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BLE-Marktbericht KW 20: Märkte waren genügend mit Birnen versorgt

24. Mai 2019

Mit den tonangebenden südafrikanischen und chilenischen Abladungen waren die Märkte genügend versorgt. Südafrika stellte dabei zahlreiche Varietäten wie Packham`s Triumph, Forelle und Abate Fetel bereit. Aus Chile kamen hauptsächlich Abate Fetel und Forelle.

Bildquelle: Shutterstock.com Birnen
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Argentinien schickte Williams Christ und rundete mit Anjou die Geschäfte ab. Die Unterbringung gestaltete sich recht ruhig und ohne besondere Höhepunkte. Dank ansprechender organoleptischer Eigenschaften der Früchte verharrten die Bewertungen meistens auf dem bisherigen Niveau. Dies war auch bei den letzten italienischen Abate Fetel und niederländischen Conference zu beobachten, die noch immer in einem kontinuierlichen Maße gekauft wurden. Türkische Santa Maria tauchten in Berlin und Hamburg auf.

Tafeltrauben
Mittlerweile hatte Chile Südafrika vom ersten Rang verdrängt und bestimmte mit Thompson Seedless und Crimson Seedless das Geschehen. Red Globe und Alphonse Lavallée ergänzten. Aus Südafrika stammten neben Thompson Seedless, Crimson Seedless und Flame Seedless auch La Rochelle, Bonheur und Barlinka. Indien beteiligte sich mit Thompson Seedless und Sonaka am Handel. Peruanische Zufuhren trafen lediglich in Berlin und München ein. Generell wiesen die Artikel qualitativ kaum Mängel auf. Die Notierungen entwickelten sich unterschiedlich: So zogen sie manchmal bei einzelnen Sorten oder sogar bei dem kompletten Angebot an. Dies wirkte sich aber jedoch negativ auf die Umschlagsgeschwindigkeit aus. In Hamburg mussten die Vertreiber ihre Aufrufe ab und an mindern, da die Güte nicht überzeugte.

Zitronen
Es trafen vermehrt spanische Verna ein, die die etablierten Primofiori zunehmend ablösten. Zudem traten erste südafrikanische Importe in Erscheinung, die zu 25,- € je 15-kg-Kiste veräußert wurden. Der Bedarf konnte problemlos befriedigt werden. Die Geschäfte gestalteten sich ohne besondere Vorkommnisse. Einstandsinduziert oder aufgrund einer verringerten Verfügbarkeit hoben die Vertreiber ihre Forderungen manchmal an, was sich aber nicht negativ auf den anschließenden Verkauf niederschlug.

Bananen
Der Handel verlief generell in relativ ruhigen Bahnen. Die Marktbeschickung aus den Reifereien korrelierte jedoch in einem genügenden Umfang mit dem Maß der Nachfrage. Dies bestätigte in der Regel konstante Notierungen. Ein verschiedentlich durchaus freundliches Interesse hatte keinerlei forcierende Wirkung auf die Preise. Örtlich vergünstigten sich zum einen sämtliche Zweit- und Drittmarken, zum anderen bloß die Zweitmarke aus Panama und Costa Rica. Lokal kennzeichnete ein häufiger Wechsel von Marken und Lieferländern den Vertrieb. Punktuell überraschten die eher selten auftauchenden Zufuhren aus Guatemala.

Blumenkohl
Zwar war eine Vielzahl von Herkünften am Geschehen beteiligt, der Bedarf konnte aber dennoch nicht durchgehend befriedigt werden. Deutschland dominierte vor Italien und Belgien; Frankreich, Spanien und die Niederlande ergänzten. Da die Versorgung zunächst knapp ausfiel, stiegen die Notierungen merklich aufwärts. Allerdings schlug sich dies negativ auf die Unterbringungsmöglichkeiten nieder, denn die Kunden verlangsamten die Abnahme. Also senkten die Vertreiber ihre Aufrufe zum Wochenende hin wieder, was den Absatz belebte.

