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BLE-Marktbericht Äpfel KW 34: Das neuerntige deutsche Angebot verstärkte sich

30. August 2018

Elstar, Royal Gala und Jonagold flossen vermehrt zu. Mit Boskoop, Topaz und Wellant trafen weitere Varietäten ein. Frühsorten wie Delbarestivale und Gravensteiner verloren hingegen etwas an Bedeutung.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Französische und italienische Granny Smith gewannen indes an Wichtigkeit. Generell herrschte ein recht freundliches Interesse vor. Allerdings waren Vergünstigungen nicht immer zu vermeiden, da der Bedarf zu schwach für die angewachsene Versorgung war. Um keine Bestände aufkommen zu lassen, reduzierten die Verkäufer ab und an ihre Forderungen, was sich positiv auf den Warenumschlag auswirkte. Die Zeit der Importe aus Übersee neigt sich ihrem Ende entgegen: Die neuseeländischen, chilenischen, südafrikanischen und argentinischen Partien generierten nur noch einen schwachen Zuspruch und wiesen immer öfter qualitative Mängel auf. Die Kurse tendierten eher abwärts als nach oben.

Birnen
Das Angebot fächerte sich auf, unter anderem stießen einheimische Gute Luise und Conference sowie niederländische Clapps Liebling neu hinzu. Abate Fetel aus Italien trafen nun auf mehreren Märkten ein; sie wurden in unterschiedlichen Aufmachungen präsentiert. Santa Maria stammten aus der Türkei, Italien und Spanien und gewannen insgesamt an Bedeutung. Frankreich beteiligte sich mit Dr. Jules Guyot sowie Williams Christ an der Vermarktung. Die verhaltene Nachfrage konnte ohne Schwierigkeiten gedeckt werden. Hielten sich Verfügbarkeit und Interesse die Waage, konnten die bisherigen Bewertungen bestätigt werden. Ab und an mussten die Vertreiber diese aber auch senken.

Erdbeeren
Es konnte fast ausschließlich auf einheimische Chargen zugegriffen werden, punktuell wurden sie von niederländischen, italienischen und belgischen Partien flankiert. Die Saison steht vor ihrem Abschluss; eine gewisse Kundensättigung war nicht zu übersehen und die Nachfrage fiel eher gebremst aus. Zudem waren die Produkte ab und an zu klein und sie wiesen eine begrenzte Haltbarkeit auf, was die Vermarktung zusätzlich entschleunigte. Die Forderungen blieben zwar für gewöhnlich auf einem hohen Niveau, die Unterbringung gestaltete sich aber zunehmend schwieriger. In Köln senkten die Verkäufer zunächst ihre Aufrufe um die Abwicklung positiv zu beeinflussen. Am Freitag konnten sie ihre Bewertungen dann wieder ein wenig erhöhen.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Verfügbarkeit schränkte sich zwar ein, genügte aber, um den Bedarf vollends zu decken. Dominiert wurde die Vermarktung von Spanien, gefolgt von Italien. Französische und türkische Abladungen ergänzten ebenso wie griechische. Das Interesse war nicht besonders stark ausgeprägt. Die Notierungen entwickelten sich uneinheitlich. Je nach Zugriffsintensität und Qualität bröckelten sie mal ab oder stiegen an. So vergünstigten sich in Frankfurt die italienischen Produkte güteinduziert. Dort verteuerten sich im Gegensatz dazu aber die französischen Artikel. In München stiegen die Bewertungen der italienischen Chargen mengeninduziert an. Ware mit organoleptischen Schwächen, wie sie in Hamburg ab und an zu finden war, musste selbstredend mit Verbilligungen abgegeben werden. In der Hansestadt konnte man speziell Früchte mit großem Durchmesser flott umschlagen. In Köln waren die französischen Anlieferungen trotz hoher Eingangspreise am beliebtesten.

Bananen
Die Bereitstellung wurde in der Regel hinreichend auf die Unterbringungsmöglichkeiten angepasst. Diese hatten sich punktuell ein wenig vermindert. Meist verharrten die Notierungen auf dem bisherigen Niveau, vereinzelt bröckelten sie aber auch ab. Die Bewertungen der Erstmarke waren von dieser Entwicklung jedoch ausgeschlossen, sie blieben konstant.

Blumenkohl
Deutsche Chargen waren fast allein auf weiter Flur, auf einigen Märkten tauchten zudem belgische und niederländische Köpfe auf. Die Verfügbarkeit war nicht zu üppig, mancherorts sogar eher begrenzt. Demzufolge zogen die Kurse an, zum Teil auch recht deutlich. Allerdings überzeugten die deutschen Offerten hinsichtlich Kondition und Ausfärbung nicht vollends, was sich negativ auf die Bewertungen niederschlug. Oftmals kletterten diese angebotsbedingt unterdessen nach oben, zum Teil auch recht merklich. Am teuersten waren jedoch die niederländischen Partien, die bis zu 19,50 € je 6er-Pack kosteten.

Salat
Eissalat stammte dominierend aus Deutschland, ergänzend aus den Niederlanden und komplettierend aus Spanien. Die Vermarktung erfolgte kontinuierlich. Allerdings waren die Anlieferungen eingeschränkt, sodass die Notierungen ab und zu aufwärts tendierten. In Köln vergünstigten sich zum Wochenende hin die niederländischen Partien, da sich die inländischen etwas stärker bemerkbar machten. Die Geschäfte mit Kopfsalat verliefen uneinheitlich: In Frankfurt bröckelten die Bewertungen ab, in Hamburg blieben sie halbwegs konstant. In Köln sanken sie zunächst, um im Wochenverlauf anzusteigen und am Freitag wieder abzuflachen. In München führten ein vermindertes Sortiment und eine positive Nachfrage zu anziehenden Kursen. Bunte Salate aus Deutschland verteuerten sich, entweder sukzessive oder am Montag einmalig. Dies basierte auf einer verringerten Verfügbarkeit und einem Bedarf, der nicht immer vollends gedeckt werden konnte.

Gurken
Deutschland prägte das Geschehen, welches von Belgien und den Niederlanden abgerundet wurde. Die Abladungen begrenzten sich merklich und es gelang nicht, das Interesse hinreichend zu stillen. Die Verkäufer erhöhten daraufhin ihre Forderungen, zum Teil auch recht drastisch: 1,- € je Stück waren dabei keine Seltenheit. Dies beeinträchtigte auf manchen Plätzen den anschließenden Verkauf, der sich angesichts der hohen Preise verminderte. Lediglich in Hamburg vergünstigten sich ab Donnerstag die kleineren Kaliber ein wenig. Auch Minigurken kosteten deutlich mehr als in der Vorwoche; sie kamen aus den Niederlanden und Deutschland.

Tomaten
Das sich hauptsächlich aus niederländischen, belgischen und einheimischen Zuflüssen zusammensetzende Sortiment verteuerte sich merklich. In Frankfurt verdoppelten sich teilweise die Preise der Rispenware, was der Nachfrage nicht grade bekömmlich war. Auch in München zogen die Bewertungen an, allerdings nur für die Ware aus dem Beneluxraum. Hier beruhten die Verteuerungen auf erhöhten Eingangsforderungen. In Hamburg stiegen die Kurse vor allem nach und vor dem Wochenende an. Polnische und spanische Zufuhren rundeten das Angebot mit minimalen Mengen ab.

Gemüsepaprika
Die Niederlande dominierten vor der Türkei und Polen. Belgien, Spanien und Deutschland rundeten ergänzten die Szenerie. Die Versorgung aus den Niederlanden hatte sich ein wenig begrenzt. Insbesondere gelbe Offerten waren knapp, sodass ihre Notierungen aufwärts kletterten. Doch auch für die grünen Produkte mussten die Kunden sehr häufig tiefer in die Tasche greifen. Rote Erzeugnisse hingegen vergünstigten sich hier und da angebotsbedingt. Die polnischen Zuflüsse generierten infolge ihrer niedrigeren Preise einen freundlichen Zuspruch und wurden in der Regel flott untergebracht. In München traf dies auch auf die spanischen Anlieferungen zu, die ebenfalls auf eine positive Beachtung stießen. Die türkischen Importe wurden kontinuierlich abgewickelt und ihre Kurse veränderten sich nur unwesentlich.


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Frankfurt
Himbeeren wurden reichlicher zugeführt und die Notierungen gaben nach. Brombeeren verteuerten sich angebotsbedingt indes merklich. Die Saison von deutschen Johannisbeeren ist nahezu beendet und die Bewertungen verdoppelten sich fast. Mandarinen aus Peru, Minneola in der Größe 1xx, gesellten sich zu 15,- € je 10-kg-Karton zu den südafrikanischen Nadorcott. Spanische Kirschen in 28 mm kosteten 4,50 bis 5,- € je kg. Türkische Feigen gab es zu umfangreich und die Bewertungen sanken auf 4,50 bis 6,- € je 14er- bis 18er-Karton. Die Preise von Auberginen machten ab der Wochenmitte einen Sprung auf maximal 11,- € je 5-kg-Karton. Anziehende Kurse waren auch bei Lauch, Chicorée, Weißkohl und Buschbohnen zu verzeichnen. Dosiert eintreffende russische und weißrussische Pfifferlinge räumten zu 8,- bis 13,- € je kg freundlich. Für knappe Steinpilze zahlte man 28,- bis 30,- € je kg.

Hamburg
Durch die ungünstigen äußeren Verhältnisse gestaltete sich der Absatz von Spätorangen von der südlichen Halbkugel problematisch und bei rasant nachreifenden Varietäten zeigten sich die Verkäufer hinsichtlich ihrer Aufrufe gesprächsbereit. Gesuchte Auberginen aus den Niederlanden verteuerten sich deutlich auf bis zu 13,- € je 5-kg-Karton. Einheimische Zucchini waren rar und die Kurse zogen sukzessive an. Der preisliche Unterschied bei einheimischen Buschbohnen zwischen teuren handgepflückten und günstigen maschinenausgelesenen Offerten lag bei bis zu 0,50 € je kg.

Köln
Bei einem über die gesamte Woche eher ruhigen Handel waren die nicht sonderlich großen Mengen an Heidelbeeren und Himbeeren meist schon zu viel. Himbeeren vergünstigten sich, Heidelbeeren wurden etwas teurer. Brombeeren aus dem Inland waren ebenfalls in überschaubaren Mengen am Platz, was sich auf die Preise auswirkte. Für die ohnehin schon ruhige Nachfrage war dies aber nicht besonders förderlich. Vereinzelt wurden Preiselbeeren aus einheimischem Anbau gesichtet. Für Lauch aus Belgien und den Niederlanden mussten die Käufer deutlich tiefer in die Tasche greifen.

München
Vor dem bevorstehenden Saisonende verliefen die Geschäfte mit einheimischen Beeren recht freundlich, sie wurden von der hochsommerlichen Hitze gestützt. Vor allem großfallende polnische Himbeeren sowie Kulturheidelbeeren und Waldheidelbeeren wurden besonders beachtet. Das Angebot an französischen und türkischen Aprikosen traf lediglich noch bei qualitativ überzeugenden Partien auf eine gewisse Nachfrage, sonst war die Kampagne praktisch beendet. Der Handel mit südafrikanischen Orangen beschränkte sich vorerst noch auf wenige Offerten an Saftware. Türkische und italienische Feigen sowie südamerikanische Limetten wurden lebhaft vermarktet. Die Bewertungen für begrenzten Feldsalat aus Belgien zogen deutlich an. Auch für Chicorée und Lauch musste mehr gezahlt werden. Stangenbohnen und Buschbohnen waren knapp, erstere verteuerten sich. Zucchini und Kohlrabi aus dem Inland waren weiterhin in üppigen Mengen vorrätig. Die Notierungen von Dill und Petersilie stiegen an. Steinpilze waren kaum, Pfifferlinge dagegen reichlich verfügbar.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 34 / 18
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Veröffentlichungsdatum: 30.08.2018

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Apfel, Angebot, Deutschland