsschwierigkeiten konnten in München kaum veräußert werden. In Hamburg vergünstigten sich bei einem flauen Handel gelbfleischige Partien aus Italien und Spanien.

Kiwis
Neuseeland beherrschte mit großem Abstand das Geschäft. Aus Italien kamen erste kleine Zufuhren, deren Geschmack jedoch nicht immer befriedigte. Man sollte 5,50 bis 6,- € je 3-kg-Steige zahlen. Vom Auftreten der italienischen Offerten zeigten sich die neuseeländischen Importe unbeeindruckt: Ihre Notierungen blieben meist konstant; sie stiegen in Frankfurt sogar an.

Zitronen
Spanien prägte vor Argentinien und Südafrika das Geschehen. Produkte aus Chile, Italien und Uruguay komplettierten das Angebot. Die Verfügbarkeit hatte sich eingeschränkt und genügte nicht vollends, um den Bedarf zu decken. Daher konnten die Verkäufer die Forderungen sukzessive heraufsetzen. In Frankfurt senkte man sie am Freitag aber wieder, insbesondere für italienische Chargen. Die Qualität der Früchte überzeugte nicht durchgängig, was die Preisfindung manchmal knifflig machte. In Hamburg bröckelten die Kurse generell ab, da hier die Anlieferungen zu üppig waren.

Bananen
Die Vermarktung verlief sehr unterschiedlich. In Hamburg verharrten die Notierungen aufgrund eines zufriedenstellenden Zugriffs und in Berlin infolge einer auf das ruhige Interesse angepassten Versorgung in etwa auf Vorwochenniveau. In Köln hingegen verteuerten sich die Zweit- und Drittmarken. Die Erstmarke vergünstigte sich trotz wohldosierter Zufuhr. In Frankfurt konnten die Händler für die Zweitmarke 1,- € je 18-kg-Karton mehr verlangen als bisher. Doch ab Donnerstag wurden verstärkt billigere Drittmarken abgeladen, auf welche die Kunden zunehmend umschwenkten. In München ließen sich die Bewertungen dank der allmählich verbesserten Nachfrage für die gesamte Warenpalette anheben.

Blumenkohl
Das Angebot beschränkte sich auf deutsche Ware, die sich in leicht gestiegenem Umfang präsentierte. Der Verkauf gestaltete sich eher schleppend, was nicht zuletzt einer uneinheitlichen Güte geschuldet war. Die Preise sanken oftmals. Nur in Köln konnte für ansprechende 6er-Sortierungen ein Bonus realisiert werden.

Salat
Bei Eissalat dominierten inländische Abladungen. Die Niederlande waren mit deutlich weniger Chargen beteiligt. Den nicht zu üppigen Mengen wurde wegen Konditionsschwächen vereinzelt nicht ausreichend Beachtung geschenkt und die Kurse bröckelten ab. Lediglich in Berlin blieben sie gleich. Bei Kopfsalat prägte Deutschland den Markt und auf dem zweiten Platz lag Belgien. Die Bereitstellung stimmte man auf das Interesse ab, sodass die Aufrufe in der Regel stagnierten. Der Nachschub an Bunten Salaten fiel in Frankfurt knapp aus und die Forderungen zogen an. Andernorts gab es keine Veränderungen, da die Offerten genügten, um die Nachfrage zu befriedigen. In Hamburg wurden manche Partien qualitätsbedingt verbilligt. Die Ankünfte von einheimischen Endivien orientierten sich am Bedarf; die Bewertungen zeigten keine Ausreißer.

Gurken
Deutsche Schlangengurken beherrschten das Geschehen; niederländische und belgische füllten die nächsten Ränge, indes tauchten spanische Erzeugnisse nur sporadisch auf. Am häufigsten traf man leichtere Produkte an. Der Zuspruch hielt sich in Grenzen, obwohl sich die Einfuhren aufgrund gesenkter Einstandspreise oft vergünstigten. Einheimische Ware verteuerte sich. Die Präsenz großer Kaliber schränkte sich ein, sodass man dafür einen Zuschlag verlangte. Minigurken aus dem Inland, den Niederlanden und der Türkei wurden gerne gekauft. Infolge einer lückenhaften Versorgung mussten die Kunden aber kontinuierlich etwas mehr aufwenden.

Tomaten
Die Verfügbarkeit von Rispentomaten aus den Niederlanden hatte sich ausgedehnt und befand sich deutlich über der aus Belgien und Deutschland. Spanien konnte mit überschaubaren Partien dienen. Fleischtomaten kamen hauptsächlich aus Belgien, während die Niederlande mit kleinen Stückzahlen komplettierten. Das Sortiment an Runden Tomaten setzte sich vorwiegend aus einheimischen, niederländischen und belgischen Früchten zusammen. Bei Kirschtomaten dominierten die Niederlande. Mit dem Inland, Italien und Spanien lieferten weitere Länder nennenswerte Mengen. Generell mussten die sehr stark vertretenen Importe nachfragebedingt Kursabstriche akzeptieren. Die wesentlich knapperen einheimischen Chargen konnten einen Bonus erzielen, zumal die Qualität keine Wünsche offenließ. Einzig in Berlin reichten die Ankünfte nicht aus, sodass die Forderungen zumindest stabil blieben; hier und da waren sogar erhöhte Notierungen realisierbar.