Salat
Eissalat stammte vorrangig aus Spanien, jedoch schränkten sich die Zufuhren von dort massiv ein. Im Einklang dazu dehnte sich die Präsenz der einheimischen Chargen aus, was einen baldigen Wechsel an der Spitze des Sortimentes andeutete. Italien spielte nur eine sehr kleine Rolle. Die Abwicklung der spanischen Offerten erfolgte kontinuierlich, da diese bezüglich Preis und Qualität Vorzüge gegenüber den einheimischen hatten. Die deutschen Partien trafen speziell in München ein, waren aber oftmals zu teuer und generierten daher bloß begrenzten Zuspruch. Inländischer Kopfsalat wurde inzwischen vermehrt in 6er-Steigen veräußert. Die etablierte 12er-Aufmachung kostete in Frankfurt maximal 7,- €. Die Bewertungen blieben meist konstant. Dies galt auch für die belgischen Produkte, die insbesondere in München in Erscheinung traten. Der Verkauf von Bunten Salaten aus Deutschland wollte nicht so recht an Fahrt gewinnen, weshalb die Händler Vergünstigungen gewähren mussten, um Bestände zu vermeiden. Die Saison von einheimischen Endivien hatte bereits begonnen, mittlerweile intensivierten sich die Zuströme, die sich zu den italienischen und belgischen Angeboten gesellten.

Gurken
Die Verfügbarkeit der dominierenden inländischen und belgischen Schlangengurken verstärkte sich. Daneben gab es in größeren Mengen noch niederländische Abladungen. Griechische und spanische Anlieferungen komplettierten die Warenpalette. Das eher schwach ausgeprägte Interesse konnte ohne Probleme gestillt werden. Die Notierungen bröckelten häufig ab, da die Unterbringungsmöglichkeiten zu gering waren. Verteuerungen beobachtete man nur selten. Auch Minigurken vergünstigten sich. Diese kamen hauptsächlich aus den Niederlanden und Deutschland. Hinsichtlich ihrer Güte konnten sie nicht durchgängig überzeugen, was die Vermarktung selbstredend bremste.

Tomaten
Obwohl sich die Nachfrage durchaus freundlich präsentierte, hielt sie mit der üppigen Versorgung nicht Schritt. Bestände bildeten sich und mussten schnellstens abgebaut werden. Also griffen die Vertreiber zu Vergünstigungen, was die Umschlagsgeschwindigkeit aber nicht immer erhöhte. Von den Verbilligungen waren Früchte jeglicher Herkunft betroffen, letztlich sanken daher auch die Notierungen der inländischen Chargen. Die Niederlande und Belgien beherrschten das Angebot. Spanische, französische und italienische Partien ergänzten das Geschehen. Infolge ihrer niedrigen Preise ließen sich in München polnische Runde Tomaten flott platzieren. In Berlin tauchten nochmals marokkanische Artikel auf. In Hamburg wurden zum Wochenende hin qualitativ minderwertige Rispenofferten aus den Niederlanden zu 2,- € je 5-kg-Karton regelrecht verschleudert. Lediglich Frankfurt berichtete bei Kirschtomaten von einem steten Zuspruch.

Gemüsepaprika
Die Niederlande herrschten vor, die Türkei und Belgien rundeten die Vermarktung ab. Deutsche und marokkanische Abladungen komplettierten, spielten summa summarum aber nur eine spärliche Rolle. Die Bewertungen tendierten unisono abwärts. Die Gründe waren in einer zu umfangreichen Verfügbarkeit zu suchen, die das Interesse überragte. Allerdings gab es bei den Vergünstigungen Unterschiede hinsichtlich der Farben: Oftmals verbilligten sich die gelben Kultivare, häufig auch die orangen. Die roten Artikel hingegen verteuerten sich punktuell sogar ein wenig. Und für die grünen Produkte musste örtlich am meisten bezahlt werden. Da sich durch Ramadan die Abwicklung der türkischen Importe teils beschleunigte, konnten diese sich den Preisreduzierungen manchmal entziehen.

Spargel
Die Plätze wurden hauptsächlich durch einheimische Anlieferungen bedient. Weitere europäische Länder wie die Niederlande, Polen und Griechenland ergänzten die Szenerie mit geringen Zuströmen. Das schlechte Wetter schränkte die Versorgung ein. Da sich aber auch die Nachfrage begrenzte, entstand in der Regel kein Mengendruck. Verbilligungen waren allgegenwärtig; die Händler probierten so, ihre Läger halbwegs zu leeren. Erst zum Wochenende hin verbesserten sich die Unterbringungsmöglichkeiten und dank des gestiegenen Bedarfes konnten die Vertreiber hier und da Verteuerungen etablieren. Die Bewertungen von eher knappen grünen Stangen blieben auf einem hohen Niveau. Jedoch überzeugten sie bezüglich ihrer Güte nicht durchgängig, was sich wiederum negativ auf die Notierungen niederschlug.

 


Weitere Informationen
Frankfurt
Wassermelonen und das immer reichhaltigere spanische Angebot an Galiamelonen, Cantaloupmelonen und Honigmelonen taten sich schwer, Interesse zu generieren. Aprikosen vergünstigten sich. Wegen einer ausdehnenden Präsenz sanken die Bewertungen von Pfirsichen und Nektarinen, welche inzwischen vermehrt in Kaliber AA offeriert wurden. Erste neuseeländische Kiwis kosteten 19,50 bis 20,- € je 5,6-kg-Karton. Weißkohl und Spitzkohl aus Deutschland tauchten ab Donnerstag auf. Spanische und italienische lose Speisemöhren kaufte man ab Donnerstag sehr gerne. Morcheln verteuerten sich auf 50,- bis 55,- € je kg.
Hamburg
Kiwis aus Neuseeland starteten zu 23,- € je 10-kg- und zu 18,50 € je 5,6-kg-Kollo in die Saison. Portugiesische Blaubeeren wurden zu 1,40 € je 250-g-Schale umgeschlagen. Erhebliche Rückläufer niederländischer Brombeeren aus dem LEH fanden lediglich mit Vergünstigungen genügend Anklang. Vorzügliche Aprikosen aus Italien kosteten zum Auftakt der Kampagne je nach Durchmesser 2,- bis 2,50 € je kg. Für türkische Importe forderte man 15,- € je 5-kg-Packstück. Marokkanische Wassermelonen mit Kern wurden zu 0,50 € je kg in großen Holzboxen abgewickelt und setzten die dominierenden spanischen Früchte unter Abgabedruck. Qualitativ hochwertige französische Zucchini brachte man zu 7,- € je 5 kg und belgische zu 5,- € je 5 kg unter. Infolge einer verstärkten Konkurrenzsituation verbilligten sich französische und spanische Artischocken.
Köln
Die Präsenz spanischer Aprikosen, Pfirsiche und Nektarinen dehnte sich stetig aus. Die Nachfrage hielt mit diesem Trend allerdings nicht Schritt, wodurch es immer wieder zu Preissenkungen kam. Nach den schon seit der 18. KW verfügbaren neuseeländischen Goldkiwis konnten ab Mittwoch auch grüne Kiwis erworben werden. Die italienischen Partien vergünstigten sich daher sukzessive.

München
Bereits deutlich sichtbare Abladungen von spanischen und italienischen Aprikosen wurden von ersten türkischen Offerten ergänzt. Bei Süßkirschen aus Spanien, Griechenland und Italien zogen insbesondere die großen Kaliber das Interesse auf sich. Hier konnte man die festen Forderungen noch relativ problemlos bestätigen. Kleinfallende und beschädigte Produkte wurden von den Kunden indes vernachlässigt. Bei Melonen war der Saisonumschwung im Gange und das spanische Sortiment vervollständigte sich mit Cantaloupemelonen, Galiamelonen, Honigmelonen und Piel de Sapo. Auch italienische Cantaloupemelonen trafen in einem umfangreicheren Maße ein. Bei Wassermelonen gewannen die spanischen und italienischen Artikel an Wichtigkeit. Mit ersten neuseeländischen Ankünften und ausbleibenden Nachlieferungen aus Frankreich geriet der Markt von Kiwis in den Umbruch. Witterungsinduziert vergünstigte sich Rhabarber leicht. Die Notierungen von Zucchini stagnierten. Aufgrund der geringen Lagermengen wurden für Weißkohl und Rotkohl höhere Preis erzielt. Die Bewertungen von Lauch stiegen erheblich an.
Berlin
Spanische Aprikosen waren omnipräsent, schmeckten jedoch meistens nicht und wurden daher schon ab 2,- € je kg umgeschlagen. Die Geschäfte mit Pfirsichen und Nektarinen aus Spanien gestalteten sich zunächst ähnlich. Zum Wochenende trafen dann aber erste Partien im Kaliber AA ein, welche auch aromatisch überzeugten. Trotzdem war das Angebot insgesamt zu üppig und die Bewertungen entwickelten sich abhängig vom Geschmack teilweise gegensätzlich und lagen dann zwischen 4,- und 12,- € je 4-kg-Aufmachung. Süßkirschen aus Spanien, Italien und Griechenland generierten bei ansprechender Ausfärbung zunehmend Beachtung. Großfruchtige, dunkelrot ausgefärbte California kosteten 9,- bis 12,- € je kg. Die Umstellung beim Lauch von Winterware auf knappe Sommerkulturen trieb die Preise auf bis zu 2,- € je kg.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 20 / 19
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Veröffentlichungsdatum: 24.05.2019

Schlagwörter

Birnen, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin