Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 35 / 15 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

03. September 2015

Birnen: Italien dominierte mit Santa Maria und Williams Christ das Geschäft. Die Verfügbarkeit von einheimischen und niederländischen Clapps Liebling verstärkte sich; die Partien stießen aber nicht durchgängig auf Interesse, sodass sie sich zuweilen verbilligten. Die Wichtigkeit von inländischen Williams Christ nahm enorm zu, indes verloren Dr. Jules Guyot aus Spanien und Frankreich an Bedeutung. Aus der Türkei wurden Santa Maria angeliefert, deren Kurse in Berlin leicht abfielen. Erste belgische Triomphe de Vienne sowie italienische Abate Fetel ergänzten die Warenpalette. Spanien beteiligte sich inzwischen mit gelegten Williams Christ am Geschehen. Generell verbesserten sich die Unterbringungsmöglichkeiten zwar, sie hielten mit der Versorgung jedoch nicht Schritt, sodass die Notierungen ab und an nach unten tendierten. In Berlin komplettierten in Italien und Spanien neuverpackte chilenische Abate Fetel.

Birnen

Tafeltrauben
Italien prägte mit zahlreichen Varietäten den Handel: Vorrangig wurden Victoria, Sugraone, Michele Palieri und Italia abgeladen. Autumn Giant und Rosada trafen in Frankfurt ein. Aus der Türkei kamen hauptsächlich Sultana, deren Geschmack immer häufiger überzeugte und die daher flott Käufer fanden. Die Ausfärbung und die Beerengröße griechischer Thompson Seedless war mancherorts recht uneinheitlich, sodass sich eine weite Preisspanne von 10,- bis 15,- € je 4,5-kg-Karton etablierte. Frankreich rundete mit Alphonse Lavallée, Spanien mit Crimson Seedless und Red Globe die Vermarktung ab. Victoria aus Bosnien und Herzegowina sahen in Berlin gut aus, schmeckten allerdings wässrig und generierten deswegen selbst zu 1,- € je kg kaum Zuspruch. Vielfach bewegten sich die Bewertungen infolge der angewachsenen Bereitstellung abwärts. Selten, etwa in Hamburg, konnten die Forderungen für vereinzelte Produkte heraufgesetzt werden.

Erdbeeren
Deutschland dominierte augenscheinlich. Die Versorgung schränkte sich ein wenig ein, genügte jedoch, um die stete Nachfrage zu decken. Die Unterbringungsmöglichkeiten waren begrenzt, so hielten sich die Kunden in München so sehr zurück, dass eine Räumung der Läger nur mit Mühe klappte. Dennoch kletterten hier die Kurse deutlich nach oben, da sich die Qualität der Offerten im Vergleich zur Vorwoche merklich verbessert hatte. Generell drifteten die organoleptischen Eigenschaften der Früchte auseinander, sodass Chargen partiell auch unter Notiz abgegeben werden mussten. Standardware wurde ab ca. 1,30 € je 500-g-Schale und Treibhauspartien zu  maximal 2,30 € je 500 g veräußert. Niederländische und polnische Anlieferungen ergänzten das Geschehen und kosteten geringfügig mehr als die einheimischen. Konditionell ließen sie aber ab und an Wünsche offen, sodass die Abwicklung nicht durchgängig ohne Schwierigkeiten verlief.

Aprikosen
Die Bereitstellung nahm kontinuierlich ab, in üppigeren Mengen konnte bloß auf französische und türkische Produkte zugegriffen werden. Haltbarkeitsprobleme häuften sich; insbesondere französische Erzeugnisse waren teilweise mehlig und zu trocken. Das Interesse schwächte sich erheblich ab. Die Preise veränderten sich trotzdem nicht wesentlich. Zum Ende der Saison trafen erneut spanische, italienische, einheimische und ungarische Abladungen ein. Vor allem letztere konnten dank eines ansprechenden Geschmacks und niedriger Bewertungen flott platziert werden.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanien und Italien beherrschten das leicht eingeschränkte Sortiment vor Frankreich und der Türkei. Die anfangs mäßige Nachfrage verbesserte sich infolge der angestiegenen Temperaturen im Wochenverlauf. Bei begrenzten Anlieferungen verharrten die Notierungen für gewöhnlich auf bisherigem Niveau, in Frankfurt zogen sie sogar moderat an. Türkische Importe gab es inzwischen neben den etablierten AAKalibern auch in AAA; die Güte der Partien gefiel aber nicht durchgängig. In Hamburg verteuerten sie sich dessen ungeachtet.