Gemüsepaprika
Die Niederlande gaben bei sämtlichen Varietäten den Ton an. Grüne und rote Produkte aus der Türkei nahmen den zweiten Platz ein, bei den gelben hatte diesen Ungarn inne. Standweise ergänzten Offerten aus Belgien und Spanien. Die Bereitstellung war etwas über dem Bedarf angesiedelt und die Aufrufe wurden im Wochenverlauf zwecks Bereinigung der Vorräte reduziert. Am geringsten betraf dies grüne Erzeugnisse. Für türkische Abladungen musste mehr angelegt werden als für niederländische und ungarische. Durch Sonderaktionen konnte man das Interesse steigern und es erfolgte eine zügigere Räumung. In München kosteten seltene orangefarbene Paprika am meisten.

Speisezwiebeln
Bei Gemüsezwiebeln bestimmten ausschließlich spanische Importe die Szenerie. Haushaltsware stammte hauptsächlich aus einheimischer Ernte. Die Niederlande und Österreich steuerten wesentlich kleinere Partien bei. Generell gestaltete sich der Absatz oftmals stetig zu den bisherigen Konditionen. Nur in München und Frankfurt gerieten die Preise allmählich unter Druck. In München blieben Korrekturen vorerst aus, während in Frankfurt ab Donnerstag zur Belebung des Geschäfts weniger verlangt wurde.


Weitere Informationen

Frankfurt
Das Saisonende für Heidelbeeren aus Deutschland stand bevor: Die Notierungen verfestigten sich auf 2,- bis 2,70 € je 250-g-Schale. Ergänzungen kamen aus den Niederlanden, Österreich und Rumänien. Die Qualität bei einheimischen Himbeeren war differenziert, somit musste man mit weit geöffneter Kursschere von 1,50 bis 2,80 € je 250 g arbeiten. Alternativen gab es mit Lieferungen aus Portugal und den Niederlanden. Die Präsenz von Granatäpfeln dehnte sich merklich aus, so konnte auf spanische und türkische Produkte zugegriffen werden. Angebote an italienischen und deutschen Walnüssen sowie an italienischen Esskastanien in der Schale (siehe Bild) leiteten den Herbst ein. Aus den Niederlanden traten erste Schwarzwurzeln in 10-kg-Gebinden in Erscheinung. Der anwachsende Bedarf an Rosenkohl wurde mit niederländischen Chargen gedeckt. Die verstärkte Bereitstellung von grünen und gelben Zucchini schlug sich in Verbilligungen nieder. Knollensellerie mit Grün konnte man nicht in gewohnter Menge disponieren. Ab der Wochenmitte knappe Steinpilze verteuerten sich bis Freitag kontinuierlich. Bei Pfifferlingen stieg die Nachfrage an, sodass im unteren Spannenbereich die Forderungen angehoben wurden.

Hamburg
Mit dem Beginn der Kampagne brasilianischer Melonen in überzeugender Güte erhöhte sich der Druck auf Abladungen aus Südeuropa. Mit dem warmen Wetter verlor die Bereinigung von Spätapfelsinen aus Übersee an Schwung; für Partien mit organoleptischen Mängeln musste man die Bewertungen verringern. Die Preise für einwandfreie Ananas aus Costa Rica zogen an; auch die für stetig abgewickelte deutsche Blaubeeren kletterten aufwärts. Dagegen vergünstigten sich Zucchini verschiedenen Ursprungs, insbesondere für die dominierenden regionalen Offerten zahlte man weniger. Neue Ware aus Belgien wurde zu 5,- € je 4 kg veräußert. Eine Probesendung mit Rosenkohl mit kleinen Röschen traf den Geschmack der Kunden. Ab der 38. KW soll Fenchel aus Italien erhältlich sein.

München
Das kontinuierlich nachlassende Interesse an Beerenobst schlug sich, ausgenommen bei eingeschränkten inländischen Kulturheidelbeeren, in fallenden Kursen nieder. Für üppig in Erscheinung tretende türkische Frischfeigen reduzierte man die Forderungen. Am Anfang der Woche tauchten erste spanische Iwasaki auf und eröffneten somit die europäische Saison von Satsumas. Türkische Granatäpfel zeigten sich zum Kampagnenstart bereits erstaunlich weit gereift und begannen, südamerikanischen Importen den Rang abzulaufen. Bei übersichtlichen Anlieferungen von einheimischen Kohlrabi und Brokkoli blieben Verteuerungen aus. Für krause Petersilie musste tiefer in die Tasche gegriffen werden; dasselbe galt für die im Vergleich deutlich billigere glatte Petersilie. Stabil notierende Stangenbohnen aus dem Inland wurden von türkischen Produkten ergänzt. Ausreichender und qualitativ ansprechender deutscher Radicchio kostete so viel wie italienischer.

Berlin
Türkische Feigen waren in großen Mengen vorhanden. Trotz freundlicher Nachfrage und überzeugender organoleptischer Eigenschaften konnten Bestände nicht verhindert werden. Rosenkohl aus den Niederlanden fand noch nicht die gewünschte Beachtung und wurde zu etwa 1,60 bis 1,70 € je kg angeboten.

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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 17.09.2014

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin