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BLE-Marktbericht KW 31 Apfel: Neuseeland, Chile und Argentinien deckten den Bedarf an Überseeimporten ab

08. August 2019

Deren Präsenz verringerte sich. Oftmals befanden sich diese Zufuhren im Mittelpunkt des Interesses, sodass sie genügend beachtet wurden. An einigen Plätzen verschob sich der Fokus aber auch schon auf die Artikel der neuen europäischen Ernte. In diesem Segment dominierte Deutschland mit zahlreichen Varietäten wie etwa Piros, Jamba, Galmac und Arkcham.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Die Niederlande schickten Discovery, Frankreich beteiligte sich mit Delberestivale. Aus dem letzten Jahr waren insbesondere noch einheimische Elstar und Jonagold anzutreffen, welche jedoch ab und zu unter organoleptischen Mängeln litten. Italienische Golden Delicious und Granny Smith rundeten das Sortiment ab. Generell verlief der Verkauf in einem kontinuierlichen Rahmen. Die Notierungen veränderten sich nicht wesentlich. Hier und da senkten die Vertreiber ihre Forderungen, um den Umschlag zu beschleunigen.

Birnen
Die Früchte aus Südafrika und Chile verloren an Bedeutung. Sie wurden aber durchaus freundlich nachgefragt, da die europäische Konkurrenz aus qualitativen Gründen nicht immer auf Anklang stieß. Die Preise verharrten meist auf dem bisherigen Level. In den Handel mit den europäischen Offerten kam Schwung, denn das Angebot verbreiterte sich: So gab es inzwischen auf allen Märkten französische Dr. Jules Guyot. Das spanische Gegenstück, Limonera, trat lediglich in München nicht auf. Italien sendete unter anderem Carmen und Santa Maria. Mit ersten türkischen Santa Maria, die in Hamburg bis zu 7,50 € und in Berlin minimal 6,- € je 4-kg-Packstück kosteten, wurde die Warenpalette ergänzt. Die Bewertungen blieben häufig stabil, tendierten wegen der üppigeren Abladungen ab und an auch ein wenig abwärts.

Erdbeeren
Der Abschluss der Saison war greifbar, denn sowohl die Nachfrage als auch die Verfügbarkeit begrenzte sich augenscheinlich. Die Präsenz der inländischen Mengen schmolz dahin. Belgien und die Niederlande ergänzten. In Köln versuchten die Vertreiber, ihre Aufrufe heraufzusetzen, was das Interesse merklich verringerte. In München waren die belgischen Offerten zu teuer, sodass sie nur mit Schwierigkeiten untergebracht werden konnten. Hier wirkte sich eine uneinheitliche Aufmachung negativ auf deren Umschlag aus. Berlin berichtete von einer flotten Vermarktung zu maximal 2,80 € je 500-g-Schale für die inländischen Früchte. Eine weite Preisspanne war in Frankfurt zu erkennen: Konditionsschwache Partien kosteten 1,50 € und knappe exklusive 3,- € je 500-g-Schale.

Kirschen
Die Präsenz der einheimischen Partien begrenzte sich augenscheinlich; die Saison bog auf ihre Zielgerade ein. Die Türkei spielte eine wichtigere Rolle im Sortiment, Belgien und verschiedene osteuropäische Länder komplettierten. Die eingeschränkten Abladungen stabilisierten oder erhöhten hier und da die Notierungen. Allerdings überzeugten einige Früchte hinsichtlich ihrer Festigkeit und ihres Geschmackes nicht. Vergünstigungen waren daher nicht immer zu vermeiden. Großkalibrige Offerten verteuerten sich in München leicht. In Köln wirkten sich die angehobenen Forderungen seitens der Vertreiber negativ auf die Abwicklungsgeschwindigkeit aus. Bestände konnten in Berlin trotz gewährter Verbilligungen nicht verhindert werden.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanien dominierte vor Italien und Griechenland. Frankreich und die Türkei kamen über einen ergänzenden Charakter nicht hinaus. In Frankfurt rundeten einheimische gelbfleischige Pfirsiche zu maximal 2,40 € je kg das Angebot ab. Der Handel verlief eher schleppend, örtlich lediglich zum Wochenende hin etwas flotter. Außerdem häuften sich infolge der Hitze die konditionellen Mängel der Produkte. Also bröckelten die Bewertungen meist ab. In München blieben die Notierungen konstant, da das freundliche Interesse den Umschlag beschleunigte.

Zitronen
Spanien überwog vor Südafrika und Argentinien. Die Geschäfte gestalteten sich unaufgeregt. Die Preise entwickelten sich unterschiedlich: In Berlin und München verharrten sie auf ihrem bisherigen Level. In Hamburg verteuerten sich die spärlichen argentinischen Importe und die südafrikanischen vergünstigten sich. In Köln verbilligten sich die spanischen Artikel nachfrageinduziert. In Frankfurt sanken die Notierungen des gesamten Sortimentes.

Bananen
Der Absatz war für gewöhnlich von den hohen Temperaturen geprägt. Das Sommerobst befand sich erkennbar im Fokus der Kunden. Überdies drosselten die Ferien den Verkauf, der somit offensichtlich bloß in ruhigen Bahnen verlief. Den Zufluss aus den Reifereien hatten die Händler genügend darauf abgestimmt. Also konnten sie die Bewertungen mehrheitlich auf dem Niveau der Vorwoche fixieren. Örtlich verbilligte sich jedoch die Erstmarke aus Panama und Ecuador, anderswo lediglich die aus Panama. Lokal verteuerten sich die Zweit- und Drittmarken aus Costa Rica, während sich dem gegenüber die Drittmarken aus Kolumbien vergünstigten. Um nicht zu sehr wegen witterungsbedingt verschärft drohenden Farbumschlags bei den Früchten in Stress zu geraten, wurde nur wenig Ware unmittelbar am Stand offeriert, die meisten Partien direkt aus dem Lager heraus disponiert.

Blumenkohl
Deutschland herrschte vor, Belgien trat nur örtlich auf. Die Versorgung schränkte sich zwar leicht ein, reichte aber aus, um den Bedarf zu befriedigen. Die Nachfrage zeigte sich nicht besonders stark und enttäuschte manchmal. Dabei konnte die Qualität durchaus überzeugen. Vergünstigungen sollten die Unterbringung beschleunigen, was indes nicht immer gelang.

Salat
Bei Eissalat dominierte Deutschland vor Belgien. In Hamburg trafen nur wenige inländische Chargen ein, da erhebliche Mengen an den LEH gebunden waren. Dies führte zu Verteuerungen. In Frankfurt, München und Berlin zogen die Notierungen zunächst an, was sich jedoch negativ auf den Absatz auswirkte. Also senkten die Vertreiber ihre Forderungen in Frankfurt wieder. In Köln waren Preisschwankungen zu erkennen, die auf einer uneinheitlichen Qualität basierten. Bei Kopfsalat bestimmten deutsche vor belgischen Offerten das Geschehen. Die Bewertungen der einheimischen Partien verharrten meist auf dem bisherigen Level, die der belgischen Artikel veränderten sich infolge unterschiedlicher Kaliber und Gewichte. In Hamburg waren die inländischen Produkte recht klein, weshalb sie sich vergünstigten. In München verbilligten sich die belgischen Anlieferungen ferienbedingt. Bunte Salate aus Deutschland konnten in einem kontinuierlichen Rahmen platziert werden. Die Vermarkter sahen daher bloß selten Anlass, ihre Aufrufe zu modifizieren, da die Bereitstellung hinreichend mit dem Interesse harmonierte. Einheimischer Feldsalat wies in Frankfurt organoleptische Mängel auf. In Köln wurde er kaum beachtet. München berichtete unterdessen von einer verminderten Verfügbarkeit, weshalb die Kunden tiefer in die Tasche greifen mussten.

Gurken
Die Präsenz von Schlangengurken begrenzte sich augenscheinlich. Verteuerungen waren allgegenwärtig, in Berlin sollte man zum Beispiel 1,- € je Stück á 400 g bezahlen. Die Nachfrage und damit auch der Handel verflachte merklich. Die Verkäufer gewährten Vergünstigungen, um das Geschäft zu beleben. Dies gelang in der Regel. In Köln überzeugten die Produkte hinsichtlich ihrer Güte nicht immer. Tägliche Preisbewegungen waren in Frankfurt festzustellen: Erst aufwärts tendierend, bröckelten die Notierungen ab Dienstag ab. Zum Wochenende hin intensivierte sich die Unterbringung und die Bewertungen kletterten abermals nach oben.

Tomaten
Die Niederlande und Belgien bildeten das Fundament des Angebotes. Von der Wichtigkeit her schlossen sich Deutschland und Italien an. Französische und spanische Offerten ergänzten. In Frankfurt und Hamburg schränkte sich die Verfügbarkeit ein. Die Folge waren Verteuerungen. Dies führte wiederum zu einem schwachen Interesse, weshalb die Vermarkter ihre Forderungen reduzierten. Dadurch beschleunigte sich der Umschlag, was aber kaum noch Auswirkungen auf die Preise hatte. Lediglich in Köln blieben die Notierungen stabil. Hier ließen die Früchte in Bezug auf ihre Ausfärbung Wünsche offen, was die Aufnahme bremste. In Berlin und München hatten die bisherigen Bewertungen weiter Bestand.

Gemüsepaprika
Die Notierungen der bedeutsamen niederländischen roten, gelben und orangen Chargen schossen aufwärts. Bis zu 20,- € je 5-kg-Verpackung sollte man bezahlen. Die Kunden quittierten diese Entwicklung mit einer merklich verminderten Nachfrage. Die Bewertungen bröckelten daraufhin ab, lagen letztlich aber auf einem höheren Niveau als am Wochenanfang. Bloß die grünen Artikel behielten in etwa das Preislevel der 30. KW bei. Durch die massiven Verteuerungen der Produkte aus den Niederlanden griffen die Käufer intensiver auf die Konkurrenz zu. So wurden die das Sortiment komplettierenden belgischen und polnischen Erzeugnisse flott untergebracht. Die Forderungen für die türkischen Importe stiegen zwar auch an, jedoch nicht in einem solchen Maße wie die der niederländischen Abladungen.


Weitere Informationen
Frankfurt
Für knappe und somit gesuchte qualitativ stabile Himbeeren und Stachelbeeren konnte man die Forderungen problemlos anheben. Aus der Türkei tauchten vermehrt dunkle Feigen auf; die Preispanne reichte von 8,50 und 12,- € je 18 bis 22 Stück. Die Einstände für spanische Gemüsezwiebeln verringerten sich stark, so wurden sie mittlerweile zu 9,- bis 11,- € je 10-kg-Sack veräußert. Einheimische Haushaltsware kostete zwischen 16,- bis 18,- € je 25 kg. Spanien schickte Zucchini und Auberginen trotz der sommerlichen Dominanz der mitteleuropäischen Anbaugebiete. Reichliche deutsche Buschbohnen und Stangenbohnen räumten stetig, aber ohne Besonderheiten. Dicke Bohnen und gelbe Wachsbohnen kamen aus dem nahen Ausland. Die Bewertungen von Weißkohl, Rotkohl und Wirsing sackten ab.
Hamburg
Für die 32. KW wurden per Luftfracht aus Israel frische Mangos erwartet. Hokkaidokürbisse aus Deutschland kosteten 1,40 € je kg. Die Präsenz von einheimischem Chinakohl intensivierte sich, was zu Vergünstigungen führte. Lauch aus Mitteleuropa verbilligte sich mengeninduziert. Spanische Gemüsezwiebeln und inländische Haushaltsware generierten zu wenig Nachfrage und die Preise tendierten daher abwärts.
Köln
Die Sommerferien sorgten für eine sehr schwache Aufnahme am gesamten Platz. Beerenobst war zwar nur in einem spärlichen Umfang vertreten, was jedoch genügte, um den Bedarf zu decken. Somit ergaben sich immer wieder größere Preisspannen mit einem Trend nach unten. Recht freundlich verlief der Handel mit Wassermelonen. Chicorée wurde teurer. Kleinste Partien an Stangenbohnen und Buschbohnen, überwiegend aus dem Inland, stillten das Interesse ohne Probleme.
München
Neben italienischen Feigen standen ab Mittwoch erste türkische Produkte bereit. Für brasilianische Erzeugnisse war die Saison schon zu Ende. In der verregneten ersten Wochenhälfte ging die Nachfrage nach Wassermelonen und Dessertmelonen deutlich zurück. Das Angebot an einheimischen Johannisbeeren und Stachelbeeren wurde dünner. Kulturheidelbeeren und Himbeeren lieferte man dagegen noch reichlich an. Chicorée verteuerte sich. Die höchsten Preisgewinne waren für das geringe Sortiment von Frischerbsen möglich. Die Notierungen von Buschbohnen und Stangenbohnen aus Deutschland tendierten aufwärts. Die Forderungen für inländische Zucchini veränderten sich nicht wesentlich. Rumänische Steinpilze waren nur in Kleinstmengen verfügbar und die Bewertungen verharrten auf einem festen Niveau.
Berlin
Türkische Feigen kosteten 9,- bis 10,- € je 1,4-kg-Packstück mit 20 Stück.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 31 / 19
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Veröffentlichungsdatum: 08.08.2019

Schlagwörter

Apfel, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin