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BLE-Marktbericht KW 34 Pflaumen: Zahlreiche Varietäten aus Deutschland

29. August 2019

Deutschland dominierte mit zahlreichen Varietäten die Vermarktung. Vorrangig konnte auf Cacaks Schöne, Top und Hanita zugegriffen werden. Nachgeordnet standen Bühler Frühzwetschge und Cacaks Fruchtbare bereit. 

Bildquelle: Shutterstock.com Pflaume
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Mit ersten Cacaks Beste, Ortenauer und Fellenberg fächerte sich das Sortiment auf. Die Güte ließ in der Regel keine Wünsche offen. Der Bedarf wurde durch die angewachsenen Anlieferungen problemlos gedeckt. Die Preise konnten von den Verkäufern allerdings nur selten angehoben werden, da die Verfügbarkeit schlichtweg zu üppig ausfiel. Mit gesenkten Aufrufen versuchten die Vertreiber in Frankfurt, die Abwicklungsgeschwindigkeit zu steigern. Zufuhren aus Osteuropa, meist Stanley und komplettierend Valjevka und President, rundeten die Warenpalette ab und stießen dank ihrer niedrigen Notierungen auf eine rege Beachtung. Wenige italienische und spanische Offerten von Susinen spielten im vielfältigen Angebot bloß eine sehr kleine Rolle.

Äpfel
Die Rolle der Importe aus Übersee begrenzte sich: Am ehesten konnte noch auf neuseeländische und chilenische Braeburn und Pink Lady zugegriffen werden. Südafrika komplettierte diesen Sektor. Die Produkte stießen auf weniger Zuspruch, da sich die Kunden vermehrt den europäischen Chargen zuwandten. Zudem ließ die Kondition der Partien Wünsche offen. Verbilligungen sollten den Absatz anregen und Bestände vermindern. Die Relevanz neuerntiger deutscher Delberastivale und Elstar verstärkte sich. Gravensteiner, Jonagold und Summerred folgten von der Menge her. Punktuell traten erste Alkmene und Boskoop auf. Aus Italien stammten vorrangig Royal Gala und Gravensteiner. Frankreich sendete unter anderem in zunehmendem Umfang Elstar sowie erste Gala. Granny Smith wurden in Frankfurt zu 24,- € je 18-kg-Karton angeboten. Dort fragte man zum Wochenende hin günstige spanische Granny Smith ziemlich intensiv nach. Summa summarum verliefen die Geschäfte recht unspektakulär und die Bewertungen veränderten sich nicht wesentlich.

Birnen
Italien dominierte mit Santa Maria und Carmen die Szenerie. Erste Williams Christ und Abate Fetel hatten ergänzenden Charakter. Frankreich beteiligte sich mit Dr. Jules Guyot und Williams Christ, Spanien mit Limonera. Ansehnlich ausgefärbte niederländische Gute Luise kosteten in Frankfurt 1,50 € je kg. Deutsche Williams Christ und Clapps Liebling gewannen an Bedeutung. Die Türkei schickte in einem anwachsenden Rahmen Santa Maria. Die Präsenz der Offerten von der südlichen Hemisphäre schwächte sich kontinuierlich ab. Die chilenischen und südafrikanischen Artikel waren kaum noch interessant und wurden daher örtlich bereits ausgelistet. Insgesamt gerieten die Notierungen des Sortimentes selten in Bewegung, da der Bedarf genügend gedeckt werden konnte.
 
Zitronen
Spanische Verna bestimmten kontinuierlich die Geschäfte, Eureka aus Südafrika und Argentinien ergänzten sie. Importe aus Chile gab es in Hamburg, Zuströme aus Uruguay in Frankfurt. Der Umschlag verlief durchaus freundlich und die Preise kletterten verschiedentlich aufwärts. Speziell die argentinischen Früchte verteuerten sich. In Hamburg wurden die südafrikanischen Artikel wegen einer zu schleppenden Nachfrage etwas billiger.

Kirschen
Die Saison endete: Es konnte bloß noch auf geringe Mengen aus dem Inland zugegriffen werden. Der Abverkauf verlief ohne spezielle Besonderheiten. Konditionsschwache Offerten wurden kaum umgeschlagen. Und auch mängelfreie Produkte räumten nur schleppend und meistens bloß mit gewährten Vergünstigungen.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanien beherrschte vor Italien das Geschehen. Französische Früchte waren recht hochpreisig und generierten daher nicht durchgehend ein freundliches Interesse. Günstige griechische Partien trafen in Berlin und München ein. Türkische Artikel ergänzten und konnten hinsichtlich ihrer organoleptischen Eigenschaften häufig überzeugen. Die Nachfrage präsentierte sich eher zurückhaltend, erst zum Wochenende hin verbesserte sie sich. Dennoch verharrten die Notierungen oftmals auf ihrem bisherigen Niveau. Verschiedentlich verteuerten sich die spanischen Abladungen, da sie sich verknappten. In Köln verminderten die Händler ihre Bewertungen, um die Unterbringungsmöglichkeiten auszuweiten, was aber nicht grundsätzlich gelang.

Blumenkohl
Deutschland beherrschte den Sektor, Polen und Belgien ergänzten ihn zuweilen. Die Qualität der Offerten überzeugte. Der Bedarf konnte ohne Schwierigkeiten befriedigt werden. Durch das Eintreffen erster polnischer Zuströme bröckelten in Frankfurt ab Dienstag die Notierungen ab. Dies beschleunigte die Vermarktung. In München war das Gegenteil zu beobachten, denn hier führten knappe Mengen zu Verteuerungen, die wiederum anschließend den Umschlag bremsten. In Hamburg verminderten die Händler wegen eines zu schleppenden Verkaufs ihre Aufrufe.

Salat
Bei Eissalat dominierte Deutschland; Ware aus den Niederlanden tauchte nur in Berlin, Frankfurt und Köln auf. Trotz sich zum Wochenende hin punktuell verbessernden Unterbringungsmöglichkeiten verharrten die Notierungen oftmals auf bisherigem Niveau. In Hamburg vergünstigten sich die einheimischen Artikel wegen zu langsamer Geschäfte. Kopfsalat stammte überwiegend aus dem Inland, Produkte aus den Beneluxstaaten komplettierten. Die Verfügbarkeit weitete sich aus und genügte, um das Interesse zu stillen. Die Preise entwickelten sich unterschiedlich: In Köln zogen sie für die einheimischen und in München für die belgischen Chargen an. In Frankfurt waren bei den Partien aus Belgien fast täglich Schwankungen zu erkennen, hervorgerufen unter anderem durch uneinheitliche Kopfgewichte. Die Bewertungen von Bunten Salaten aus Deutschland blieben häufig konstant. Das Angebot von Feldsalat harmonierte mit der Nachfrage und die Vertreiber sahen daher selten Anlass, ihre Forderungen zu modifizieren. Neben inländischen Endivien gab es in einem spärlichen Rahmen auch belgische in 6er- und 8er-Abpackungen.

Tomaten
Die Basis des Angebotes bildeten niederländische und belgische Früchte. Das Inland folgte von der Menge her. Italien und Polen ergänzten das Geschehen. Die Verfügbarkeit hatte sich leicht vermindert. Das Interesse blieb hingegen konstant. Also tendierten die Bewertungen oftmals nach oben. Allerdings waren nicht immer dieselben Warengruppen von den Verteuerungen betroffen, so stiegen in Hamburg und Frankfurt speziell die Preise der Fleischtomaten und in München am ehesten die der Rispenofferten. In der Hansestadt vergünstigten sich einheimische Kirschtomaten, da die niederländische und belgische Konkurrenz qualitativ keine Wünsche offenließ. Bloß Berlin berichtete von sinkenden Notierungen, da dort die Versorgung zu üppig ausfiel und zudem vermehrt billigere polnische Partien auftauchten.

Gemüsepaprika
Mit der Ankunft massiver Anlieferungen aus Polen kam Bewegung in die Vermarktung: Die Artikel setzten die dominierenden niederländischen und belgischen Chargen unter Druck, die sich fortan kontinuierlich vergünstigten. Nur sporadisch konnten sie sich diesen Verbilligungen entziehen. Lediglich in Köln waren keine polnischen Zuströme zu finden, hier verteuerten sich hauptsächlich gelbe und grüne Erzeugnisse aus den Niederlanden, was sich aber negativ auf ihre Unterbringung auswirkte. Einheimische gelbe und rote Produkte kosteten in Frankfurt 10,- € je 5-kg-Karton. Türkische Importe spielten generell eine kleine Rolle und konnten zu den bisherigen Preisen abgewickelt werden.


Weitere Informationen
Frankfurt
Bei den Orangen tauchten inzwischen Valencia Late aus Südafrika auf, die von argentinische Offerten ergänzt wurden. Chile schickte Fukumato, aus Südafrika stammten Cara Cara. Infolge einer begrenzten Versorgung verteuerten sich Heidelbeeren. Mit optimalen organoleptischen Eigenschaften erzielten polnische Erdbeeren bis zu 3,- € je 500-g-Schale. Inländische Früchte standen in differierender Qualität bereit, räumten zum Wochenende aber wieder recht befriedigend. Weißkohl und Rotkohl aus Deutschland vergünstigten sich. Nachdem die Preise der belgischen und niederländischen Auberginen stark nach oben sprangen, hatten billigere italienische, polnische und spanische Partien bessere Umschlagsmöglichkeiten. Die Verfügbarkeit von inländischen Stangenbohnen schränkte sich etwas sein, was die Bewertungen ansteigen ließ. Pfifferlinge konnten in sehr großen Mengen verkauft werden. Steinpilze bestätigten die Notierungen von 20,- bis 25,- € je kg. Tageweise traten aus Polen nicht die gewohnten Abladungen an Champignons in Erscheinung und die Forderungen schwankten daraufhin.
Hamburg
Granatäpfel aus Israel starteten mit diversen Kalibern zu 15,50 € je 3,5-kg-Karton in die Saison. Orangen aus Südafrika, Valencia Late, kosteten mehr als zuvor. Zucchini aus dem Inland präsentierten sich in einer uneinheitlichen Güte und die Preisspanne weitete sich aus. Üppig vorhandenem einheimischem Dill fehlten Absatzimpulse, sodass an niedrigeren Bewertungen kein Weg vorbeiführte.
Köln
Der Bedarf an Erdbeeren hielt sich sehr in Grenzen und auch Himbeeren interessierten kaum. Wenig beachtet wurden erste Preiselbeeren aus Osteuropa. Erste deutsche Hokkaidokürbisse generierten spärlichen Zuspruch.
München
Erdbeeren stießen auf eine unzulängliche Nachfrage, daher listeten sie viele Händler aus. Anderes Beerenobst verteuerte sich aufgrund eines rückläufigen Angebotes. Das Ende des kalendarischen Sommers machte sich schon in der zunehmenden Präsenz von Orangen an Valencia Late aus Südafrika sowie beginnenden Zuläufen an Maroc Late aus Marokko bemerkbar. Feigen und Limetten erfreuten sich besonders vor dem Wochenende eines regen Zugriffs. Die Notierungen von inländischen Frischerbsen, Buschbohnen und Stangenbohnen blieben stabil. Brokkoli und Dill blieben hochpreisig. Erste einheimische Steinpilze waren mit Kleinstmengen im Sortiment. Reichliche Pfifferlinge vergünstigten sich etwas.
Berlin
Deutsche, niederländische und polnische Erdbeeren interessierten in einem steten Rahmen. Ab Donnerstag belebte sich der Absatz nochmals, getrieben vom sommerlichen Wetter. Die Bereitstellung genügte und hielt die Preisgestaltung recht konstant. Pfifferlinge aus Osteuropa waren weiterhin begrenzt verfügbar und wurden vermehrt in 400-g-Holzkörben umgeschlagen. Für Standardware mussten 10,- bis 13,- € je kg bezahlt werden, rare Gourmetofferten lagen deutlich darüber. Seltene polnische Steinpilze kosteten zwischen 26,- und 30,- € je kg.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 34 / 19
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Veröffentlichungsdatum: 29.08.2019

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BLE, Marktbericht, Pflaumen, zahlreich, Varietäten, Deutschland