Pflaumen
Deutschland bestimmte mit zahlreichen Varietäten das Geschehen. Unter anderem wurden Cacaks Fruchtbare, Top, Hanita und Auerbacher abgeladen. Erste Ortenauer, Fellenberg und Elena rundeten das Angebot ab. Einheimische Haroma, eine mittelgroße ovale Frucht, verkaufte man in Frankfurt zu 14,- € je 10-kg-Holzsteige. Die Verfügbarkeit und parallel dazu das Interesse hatten sich im Vergleich zur 34. KW verstärkt, sodass die Kurse ihr Level oftmals bestätigten. In München und Berlin kletterten sie etwas aufwärts, da hier der Bedarf nicht vollends befriedigt werden konnte. Italien schickte vorrangig Dro und President. Spanien beteiligte sich vor allem mit Red Beaut am Geschäft. Stanley stammten aus Osteuropa und waren im Verhältnis relativ günstig, sodass sie flott untergebracht werden konnten. Lediglich in Hamburg überzeugten sie hinsichtlich ihrer Qualität nicht, sodass sie sich verbilligten.

Kiwis
Neuseeländische Importe prägten den Handel, der von chilenischen Chargen ergänzt wurde. Die Versorgung schränkte sich ein wenig ein, genügte aber, um die ruhige Nachfrage zu decken. Bezüglich der Bewertungen waren keine gravierenden Bewegungen auszumachen.

Zitronen
Spanien dominierte vor Argentinien und Südafrika. Die Verfügbarkeit begrenzte sich etwas und reichte mancherorts bloß knapp aus, um das Interesse zu stillen. Die Kurse stiegen, insbesondere für die Importe aus Südafrika und Uruguay, demzufolge hier und da an, was wiederum den Absatz bremste. Zufuhren frischer, saftiger und optisch sehr ansprechender Produkte aus Chile rundeten das Sortiment ab.

Bananen
Die Bereitstellung wurde für gewöhnlich auf die Unterbringungsmöglichkeiten abgestimmt, sodass sich die Preise nur selten veränderten. In München gab man angezogene Einstandsforderungen an die Kunden weiter.

Blumenkohl
Die hochsommerlicher Witterung hatte in den letzten Wochen bei den einheimischen Kulturen zu einer Verdichtung der Erntesätze geführt, sodass zur Zeit Mengen fehlten. Daraus entwickelte sich eine regelrechte Unterversorgung. Insbesondere 8er-Aufmachungen waren spärlich vorrätig. Gleich zu Beginn der 35. KW kletterten die Kurse nach oben. Im Extrem musste bis zu 16,- € je 6er-Abpackung bezahlt werden. Ungeachtet der Tatsache, dass die Nachfrage nicht sehr üppig ausfiel, befestigten sich die Notierungen sukzessive. Dies wiederum verminderte nochmals die Abnahme. In geringem Maß ergänzten belgische Offerten das Geschäft, die erheblich mehr kosteten als die inländische Konkurrenz.

Salat
Das kühle Wetter entschleunigte den Zufluss dominierenden einheimischen Eissalats und selbstredend die Order. Die Bewertungen verharrten indes für gewöhnlich auf bisherigem Niveau. In München wurden sie jedoch infolge des ungenügenden Zugriffs reduziert. Vereinzelt traten nässebedingte Schäden auf. Bei Kopfsalat herrschten deutsche Produkte vor, belgische komplettierten. Die ausreichende Verfügbarkeit wurde zumeist aus regionalem Anbau sichergestellt. Ein stetes, wenn auch unaufgeregtes Interesse bildete die Basis für relativ stabile Forderungen, währenddessen die der belgischen Chargen häufiger schwankten als die der inländischen. Bunte Salate überwiegend deutscher Herkunft lud man hinlänglich ab. Eine vorrangig kontinuierliche Unterbringung gestattete konstante Preise, die in Frankfurt zwar am Montag gesunken waren, aber ab Donnerstag dank verbesserten Zuspruchs erneut anstiegen. Begrenzter Feldsalat wurde anhaltend teuer veräußert, einheimischer augenscheinlicher als belgischer, der sich manchmal stufenartig verbilligte. Punktuell niedrigere Einstände ermöglichten hingegen Verkäufe ab 4,- € je 1-kg- Steige. Endivien stammten aus dem Inland und aus Belgien.

Gurken
Die deutschen Schlangengurken wurden durch niederländische und belgische Erzeugnisse ergänzt. Französische Anlieferungen hatte sich marginal verstärkt. Generell war der Markt geprägt von der fortlaufenden Knappheit. Die hohen Temperaturen unter Glass zeigten ihre Wirkung in Form von unregelmäßigen Erträgen und Fehlmengen. Die Kurse kletterten merklich nach oben, explodierten zuweilen geradezu. Daraufhin verringerte sich die Umschlagsgeschwindigkeit offensichtlich. Ab Mittwoch bröckelten die Notierungen zum Teil wieder ab. Französische Partien gewannen vielfach durch günstige Angebote zunehmend Kunden. Minigurken wurden hauptsächlich aus einheimischen und ähnlich bedeutend aus niederländischen Kulturen zugeführt. Aufgrund eines reibungslosen Vertriebes oder einer streckenweisen Minderversorgung musste man ab und an etwas mehr dafür anlegen als in der Vorwoche.

Tomaten
Der Handel war reichlich ausgestattet: Niederländische und belgische Offerten überwogen, deutsche und zudem wenige polnische, italienische sowie französische komplettierten. Infolge der üppigen Verfügbarkeit blieben die Preise von Runden Tomaten und Rispentomaten anhaltend niedrig oder man reduzierte sie, um den Absatz weiter zu beschleunigen. Häufiger stiegen sie jedoch zum Freitag hin wegen ausgedehnten Interesses an. Bei Kirschtomaten etablierten sich wie bei Fleischtomaten neben stabilen Bewertungen oftmals gleich zu Beginn schon Verteuerungen. Spärlich vorrätige polnische Produkte orderte man gerne, da sie billiger als die Konkurrenz veräußert wurden.

Gemüsepaprika
Niederländische Chargen trafen andauernd in überschaubarem Umfang ein. Vielfach steuerten die Forderungen, von gewissen Schwankungen abgesehen, zunächst ihr bisheriges Level an. Später tendierten sievorrangig bei den grünen Früchten kraft ihrer zunehmenden Knappheit nach oben, bei den roten und gelben alleinig in München aufgrund angewachsener Mengen nach unten. Die Kurse türkischer und ungarischer Importe, die in der Regel bedarfsdeckend bereitgestellt wurden, veränderten sich nur unwesentlich. Sonderangebote in Flowpacks konnte man ab 0,49 € je 400 g erstehen. Kleine Partien aus Spanien gab es in den Farben rot und gelb.

Zwiebeln
Die Anlieferungen von Haushaltsware genügten, um dem kontinuierlichen Zuspruch gerecht zu werden. Daraus resultierten relativ konstante Aufrufe. Monopolartig beherrschten dabei die deutschen Erzeugnisse den Markt. Offerten aus Österreich, Italien und marginal aus den Niederlanden komplettierten. Die frischen Abladungen zeigten sich nicht immer ganz schalenfest. Niederländische Zuflüsse machten sich verstärkt bemerkbar. Oftmals punkteten diese mit enormen Kaliber von bis zu 80/110 mm, weshalb man mehr für sie anlegen musste als für die Mitstreiter. Gemüsezwiebeln stammten wie gewohnt ausschließlich aus Spanien. Die Notierungen verharrten bei hinlänglichem Zugriff meistens auf einem stabilen Niveau. Einzig in Frankfurt bewegten sie sich fortlaufend nach oben und beendeten die Woche mit einem finalen Sprung auf bis zu 13,- € je 25-kg-Sack. Rote Zwiebeln brachten zuweilen bis zu 8,- € je 10 kg.


