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BLE-Marktbericht KW 32 Tomaten: Die Versorgungslage wuchs an

15. August 2019

Die Niederlande und Belgien prägten das Geschehen. Deutschland, Italien und Spanien ergänzten. Rispenware aus der Türkei trat örtlich in Erscheinung. Die Nachfrage konnte mit der üppigen Bereitstellung nicht Schritt halten. Sämtliche Märkte berichteten von Verbilligungen, die von den Händlern gewährt werden mussten.

Bildquelle: Shutterstock.com Tomaten
Bildquelle: Shutterstock.com

Allen voran die niederländischen und belgischen Rispentomaten vergünstigten sich, zum Teil auch sehr massiv. Lediglich die inländischen Produkte konnten sich den fallenden Preisen meistens entziehen. Die gesenkten Forderungen belebten verschiedentlich das Geschäft, sodass sich der Umschlag oftmals beschleunigte, nachdem die Bewertungen gesenkt worden waren.

Äpfel
Die Importe von der südlichen Hemisphäre verloren an Bedeutung. Sie generierten weniger Interesse als zuvor und ihre Präsenz schränkte sich ein. Qualitativ konnten die Produkte durchaus noch überzeugen. Die Anlieferungen aus Europa dehnten sich aus: Vor allem Elstar aus Frankreich, den Niederlanden und dem Inland gewann an Wichtigkeit. Erste einheimische Gravensteiner trafen in München ein. Aus neuer Ernte standen zudem unter anderem Delberastivale, Discovery und Arkcham bereit. Aus Italien und Frankreich kamen ebenso Delberastivale. Aus dem alten Jahr gab es vorwiegend einheimische Elstar sowie italienische Granny Smith. Die Warenpalette war also breit aufgefächert. Die Früchte aus der diesjährigen Ernte waren noch relativ teuer, sodass deren Umschlag langsam verlief. Die Bewertungen von den Abladungen aus Übersee wurden oftmals gesenkt, um die Räumung zu beschleunigen. Die übrigen Notierungen verharrten oftmals auf dem bisherigen Niveau.

Birnen
Die italienischen Abladungen weiteten sich augenscheinlich aus: Vorrangig konnte auf Santa Maria und Carmen zugegriffen werden. Französische Dr. Jules Guyot und spanische Limonera spielten eine etwas größere Rolle im Sortiment, türkische Santa Maria eine kleinere. Die argentinischen, südafrikanischen und chilenischen Zufuhren schränkten sich ein und generierten kaum noch Beachtung; ihre Saison befindet sich vor ihrem Abschluss. Insgesamt gestaltete sich die Unterbringung recht freundlich. Verschiedentlich vergünstigten sich die europäischen Chargen mengeninduziert. Einheimische Williams Christ und Clapps Liebling komplettierten das Angebot, ihre organoleptischen Eigenschaften überzeugten aber nicht vollends.

Tafeltrauben
Italienische Victoria und Sugraone dominierten. Aus Italien stammten noch weitere zahlreiche Varietäeten, so etwa Supernova und Cotten Candy. Spanien beteiligte sich hauptsächlich mit Crimson Seedless und Superior. Französische Muscat d`Hambourg waren mancherorts zu teuer und verbilligten sich im Wochenverlauf, um die Abwicklung zu beleben. Griechenland ergänzte, Ägypten verschwand zusehends aus dem Sortiment. Türkische Sultana in 5-kg-Holzsteigen komplettierten die Warenpalette. Insgesamt konnte ein mäßiges, örtlich ein etwas freundlicheres Geschäft beobachtet werden. Die Bewertungen verharrten dabei in der Regel auf dem bisherigen Niveau. Ab und an mussten die Händler leichte Verbilligungen gewähren, da die Verfügbarkeit etwas zu üppig ausfiel.

Kirschen
Die Präsenz der vorherrschenden einheimischen Früchte schränkte sich massiv ein. Auch die Zufuhren aus der Türkei begrenzten sich. Die Niederlande, Belgien und die Slowakei rundeten das Angebot ab. In Hamburg tauchten Regina aus England auf, die zu 7,25 € in den Größen 28 mm+ verkauft wurden. Große Früchte ab 28 mm waren bei den Kunden am beliebtesten, auf die Bereitstellung kleinerer Produkte verzichtete man weitgehend. Die Qualität überzeugte noch. Da die Versorgung hinreichend mit der Nachfrage harmonierte, veränderten sich die Bewertungen nur sehr selten. In Köln gelang eine Räumung infolge eines zu schwachen Zuspruchs nicht. Die Kondition der türkischen Artikel schwächte sich in München zusehends ab; die Kampagne steht vor ihrem Abschluss.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanien bestimmte das Geschehen, von der Bedeutung her folgte Italien. Griechenland spielte eine kleine, Frankreich nur eine komplettierende Rolle. Die Türkei gewann an Wichtigkeit. Die Qualität überzeugte in der Regel und die angebotenen Durchmesser trafen den Geschmack der Kunden. Dennoch verliefen die Geschäfte nicht überall reibungslos. Die Verfügbarkeit fiel verschiedentlich zu umfangreich aus und überragte daher die Unterbringungsmöglichkeiten. Die französischen Produkte waren mancherorts zu teuer, sodass ihre Abwicklung ins Stocken geriet. Generell gerieten die Bewertungen aber nur selten in Bewegung. In Frankfurt wirkte sich eine verschlechterte Haltbarkeit der Offerten auf die Vermarktung aus. Dort trafen spärliche inländische Mengen in den Größen A und B ein, die 1,20 bis 1,70 € je kg kosteten.

Pflaumen
Deutschland dominierte mit Cacaks Schöne, Bühler Frühzwetschge, Top und Katinka und beteiligte sich zudem mit vielen anderen Varietäten wie Herman und Hanita an der Szenerie. Die Früchte überzeugten hinsichtlich ihrer Qualität. Dennoch war die Nachfrage nicht besonders stark ausgeprägt. Infolge der ausgedehnten Versorgung konnten die Händler Vergünstigungen nicht durchgängig vermeiden. Aufgrund der massiven Zunahme der inländischen Chargen hatte es die ausländische Konkurrenz schwer, auf den Plätzen ihre Marktanteile zu verteidigen. So generierten die osteuropäischen Produkte eher wenig Zuspruch. Und auch die spanischen, italienischen und französischen Offerten entwickelten sich mancherorts zum Ladenhüter. In München griffen Verarbeitungsbetriebe besonders gern auf Lepotica aus Moldawien und Serbien zu, da sich diese sehr festfleischig präsentierten. Einheimische Mirabellen waren in Köln zu teuer, sodass ihre Unterbringung ins Stocken geriet.

Zitronen
Spanien herrschte mit Verna vor. Argentinien und Südafrika spielten eine gewichtige Rolle im Angebot. In Hamburg trafen erste chilenische Artikel ein, die in 115-Stück-Kartons umgeschlagen wurden und hinsichtlich ihrer Güte keine Wünsche offenließen. Insgesamt konnte der Bedarf ohne Schwierigkeiten befriedigt werden. Lediglich in München war die Bereitstellung etwas knapp, was zu Verteuerungen führte. Ansonsten blieben die Notierungen auf dem bisherigen Niveau.

Bananen
Die Nachfrage war nicht besonders stark ausgeprägt. Ferien sowie das umfangreiche Angebot an Sommerobst schmälerten die Unterbringungsmöglichkeiten. Die Händler reduzierten ihre Bereitstellung und konnten so in der Regel Vergünstigungen vermeiden. Verschiedentlich verteuerten sich Zweitmarken und Drittmarken. Doch auch Verbilligungen waren an manchen Plätzen zu beobachten.

Salat
Bei Kopfsalat überwogen einheimische vor belgischen Chargen. Die Verfügbarkeit genügte, um das Interesse zu stillen. Die Notierungen blieben oftmals stabil, verschiedentlich tendierten sie auch ein wenig aufwärts. Eissalat kam überwiegend aus Deutschland, niederländische Partien ergänzten. Der Verkauf verlief recht freundlich, aber ohne besondere Höhepunkte. Die Bewertungen veränderten sich nur selten. In München zogen sie zunächst an, um zum Wochenende hin infolge einer abgeschwächten Nachfrage wieder abzusinken. Auch in Berlin kam es zu leichten Verteuerungen. Bei den Bunten Salaten harmonierten Versorgung und Bedarf gut miteinander. Die Händler hatten daher selten Anlass, ihre bisherigen Aufrufe zu modifizieren. Während in Frankfurt die Abwicklung recht flott verlief, stockte sie in München infolge eines zu schwachen Kundenzuspruchs. Einheimische Endivien generierten je nach Platz mal positiven und mal negativen Zuspruch. Die Konkurrenz aus Belgien war merklich teurer und ihre Unterbringung stagnierte. Feldsalat vergünstigte sich in Frankfurt und München.

Gurken
Das Angebot setzte sich aus deutschen, niederländischen und belgischen Offerten zusammen. Die Verfügbarkeit dehnte sich summa summarum aus und genügte, um den Bedarf zu decken. In Köln war die Nachfrage so schwach, dass eine Räumung nicht gelang. Die Notierungen bröckelten in der Mehrzahl ab. In Hamburg versuchten die Vertreiber zunächst, ihre Forderungen anzuheben, was die Kunden aber mit einer merklichen Kaufzurückhaltung quittierten. Also sanken die Bewertungen zum Wochenende hin wieder ab. In Frankfurt verminderten die Verkäufer ebenso ihre Aufrufe, was sich positiv auf die Abwicklung niederschlug. In München tendierten die Preise zum Wochenende hin abwärts. Bei den Minigurken trafen nach einer längeren Pause wieder türkische Importe ein: In Frankfurt kosteten sie 11,- bis 12,- € je 12x500-g-Karton. Deutschland und die Niederlande dominierten die Szenerie. Die Unterbringung erfolgte in einem kontinuierlich freundlichen Rahmen.

Gemüsepaprika
Die Niederlande dominierten, die Türkei und Spanien ergänzten das Geschäft. Polen, Marokko und Belgien spielten im Angebot eine untergeordnete Rolle. Inländische Abladungen gab es nur in einem spärlichen Rahmen. Das Interesse konnte ohne Probleme gestillt werden. Die Notierungen entwickelten sich sehr unterschiedlich. Für gewöhnlich brachen die Bewertungen der gelben und roten Offerten zum Wochenende hin ein wenig ein, während die der grünen aufwärts tendierten. In Berlin zeigte sich jedoch ein anderes Bild, denn dort vergünstigten sich die roten und gelben Artikel, während die gelben ihr preisliches Niveau halten konnten. In München vergünstigten sich die niederländischen und spanischen Produkte generell.


Weitere Informationen
Frankfurt
Die Saison von Preiselbeeren startete zu 8,- bis 9,- € je kg. Himbeeren blieben mit 2,40 bis 3,- € je 250-g-Schale recht teuer. Die Präsenz von türkischen Feigen dehnte sich aus und die Notierungen sanken ab. Aus Italien kamen erste Kaktusfeigen. Rote einheimische Stachelbeeren und schwarze Johannisbeeren kosteten maximal 4,- € je 500-g-Schale. Der Verkauf von Zucchini aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden verlief dank niedriger Bewertungen problemlos. Die Forderungen für Auberginen aus dem Beneluxraum wurden angehoben. Polen, Italien und das Inland ergänzten mit geringen Mengen. Das Interesse an Hokkaidokürbissen blieb verhalten. Dill und Petersilie aus dem Inland verteuerten sich. Für das Wochenendgeschäft wurden Steinpilze zu 28,- € je kg bereitgehalten.
Hamburg
Die höheren Forderungen der Vorwoche wirkten bei dem Geschäft mit Erdbeeren noch nach. Bei anwachsenden Anlieferungen konnte das Interesse nicht Schritt halten. Die Bewertungen wurden daher gesenkt, um den Absatz zu beschleunigen. Aber auch am Freitag gab es keine Entspannung.
Köln
Der Handel mit Melonen verlief eher zähflüssig, und eine Räumung gelang nicht. Recht ruhig war die Nachfrage nach Erdbeeren, allerdings gab es bei knappen Zuführungen fast keine Überhänge. Trotz ansprechender Qualität verliefen die Geschäfte mit Stangenbohnen und Buschbohnen schwach. Auch Lauch sowie das gesamte Sortiment an Kohl ließen sich nur schwer vermarkten. Die Präsenz von russischen Pfifferlingen dehnte sich aus, was zum Wochenende hin für Vergünstigungen sorgte.
München
Sowohl das Angebot als auch die Nachfrage nach Erdbeeren ließ weiter nach. Erzeugnisse vom Niederrhein, Restmengen aus bayerischem Anbau sowie belgische Offerten fanden lediglich in gleichmäßig fallenden Partien noch gute Aufnahme. Mit dem wieder wärmeren Wetter stieg der Bedarf an Himbeeren, Kulturheidelbeeren und Waldheidelbeeren erneut an. Feigen aus Italien und der Türkei erfreuten sich zunehmender Beliebtheit seitens der aufnehmenden Hand. Chicorée hatte sich auf einem höheren Preisniveau eingependelt. Heimische Zucchini blieben reichlich verfügbar. Brokkoli war wegen der sommerlichen Temperaturen wenig gefragt. Die Notierungen von Kohlrabi und Radieschen blieben stabil.
Berlin
Großfallende südafrikanische, peruanische und brasilianische Mandarinen, Nadorcott, generierten zu 21,- bis 24,- € je kg ein freundliches Interesse. 


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 32 / 19
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Veröffentlichungsdatum: 15.08.2019

Schlagwörter

Tomaten, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin