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BLE-Marktbericht KW 16 / 19: Bei Kopfsalat überwogen belgische Abladungen

25. April 2019

Einheimische Partien gewannen merklich an Bedeutung und fehlten allein in Hamburg. Italien ergänzte das Geschehen. Die Notierungen kletterten mengeninduziert häufig nach oben, mitunter auch recht kräftig.

Bildquelle: Shutterstock.com Kopfsalat
Bildquelle: Shutterstock.com

Bei Eissalat gab es ausschließlich spanische Offerten. Wegen eines zu schwachen Zugriffs zeigten die Bewertungen generell einen abwärts gerichteten Trend auf. Die Vergünstigungen erfolgten entweder sukzessive oder einmalig im Verlaufe der Woche. Die Zugänge von einheimischen Bunten Salaten verdichteten sich. Frankreich hatte sich punktuell vom Geschäft verabschiedet. Italien rundete die Warenpalette ab. 

Verbilligungen waren wegen eines verschlechterten Interesses nur selten zu verhindern. Italienische Endivien stießen in München kaum noch auf Beachtung, in Hamburg verteuerten sie sich indes angebotsbedingt. Feldsalat wurde in Frankfurt flotter abgewickelt als zuvor.

Birnen
Südafrika herrschte unter anderem mit Packham`s Triumph, Williams Christ, Forelle und Cheeky vor. Die Präsenz von Abate Fetel dehnte sich kräftig aus; sie stammten aus Südafrika, Chile und neuerdings aus Argentinien. Chilenische Forelle und argentinische Anjou komplettierten das Angebot. Die Zufuhren hatten sich intensiviert und genügten, um den Bedarf ohne Schwierigkeiten zu befriedigen. Bei einer ruhig verlaufenden Unterbringung blieben die Bewertungen häufig konstant. Auch die Preise der italienischen Abate Fetel und der niederländischen Conference mussten nur selten modifiziert werden: Ansprechende Qualität wurde recht schnell abgewickelt. Da die europäischen Früchte günstiger als die Konkurrenz von der südlichen Hemisphäre waren, griffen die Kunden durchaus noch beherzt zu.

Äpfel
Deutschland dominierte weiterhin mit Elstar, Boskoop und Jonagold. Italien und Frankreich schickten vorrangig Granny Smith und Golden Delicious. Belgische Jonagold und niederländische Jonagored waren in Frankfurt dank ihres niedrigen Preises beliebt. In Berlin rundeten polnische Artikel die Warenpalette ab. Der Umschlag erfolgte ohne besondere Höhepunkte, sodass die Bewertungen oftmals auf dem Niveau der 15. KW verharrten. Die Vermarktung hatte sich dabei ab und an aufgrund der Ferien verlangsamt. Hier und da litten die einheimischen Produkte unter konditionellen Schwächen, was sich negativ auf die Notierungen auswirkte. Royal Gala aus Chile, Argentinien und Südafrika gewannen an Bedeutung. Daneben gab es aus Übersee neuseeländische Smitten sowie erste chilenische Elstar und südafrikanische Granny Smith. Diese Erzeugnisse spielten aber nur eine kleine Rolle und kamen über einen ergänzenden Charakter nicht hinaus.

Tafeltrauben
Die südafrikanischen und indischen Zuströme begrenzten sich augenscheinlich, die chilenischen Abladungen wuchsen derweil offensichtlich an. Es gab zahlreiche Varietäten, vorrangig wie zu diesem Saisonzeitpunkt gewohnt Thompson Seedless, Crimson Seedless und Red Globe. Daneben offerierte man La Rochelle und Bonheur aus Südafrika. Das Interesse war nicht besonders stark ausgeprägt und konnte mühelos gestillt werden. Die Händler versuchten, Vergünstigungen mit einer reduzierten Versorgung entgegenzutreten, was meist auch gelang. In Frankfurt war bei Produkten mit Kern ein fast täglich wechselndes Sortenspektrum zu beobachten.

Zitronen
Spanische Primofiori gab es monopolartig. Mäßige Geschäftsabschlüsse kennzeichneten das Geschehen. Die Abwicklung hatte sich dabei aber manchmal durchaus beschleunigt Bei einer an dem Bedarf orientierten Verfügbarkeit veränderten sich die Bewertungen nur sehr selten. Lediglich in Hamburg verteuerten sich die Offerten etwas.

Bananen
Wegen der verkürzten Woche schränkten die Händler die aus den Reifereien zugehenden Mengen ein wenig ein. Einerseits hatte sich der Verkauf dank der bevorstehenden Feiertage intensiviert, andererseits verlangsamte das wärmer werdende Frühlingswetter die Vermarktung. Die Bewertungen oszillierten überwiegend auf ihrem bisherigen Niveau, da der Grad der Versorgung für gewöhnlich genügend mit der Räumungsgeschwindigkeit korrelierte. Punktuell hatte sich das Interesse zwar merklich verbessert, doch aufgrund des ansehnlichen Warennachschubs ließen sich keine Verteuerungen etablieren. Örtlich verbilligte sich dem gegenüber die Zweitmarke aus Kolumbien und Costa Rica.

Blumenkohl
Frankreich dominierte vor Italien. Spanische und belgische Zuströme tauchten nur in Frankfurt und Köln auf. Erste Zufuhren aus Deutschland setzten sich direkt an die Preisspitze. Die Verfügbarkeit dehnte sich zwar aus, da sich jedoch auch die Nachfrage steigerte, konnten Verbilligungen in der Regel vermieden werden. Stattdessen waren bei ausgeweiteten Unterbringungsmöglichkeiten Verteuerungen offensichtlich. In Hamburg mündete der inländische Saisonstart derweil in Vergünstigungen bei den französischen und italienischen Artikeln. Und in Köln wirkte sich die schwindende Qualität der italienischen Chargen negativ auf die Bewertungen des kompletten Sortimentes aus.

Gurken
Belgien, die Niederlande und Deutschland herrschten beim Handel mit Schlangengurken vor. Die Versorgung intensivierte sich. Dies hatte Auswirkungen auf die Preise: Da die Nachfrage nicht mit der Verfügbarkeit Schritt halten konnte, tendierten diese meist nach unten. In Berlin vergünstigten zudem gefallene Einstandsforderungen das Sortiment. Bis zum Wochenende hin kam es in Hamburg und München wieder zu anziehenden Bewertungen, da die niedrigen Temperaturen zu verbesserten Unterbringungsmöglichkeiten führten. In Frankfurt waren die Aufrufe für die niederländischen Produkte zu hoch, sodass deren Absatz ins Stocken geriet. Bei den Minigurken dominierten die Niederlande und Deutschland. Die Notierungen bröckelten oft ab, was auf einem langsamen Umschlag basierte.

Tomaten
Die Bewertungen bewegten sich unisono abwärts. Die Gründe hierfür waren in den ausgedehnten Mengen, in einem zu schwachen Interesse und in einer nachlassenden Qualität zu suchen. Die Märkte berichteten aber nicht einheitlich von bestimmten Warengruppen aus speziellen Ländern, die sich vergünstigten, stattdessen verbilligten sich mal die niederländischen Rispenofferten, andernorts die italienischen Kirschtomaten oder die belgischen Runde Tomaten. Immerhin klappte es, durch die reduzierten Preise Überhänge zu minimieren. Das Fundament des Angebotes bildeten niederländische und belgische Partien. Ergänzend standen italienische und spanische Chargen bereit. Marokkanische Importe komplettierten die Szenerie. Die Präsenz von einheimischen Früchten nahm stetig zu und deren Abwicklung verlief mitunter recht freundlich.

Gemüsepaprika
Die Niederlande dominierten vor Spanien und der Türkei. Belgien rundete das Geschehen ab. In Hamburg tauchten erste einheimische grüne Artikel auf, die 15,- € je 5-kg-Kollo kosteten. Generell hob sich das Preislevel meist an, da sich der Schwerpunkt der Geschäfte auf die teuren niederländischen Produkte schob und die günstigeren spanischen Abladungen ins Hintertreffen gerieten. Insbesondere für die gelben und roten Kultivare zahlte man mehr als zuvor, da sie am beliebtesten waren. Bei den türkischen Zuströmen mussten die Kunden vor allem in Berlin tiefer in die Tasche greifen: Bis zu 26,- € je 6-kg-Karton wurden von den Vertreibern verlangt, was sich aber postwendend in einem entschleunigten Umschlag bemerkbar machte. In der Hauptstadt waren auch die Aufrufe für die niederländischen Zugänge zu hoch, sodass man als Alternative noch einmal billigere marokkanische Erzeugnisse offerierte, um den Bedarf zu decken.


Weitere Informationen

Frankfurt
Der Verkaufszeitraum von marokkanischem und spanischem Steinobst begann am Montag mit Partien in Größe B, später folgten kleinere Mengen in A-Sortierung. Die Preise von Brokkoli bröckelten sukzessive. Auberginen verteuerten sich. Zucchini blieben günstig. Der Platz war an den ersten beiden Tagen nur sehr knapp mit Gemüsezwiebeln versorgt. Kühlhausware kostete bis zu 18,50 € je 25-kgSack. Für Steinpilze sollte man 38,- bis 40,- € und für Pfifferlinge 50,- € je kg bezahlen. Italienische Sommertrüffel wurden gerne mitgenommen. Schnell räumten am Donnerstag die Bestände von weißen Champignons. Kräuter für Frankfurter Traditionsgericht Grüne Soße ließen sich zwar gut vermarkten, erreichten aber nicht das Volumen der Vorjahre.

Hamburg
Kernarme und kernlose Wassermelonen aus Spanien eröffneten zu maximal 1,40 € je Stück die Saison. Spanische Nektarinen und Pfirsiche wurden zu 18,- € je 4-kg-Steige mit 30 Stück untergebracht. Der Abschluss der spanischen Kampagne verteuerte Auberginen aus den Niederlanden, Belgien und der Türkei. Demnächst sollen Buschbohnen aus Italien ankommen.

Köln
Das Beerenobst stand ganz im Zeichen der Erdbeeren. Immer noch schwach verlief der Verkauf von Rhabarber. In einem kleinen Rahmen trafen spanische Wollmispeln ein. Mangold und Spitzkohl aus Deutschland komplettierten die Warenpalette. Erste Haushaltszwiebeln aus Neuseeland tauchten auf. Bärlauch konnte stetig abgewickelt werden.

München
Spanische Pfirsiche und Nektarinen erfuhren nicht das erhoffte Interesse und wurden wegen hoher Eingangsforderungen kaum geordert. Früher als in den Vorjahren begann die europäische Saison von italienischen Melonen sowie spanischen Wassermelonen. Himbeeren und Kulturheidelbeeren konnten von der regen Nachfrage preislich profitieren. Das weiterhin eher begrenzte Angebot an südamerikanischen Limetten verteuerte sich wegen einer verbesserten Aufnahme nochmals. Süddeutsche Bundzwiebeln vergünstigten sich mengeninduziert etwas. Spanischer Chinakohl wurde von ungarischen Importen flankiert. Die Bewertungen von Brokkoli gaben wieder nach. Belgischen Chicorée schlug man mit festeren Aufrufen um.

Berlin
Ab Montag fanden sich punktuell erste spanische Pfirsiche am Platz ein, sie waren allerdings sehr klein und mit 4,- € je kg auch recht teuer. Das Sortiment an spanischen Wassermelonen wuchs deutlich an. Das Ende der Kampagne Costa Ricas sowie die ansteigenden Temperaturen beschleunigten das Geschäft mit den saftigen, kernarmen Früchten, sodass diese zu 1,20 bis 1,80 € je kg zügig räumten.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 16 / 19
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Veröffentlichungsdatum: 25.04.2019

Schlagwörter

Salat, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin