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BLE: Die Äpfelsaison der europäischen Partien nahm immer mehr Fahrt auf

22. August 2019

Die Bereitstellung dehnte sich augenscheinlich aus. Allen voran die deutschen Chargen, hauptsächlich Delbarestivale und Elstar, gewannen an Wichtigkeit. Zudem traten erste Summerred auf, heisst es im aktuellen Marktbericht KW 33 / 19 des Bundesanstalts für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). 

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Französische Primerouge und Elstar sowie italienische Royal Gala und Galaxy spielten ebenso eine größere Rolle. Niederländische Delbarestivale und Elstar komplettierten das Geschehen mit geringen Mengen. Die Anlieferungen aus Übersee verminderten sich und wurden nicht mehr so freundlich nachgefragt, da die europäischen Produkte mehr in den Fokus rückten. Alterntige Ware aus Europa verabschiedete sich zusehends aus der Vermarktung. Generell tendierten die Notierungen bei einer angewachsenen Verfügbarkeit meist ein wenig abwärts. Um den Abverkauf der neuseeländischen und chilenischen Abladungen nicht zu entschleunigen, gewährten die Vertreiber immer wieder mal Vergünstigungen, die das Geschäft auch meistens belebten.

Birnen
Italienische und türkische Santa Maria sowie französische Dr. Jules Guyot bildeten die Basis des Sortimentes. Von der Bedeutung her folgten spanische Limonera und chilenische Abate Fetel. Einheimische Clapps Liebling und Williams Christ ergänzten. Die Zufuhren aus Übersee verloren massiv an Präsenz und generierten auch kaum noch Beachtung. Die französischen, spanischen und italienischen Produkte befanden sich eher im Mittelpunkt. Da Verfügbarkeit und Bedarf gut miteinander harmonierten, mussten die Händler ihre bisherigen Forderungen nur sehr selten modifizieren. In München verbilligten sich spanische Limonera, da Restbestände aus der Vorwoche die Unterbringung frischer Offerten beeinträchtigten.

Tafeltrauben
Italien beherrschte mit zahlreichen Varietäten das Geschehen. Unter anderem gab es Victoria, Michele Palieri, Crimson Seedless, Italia und Black Magic. Spanien beteiligte sich vorrangig mit Sugraone, Griechenland mit Flame Seedless an der Vermarktung. Erste französische Alphonse Lavallée gesellten sich in 8-kg-Holzsteigen zu den bereits etablierten Prima. Die Bedeutung von türkischen Sultana wuchs augenscheinlich an: In Frankfurt kosteten sie 12,- bis 13,50 € und in Hamburg 10,- € je 5-kgSteige. Generell zeigte sich die Nachfrage durchaus freundlich. Dennoch mussten infolge des ausgeweiteten Angebotes die Preise verschiedentlich reduziert werden. Doch auch mit den gewährten Vergünstigungen klappte eine Räumung nicht immer. In Köln reduzierten die Händler die Bereitstellung und konnten so Überhänge vermeiden.

Aprikosen
Frankreich dominierte vor der Türkei und Spanien. Italien ergänzte. Deutschland, Bulgarien und Polen hatten höchstens abrundenden Charakter. Die Versorgung schränkte sich ein. Doch auch das Interesse verminderte sich. Die Qualität der Offerten überzeugte nicht immer. Summa summarum tendierten die Bewertungen abwärts. Doch auch Verteuerungen waren mancherorts zu beobachten, so etwa in Hamburg und München, wo der Absatz ab und an etwas flüssiger verlief.

Pflaumen
Das Angebot wuchs an: Einheimische President, Auerbacher, Chrudimer und Cacaks Fruchtbare gesellten sich zu den schon etablierten anderen inländischen Varietäten wie Cacaks Schöne, Hanita und Top. Lepotica aus Osteuropa ergänzten, verschiedene Sorten aus Italien und Spanien trafen in einem geringen Umfang ein. Die deutschen Produkte wurden von den Kunden gut angenommen, aber aufgrund der ausgedehnten Verfügbarkeit konnte eine Räumung nicht immer erreicht werden. Selbst mit Verbilligungen gelang dies nicht. Verteuerungen waren selten, aber dennoch zu beobachten, so etwa in Frankfurt, wo die Notierungen Artikel größerer Kaliber aufwärts tendierten. Reineclauden und Mirabellen aus Deutschland und Frankreich spielten in der Warenpalette eine untergeordnete Rolle und wurden in einem kontinuierlichen Rahmen abgewickelt. 

Zitronen
Spanien dominierte vor Argentinien und Südafrika. Die Geschäfte verliefen recht uneinheitlich. In Frankfurt führte eine uneinheitliche Qualität der spanischen Partien zu einer weiten Preisspanne. In Hamburg vergünstigten sich die argentinischen Importe, während sich die spanischen aufgrund einer sehr ansprechenden Güte verteuerten. Ein unaufgeregter Handel war in Köln zu beobachten, wo die Bewertungen der spanischen Chargen leicht angehoben werden konnten. In München veränderten sich die Notierungen nicht; ein eingeschränktes Angebot und eine freundliche Nachfrage stützten die Forderungen der Verkäufer.

Bananen
Die Nachfrage zeigte sich recht zurückhaltend. Unter anderem aufgrund der Ferien verliefen die Geschäfte daher ziemlich unaufgeregt. Drittmarken ließen sich örtlich aufgrund ihrer niedrigen Preise noch am besten unterbringen. Meistens hatten sich die Händler auf die eingeschränkte Nachfrage eingestellt und die Bereitstellung dementsprechend vermindert. Die Notierungen blieben daher oftmals stabil. Punktuell mussten die Kunden auch etwas tiefer in die Tasche greifen. In München verteuerte sich beispielsweise die Erstmarke.

Salat
Bei Kopfsalat dominierte Deutschland vor Belgien und den Niederlanden. Die Verfügbarkeit begrenzte sich zwar, genügte aber, um den Bedarf zu decken. Die Nachfrage war nicht besonders stark ausgeprägt. Die Notierungen verharrten bei einer unaufgeregten Unterbringung meistens auf dem bisherigen Niveau. In Köln verknappte sich am Freitag die Präsenz inländischer Produkte, was aber mit einer vermehrten Bereitstellung belgischer Artikel aufgefangen wurde. Eissalat kam aus Deutschland und den Niederlanden. Die Versorgung reichte aus, um das Interesse zu stillen. Bei einer recht ruhigen Abwicklung blieben die Notierungen oftmals konstant. In Berlin war eine weite Preisspanne zu beobachten, hervorgerufen durch eine uneinheitliche Qualität. Bunte Salate aus dem Inland wurden häufig flott umgeschlagen und generierten eine freundliche Beachtung. Die Bewertungen veränderten sich nicht wesentlich. Feldsalat stieß in Köln kaum auf Zuspruch, obwohl er sich zum Wochenende hin vergünstigte.

Gurken
Das Sortiment setzte sich aus einheimischen, belgischen und niederländischen Abladungen zusammen. Die Verfügbarkeit hatte sich nicht gravierend verändert und genügte, um den Bedarf zu befriedigen. Die hohen Notierungen der Vorwoche bröckelten mancherorts ab, was die Abwicklung aber nicht zwingend beschleunigte. Produkte ab 400 g waren rar und dementsprechend teuer, was ihre Unterbringung verlangsamte. In Frankfurt zogen ab Donnerstag die Preise wieder an, was den Verkauf ebenso negativ beeinträchtigte. Minigurken verteuerten sich indes. Sie stammten aus dem Inland, den Niederlanden und der Türkei. Bei einem freundlichen Geschäftsverlauf mussten die Kunden tiefer in die Tasche greifen. 

Tomaten
Das Angebot verminderte sich. Vorherrschend blieben Belgien und die Niederlande. Deutschland und Italien hatte eher ergänzenden Charakter. Polen, Spanien und Frankreich rundeten die Warenpalette ab. Der Handel verlief uneinheitlich: In München und Berlin konnte das Interesse mit der Versorgung nicht Schritt halten, sodass die Notierungen abwärts tendierten. Dies kurbelte die Geschäfte aber nicht grundsätzlich an. In Köln überzeugten die Früchte zwar hinsichtlich ihrer Qualität, dennoch gestaltete sich die Aufnahme eher schleppend. In Hamburg schränkte sich das Sortiment ein, was sich positiv auf die Bewertungen auswirkte. Anziehende Notierungen für Fleischtomaten und Rispenware konnte man in Frankfurt beobachten, was deren Unterbringung aber verlangsamte. Dort tauchten festfleischige einheimische Intense auf, die 7,50 bis 8,- € je 5-kg-Kiste kosteten.

Gemüsepaprika
Die Niederlande dominierten das Geschehen. Die Türkei, Spanien und Belgien folgten von der Bedeutung her. Der Verkauf verlief mit einer gewissen Kontinuität, zeigte aber keine besonderen Höhepunkte. Die Bewertungen entwickelten sich sehr unterschiedlich: In Berlin und München sackten sie ab. In Frankfurt verteuerten sich vor allem gelbe und grüne Offerten, was den Umschlag aber entschleunigte. In Hamburg führten begrenzte Anlieferungen zu ansteigenden Notierungen. In Köln mussten die Kunden etwas tiefer in die Tasche greifen, die Vertreiber waren mit den Geschäften aber dennoch meistens nicht zufrieden.


Weitere Informationen
Frankfurt
Brombeeren waren nur in kleinen Mengen vorhanden und die Notierungen zogen daraufhin unweigerlich an. Rote Stachelbeeren wurden trotz Forderungen von 4,20 € je 500-g-Schale flott aufgenommen. Aus der Türkei erreichten Kelek und Acur in größeren Mengen den Markt. Nachdem grüne Zucchini in den letzten Wochen sehr reichlich eintrafen und billig gehandelt wurden, kletterten nun die Preise wieder um 10 bis 15 % aufwärts. Erste niederländische Schwarzwurzeln wurden am Freitag zu 16,- bis 17,- € je 12,5 kg gehandelt. Pastinaken, Meerrettich und Knoblauch waren bei den Kunden beliebt. Neben osteuropäischen Pfifferlingen standen kleine Mengen an Steinpilzen und ab Dienstag auch Kaiserlinge bereit. Letztere kosteten 26,- bis 28,- € je 1-kg-Korb.
Köln
Sehr langsam gestaltete sich der Verkauf von Erdbeeren. Besser und recht zügig wurden dagegen in einem spärlichen Rahmen türkische Feigen absetzen. Bedingt durch relativ feste Einstandspreise wurde Chicorée auch nur sehr zögerlich aufgenommen. Obwohl die Qualität von Fenchel überzeugte, war die Nachfrage recht schwach. Besser liefen die Geschäfte mit Pfifferlingen, die meist aus Osteuropa stammten.
München
Das kleiner gewordene Sortiment an bayerischen, westdeutschen und belgische Erdbeeren traf auf immer weniger Nachfrage. Bei Himbeeren, Schwarzen Johannisbeeren sowie bei Kultur- und Waldheidelbeeren gingen die Abladungen ebenfalls zurück. Das Interesse war aber ungebrochen gut, was zu teils deutlichen Preisanhebungen führte. Italienische und türkische Feigen standen bedarfsgerecht zur Verfügung und wurden kontinuierlich abgesetzt. Südafrikanische Orangen, Valencia Late, starteten mit ersten kleinen Mengen in die neue Saison. Die Bewertungen von inländischem Spinat blieben bei knappem Angebot auf hohem Niveau stabil. Die Notierungen von Auberginen stagnierten ebenso wie die von einheimischen Erbsen und Bohnen. Französische Artischocken vergünstigten sich etwas. Brokkoli war nur eingeschränkt verfügbar.
Berlin
Es gab bereits wenig beachteten Rosenkohl aus den Niederlanden zu 2,20 € je kg. Bei osteuropäischen Pfifferlingen verkleinerte sich das Angebot etwas, so sich die Notierungen wieder auf 10,- bis 11,50 € je kg kletterten. Kleine Sortierungen wurden aber meist vergeblich gesucht. Ein sehr geringes Aufkommen polnischer Steinpilze wurde vorrangig der Spitzengastronomie zu 27,- € je kg angeboten.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 33 / 19
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Veröffentlichungsdatum: 22.08.2019

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Äpfelsaison, Apfel, Europa