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Frankfurt
Deutsche und polnische Brombeeren wurden mengeninduziert etwas teurer. Ein zu umfangreiches Angebot an inländischen Himbeeren veranlasste zu Forderungen ab 1,- € je 250-g-Schale. Topchargen aus Polen und den Niederlanden kosteten zwischen 2,50 und 3,- €. Nochmals gab es eine begrenzte Partie an schwarzen Johannisbeeren zu 3,20 €. Die Verfügbarkeit von roten Johannisbeeren schränkte sich ein; die 500-g-Schale wurde mit bis zu 2,20 € bewertet. Die Importe an türkischen blauen Feigen stiegen moderat und pendelten sich zwischen 6,50 und 7,50 € je 20-Stück-Karton ein. Bei belgischen, einheimischen und niederländischen Auberginen kletterten die Kurse aufwärts, nur polnische blieben mit 8,- € je 5 kg günstig. Die niedrigeren Temperaturen, speziell nachts, führten zu einer verringerten Ernte von grünen und gelben Zucchini. Die Türkei stellte wieder Weißkohl zu 0,90 € je kg bereit. Pfifferlinge räumten flott, insbesondere kleine Sortierungen waren gesucht und mit maximal 15,- € je kg gut bezahlt. Steinpilze trafen dosiert ein und wurden zunächst zu 18,- bis 20,- € je kg, am Freitag zu 25,- € je kg abgesetzt.

Hamburg
Die Notierungen inländischer Heidelbeeren zogen an, da sich die Abladungen witterungsbedingt abgeschwächt hatten. Die Saison von kanadischen Kirschen in der Größe 28 mm+ startete zu 18,50 € je kg. Knappe Pfifferlinge aus Osteuropa wurden zu 10,- bis 11,50 € je kg verkauft. Hokkaidokürbisse generierten zu 0,90 bis 1,- € je kg vermehrtes Interesse.

Köln
Die Preise für rote Johannisbeeren stiegen ab Donnerstag an; schwarze Johannisbeeren waren nur noch vereinzelt vorhanden. Preiselbeeren wurden vornehmlich aus Polen zugeführt. Granatäpfel standen inzwischen aus Chile, Ägypten und Israel bereit. Mandarinen, Nadorcott aus Südafrika, stießen auf positiven Zuspruch. Einheimischen Radicchio offerierte man innerhalb einer Spanne von 6,- bis 8,- € je 3 kg. Die Forderungen für Hokkaidokürbisse lagen recht stabil bei 1,20 bis 1,35 € je kg. Die Aufrufe für niederländische Auberginen wurden sukzessive erhöht. Gelbe Zucchini aus den Niederlanden kosteten hingegen weniger als bislang.

München
Besonders bei Himbeeren und Brombeeren kam es zu mengenbedingten Verteuerungen. Die für das Wochenende vorhergesagte freundliche Witterung ließ die Nachfrage anziehen. Feigen aus der Türkei und Italien generierten genügend Beachtung; die Notierungen kletterten aufwärts. Wassermelonen aus den Anrainerstaaten des Mittelmeeres wurden stetig und lebhaft abgesetzt. Die Kurse für inländische Buschbohnen bröckelten ab, die für Stangenbohnen bestätigten sich. Für einheimische Frischerbsen sowie für übersichtlichen Brokkoli musste mehr als zuvor gezahlt werden. Süddeutscher Dill wurde kontinuierlich fest bewertet. Steinpilze stammten ausschließlich aus Rumänien, sie verbilligten sich etwas. Pfifferlinge blieben günstig.

Berlin 
Die wenigen, aber regelmäßigen Anlieferungen von Pfifferlingen aus dem Baltikum wurden zu 8,- bis 10,- € je kg recht glatt untergebracht. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Ware eher in Steigen und in geringem Umfang in Körben aufgemacht, was darauf hindeutet, dass die Gastronomie Hauptabnehmer ist. Steinpilze aus Polen und dem Baltikum waren selten und kosteten meist über 20,- € je 1-kg-Korb.
 

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
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Veröffentlichungsdatum: 03.09.2015

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin