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BLE-Marktbericht KW 07 Birnen: Die Präsenz der europäischen Offerten schränkte sich ein

21. Februar 2019

Italienische Abate Fetel und Santa Maria bildeten dabei die Basis des Angebotes. Conference aus den Niederlanden und Belgien sowie einheimische Alexander Lucas und niederländische Vereinsdechantsbirnen ergänzten.

Bildquelle: Shutterstock.com Birnen
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In Frankfurt kosteten niederländische Xenia 1,20 € je kg. Die Abladungen aus Südafrika intensivierten sich derweil: Erste Packham`s Triumph gesellten sich zu Rosemarie und Williams Christ. Letztere waren mitunter jedoch zu klein, sodass sie nur wenig Beachtung generierten. Generell genügten die begrenzten Mengen, um den Bedarf zu decken, da dieser nicht besonders stark ausfiel. Punktuell konnten sich die Notierungen verfestigen, meistens blieben diese aber stabil.

Äpfel
Einheimische Chargen prägten das Geschehen; allen voran Elstar, Jonagold und Boskoop. Aus Italien kamen vorrangig Granny Smith und Golden Delicious. Frankreich beteiligte sich hauptsächlich mit Jazz und Pink Lady am Handel. Niederländische und belgische Partien komplettierten ebenso wie billige polnische, die in Berlin zu 0,50 € je kg die Warenpalette abrundeten. Der Valentinstag belebte nicht immer wie in den Vorjahren den Umschlag, speziell mit dem Verkauf von Pink Lady war man nicht durchgängig glücklich. Insgesamt konnte die konstante Nachfrage ohne Schwierigkeiten befriedigt werden. Überzeugte die Güte, bestätigten die Bewertungen in der Regel ihr bisheriges Niveau. In München akzeptierten die Kunden leichte Verteuerungen für einheimische Früchte; französische und italienische vergünstigten sich dort etwas. In Köln warf der Karneval seine Schatten voraus: Der Vertrieb flachte ab und geringe Anlieferungen reichten aus, um das Interesse zu stillen.

Tafeltrauben
Südafrikanische Früchte, allen voran Thompson Seedless, Crimson Seedless und Flame Seedless, herrschten vor. Dan Ben Hannah gewannen an Wichtigkeit und erste Regal Seedless und Alphonse Lavallée rundeten das Sortiment ab. Namibia lieferte vorrangig Thompson Seedless und zahlreiche ArraVarietäen und zog sich zusehends aus dem Geschäft zurück. Auch die peruanischen Zufuhren verschwanden zunehmend. Chile spielte eine etwas größere Rolle als zuvor, hatte aber wie Brasilien summa summarum nur komplettierenden Charakter. Die höheren Temperaturen belebten augenscheinlich das Geschehen, denn die Kunden griffen vermehrt zu. Dies wirkte sich jedoch nicht auf die Bewertungen aus, da die Warenpalette schlichtweg zu üppig war, um Verteuerungen zu etablieren. Bloß vereinzelt ließen sich diese durchsetzen. Südafrikanische Melody wiesen in Frankfurt eine breite Preisspanne auf, hervorgerufen durch eine uneinheitliche Qualität. Erste indische Thompson Seedless wurden in Hamburg direkt an den LEH weitergeleitet und berührten daher nicht den Markt.

Orangen
Bei den Blondorangen überwogen wie zuletzt spanische Navelina. Navel, Salustiana und Navelate gleicher Herkunft verstärkten ihre Bedeutung. Türkische Washington Navel sowie marokkanische Salustiana und Navel ergänzten die Szenerie und wurden mitunter gerne gekauft. Navel aus Griechenland und Italien gab es nur in spärlichen Mengen. Ägyptische Valencia Late konnten in Hamburg zu 12,50 € je 15-kg-Packstück flott untergebracht werden. Im Segment der Blutorangen dominierten italienische Moro und Tarocco, deren Fleisch in Berlin dank toller Ausfärbung begeisterte. Spanische Sanguinelli und Cara Cara waren selten anzutreffen. Das Angebot genügte, um das Interesse, welches sich örtlich zum Wochenende hin intensivierte, zu stillen. Die Notierungen veränderten sich derweil nicht wesentlich. Lediglich in Köln bröckelten die Preise ab, was auf einem eingeschränkten Zuspruch gründete. In Hamburg mussten die Händler des Öfteren Umsortierungen vornehmen, um konditionsschwache Offerten auszusieben.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Clementinen verloren augenscheinlich an Wichtigkeit; die Saison steht vor ihrem Abschluss: Die Präsenz spanischer Clemenules begrenzte sich merklich. Italien und Marokko verschwanden vermehrt aus der Vermarktung. Mandarinen befanden sich im Mittelpunkt: Spanische Clemenvilla, Murcott und Nadorcott herrschten vor. Die Türkei, Marokko und Italien komplettierten. Israelische Orri überzeugten hinsichtlich ihrer Güte kontinuierlich und waren häufig teuer. In Köln vergünstigten sich die größeren Kaliber ein wenig. Spanische Orri generierten in Frankfurt zu 2,75 bis 3,- € je kg kaum Beachtung. Türkische Murcott waren in Berlin zwar köstlich, litten aber unter Schalenfehlern und konnten daher selbst zu 0,90 € je kg bloß in geringem Umfang platziert werden. Auch italienische Mandared blieben zu 9,- € je 6-kg-Kiste in der Hauptstadt ein Ladenhüter. Insgesamt zeigten sich die Vertreiber mit dem Verkauf durchaus zufrieden. Die Bewertungen verharrten meist auf dem Niveau der 06. KW.

Zitronen
Spanische Primofiori dominierten. Die Türkei rundete das Angebot ab. In München traten daneben noch spärliche griechische Zuflüsse auf. Ein steter Umschlag sicherte für gewöhnlich konstante Notierungen. In Hamburg wiesen die spanischen Offerten eine breite Preisspanne von 14,- bis 23,- € je 15-kg-Kollo auf, basierend auf einer uneinheitlichen Qualität. Die Bewertungen bewegten sich in der Regel in ihrem bisherigen Rahmen.

Bananen
Der Handel verlief fortwährend in ruhigen Bahnen. Zum Wochenende hin intensivierte sich ein wenig der Zugriff. Die Bewertungen blieben daher oftmals stabil. In Frankfurt vergünstigte sich die Zweitmarke; die Drittmarken verteuerten sich hingegen aufgrund ihrer dosierten Zuflüsse. In München stiegen dank eines genügenden Interesses die Notierungen des ganzen Sortimentes, mit Ausnahme der Erstmarke. Generell berichtete man in Hamburg von einer verdichteten Nachfrage, was aber wegen der üppigen Versorgung keine positiven Auswirkungen auf die Preise hatte. In Köln vermochten die Vertreiber ihre Forderungen für die Erstmarke aus Panama sowie die für sämtliche Zugänge aus Costa Rica etwas anzuheben. In Berlin gab es keine wesentlichen Veränderungen der Geschäftslage.

Blumenkohl
Frankreich dominierte vor Italien und Spanien das Geschehen. Letztere Herkunft lieferte dabei keine 8er-Aufmachungen. Die Verfügbarkeit reichte aus, um den Bedarf zu decken. Die Preise der verschiedenen Länder befanden sich summa summarum ungefähr auf einem ähnlichen Niveau. Die Qualität überzeugte, wobei insbesondere die der französischen Chargen ziemlich exklusiv war. Die Notierungen verharrten häufig auf dem bisherigen Stand. Ab und an fielen sie infolge verstärkter Zuströme auch ab.

Gurken
Bei den Schlangengurken prägte Spanien mit großem Vorsprung das Geschehen und war ab und an fast Alleinherrscher. Die Niederlande und Belgien ergänzten wie Griechenland, was lediglich in München in Erscheinung trat. Spärliche französische Chargen gab es nur in Frankfurt. In München tauchten unfolierte einheimische Artikel aus Franken auf, die aufgrund der hohen Forderungen bloß gedämpft nachgefragt wurden. Wegen mangelnder Konkurrenz zogen in Frankfurt die Bewertungen an. Auch in Hamburg kletterten diese für die spanischen, belgischen und niederländischen Abladungen an. In Berlin beeinflusste das Ende der Ferien die Unterbringungsmöglichkeiten positiv, was wiederum die Preise ansteigen ließ. In München und Köln tendierten die Notierungen angesichts einer verlangsamten Abwicklung abwärts. Bei den Minigurken bestimmte die Türkei die Szenerie; die Niederlande komplettierten sie ebenso wie Spanien und Griechenland. Infolge einer angewachsenen Verfügbarkeit mussten die Vertreiber ihre Aufrufe häufig vermindern.

Tomaten
Spanien dominierte. Mit Italien, den Niederlanden, Marokko, der Türkei und Belgien waren weitere Länder mit einigen Mengen am Geschäft beteiligt, welches Tunesien und Griechenland mit geringen Anlieferungen abrundeten. Die Versorgung dehnte sich aus. Das Interesse verharrte indes auf bisherigem Niveau, sodass sich recht schnell Bestände bildeten. Um diese aufzulösen, mussten die Verkäufer oftmals ihre Forderungen senken. Doch auch dann gelang eine Räumung nicht durchgängig. Die Ausfärbung der Früchte überzeugte in München nicht immer, was sich ebenfalls negativ auf die Preise auswirkte. In Frankfurt konnten Honigtomaten zu 40,- € je 3-kg-Karton problemlos umgeschlagen werden. In Köln waren Rispenofferten gegen Gebot zu bekommen. Seltene Verteuerungen basierten meist auf einer verminderten Bereitstellung.


Weitere Informationen
Frankfurt
Für den Valentinstag wurden spanische Erdbeeren in besonderen Verpackungen in Herzform oder mit schönen farbigen Banderolen präsentiert, was der Nachfrage situationsbedingt auf die Sprünge half. Ab Mittwoch führte man erste spanische Heidelbeeren, in herzförmigen Deckelschalen zu 2,40 € je 125 g zu. Nektarinen aus Chile in 5- und 7-kg-Kartons waren ab Montag verfügbar, generierten aber nur unzureichende Beachtung. Erste Paraguayos wurden indes flott vertrieben. Auberginen stammten inzwischen auch aus den belgischen Glashäusern. Die Niederlande sendeten 150-g- und 225-g-Produkte. Marokkanische Stangenbohnen verteuerten sich nochmals. Für lose Möhren aus dem Inland, Belgien, Italien und den Niederlanden wurden 0,70 bis 0,95 € je kg gefordert. Die Preise für inländischen Weißkohl blieben fest. Neben einheimischen Haushaltszwiebeln vermarktete man niederländische in 35/50 mm und 40/60 mm. Spanische Gemüsezwiebeln vergünstigten sich ab der Wochenmitte ein wenig. Die Bewertungen von Roten Zwiebeln in 10-kg-Säcken kletterten sukzessive aufwärts.
Hamburg
Das sonnige Wetter beflügelte den Absatz von spanischen Erdbeeren, sodass am Freitag auf die 500-gSchalen zu 2,70 € lebhaft zugegriffen wurde. Auch Himbeeren aus Spanien und Marokko verteuerten sich. Deutscher Spargel aus dem beheizten Anbau wird in der 11. KW erwartet. Die Preise von knappen spanischen Auberginen stiegen an. Zucchini gleicher Herkunft hatten mit marokkanischen und türkischen Mitstreitern zu kämpfen und die Bewertungen zogen nur leicht an.
Köln
Da sich die Geschäfte bis zum Aschermittwoch bei vielen Anbietern vor allem im Gemüsesegment sehr beruhigen, arbeitet man bis dahin mit einer Dosierung des Angebotes. Auf der Obstseite wird sich in naher Zukunft nur was bei den Zitrusfrüchten bewegen, ansonsten ist hier ebenso eher mit einem unaufgeregten Handel zu rechnen.
München
Nach Beendigung der Saison für nordafrikanische Erdbeeren standen spanische und einsetzende süditalienische Artikel bereit; die niedrigen Temperaturen in den Erzeugergegenden und der Valentinstag verteuerten die Offerten. Griechische Ergänzungen zeigten sich am gefälligsten und generierten die meiste Aufmerksamkeit. Der Mengendruck bei südamerikanischen Kulturheidelbeeren ließ nach, sodass die Preisuntergrenze wieder deutlich nach oben wies. Steinobst aus Südafrika und Chile trat kaum noch in Erscheinung. Neben spanischen Kakis tauchten mittlerweile erste israelische Sharonfrüchte auf. Die Notierungen von italienischem Radicchio veränderten sich nicht wesentlich. Rucola vergünstigte sich. Buschbohnen und Stangebohnen waren eingeschränkt vorrätig und die Bewertungen verfestigten sich. Zucchini und Auberginen verbilligten sich etwas. Petersilie und Dill blieben knapp.
Berlin
Qualitativ exklusive und per Flugzeug aus Brasilien und Peru eingetroffene Mangos kosteten zwischen 36,- und 39,- € je 9er-Aufmachung, was den Kunden allerding zu teuer war. Im Wochenverlauf sanken die Forderungen daher. Die bis dato dominierenden Auberginen aus Spanien bekamen ab Freitag Konkurrenz durch erste niederländische Partien. Für letztere mussten mit 11,- € je 5-kg-Karton zwar rund 2,- € mehr als für das spanische Pendant gezahlt werden, dies schmälerte ihre Beliebtheit aber nicht.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 07 / 19
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Veröffentlichungsdatum: 21.02.2019

Schlagwörter

Birnen, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin