Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Birnen: Italien dominierte klar erkennbar das Geschehen

07. September 2018

Italien schickte speziell Williams Christ, Abate Fetel und Santa Maria. Deutschland beteiligte sich vorrangig mit Clapps Liebling und Gute Luise und nachgeordnet mit Conference an der steten Vermarktung.

Bildquelle: Shutterstock.com Birnen
Bildquelle: Shutterstock.com

Aus Frankreich kamen in abnehmenden Maße Williams Christ und Dr. Jules Guyot. Spanische, belgische und niederländische Abladungen ergänzten den Handel, Südafrika und Chile hatte sich mittlerweile fast aus diesem verabschiedet. Meist harmonierten Versorgung und Interesse miteinander, sodass die Vertreiber nur selten veranlasst waren, ihre bisherigen Aufrufe zu modifizieren. In Hamburg vergünstigen sich Williams Christ aus Deutschland und Frankreich. In München verbilligten sich italienische Abate Fetel; in Berlin kosteten diese dank ansprechender Ausfärbung und großer Kaliber stolze 2,25 € je kg.

Äpfel
Das Sortiment fächerte sich kontinuierlich auf: Es stießen zum Beispiel inländische Holsteiner Cox und Gala sowie polnische Delbarestivale und slowakische Golden Delicious hinzu. Die Präsenz von deutschen Boskoop und Cox Orange wuchs merklich an. Die italienischen und französischen Anlieferungen verstärkten sich ebenfalls und fanden sich auf immer mehr Plätzen ein. Diese Chargen überzeugten mit ihrer Qualität aber nicht durchgängig. Niederländische Wellant und Elstar komplettierten die Geschäfte. Mit der Intensivierung der Bereitstellung konnte die Nachfrage kaum Schritt halten, sodass die Notierungen in der Regel abglitten. Bloß örtlich verharrten sie auf dem Niveau der Vorwoche. Durch die ausgedehnte Verfügbarkeit der europäischen Früchte generierten die Importe aus Übersee weniger Beachtung. Ihre Saison endet langsam. Die Bewertungen mussten häufig gesenkt werden, wollte man die Abwicklung nicht stören.

Tafeltrauben
Steinobst und Beerenobst verloren an Bedeutung, die Kunden schwenkten wieder vermehrt auf Trauben um. Die Unterbringung erfolgte in der Regel kontinuierlich und der Verkauf beschleunigte sich örtlich. Die organoleptischen Eigenschaften überzeugten häufig, allerdings präsentierten sich einige Varietäten in einer uneinheitlichen Ausfärbung, woraufhin sich die Preisspanne ausweitete. Dies galt in Frankfurt hauptsächlich für türkische Sultana und in München insbesondere für italienische Italia. In der Hansestadt und in Berlin traten französische Muscat d`Hambourg auf, die zu 3,50 € je kg schnell umgeschlagen wurden. Die Szenerie prägten augenscheinlich italienische Italia, Michele Palieri, Victoria und Crimson Seedless. Türkische Sultana spielten ebenfalls eine wichtige Rolle. Griechenland, Frankreich und Spanien hatten komplettierenden Charakter. In Frankfurt rundeten exklusive französische Alphonse Lavallée die Warenpalette ab: Die Standardsortierung kostete maximal 3,- € je kg, für Früchte mit großen Beeren sollte man 32,- € je 8-kg-Holzsteige bezahlen.

Erdbeeren
Der Abschluss der diesjährigen Saison naht: Parallel zu der Verfügbarkeit schränkte sich auch der Bedarf ein. Dieser konnte meist ohne Anstrengungen gedeckt werden. Trotzdem tendierten die Kurse ab und an aufwärts. In Frankfurt geschah dies aufgrund angestiegener Einstandspreise, in Köln mengenbedingt. Die Güte der Offerten ließ immer öfter Wünsche offen. Mängelbehaftete Partien, die in Frankfurt zum Wochenende hin verstärkt eintrafen, mussten günstiger veräußert werden. Neben den dominierenden einheimischen Produkten gab es punktuell noch niederländische. In Berlin wurden belgische und polnische Artikel qualitätsinduziert gar nicht erst in das Angebot aufgenommen.

Pflaumen
Inzwischen bestimmten Spätsorten die Vermarktung. Hauszwetschge, Top und Hanita bildeten die Basis der Warenpalette, Cacaks Fruchtbare, Ortenauer und Auerbacher folgten. Stanley aus Osteuropa und der Türkei sowie President aus Frankreich ergänzten. Im vielfältigen Angebot war für jeden Geldbeutel etwas dabei, so musste beispielsweise in Berlin für Stanley zwischen 0,70 und 1,20 € je kg gezahlt werden. Das nicht besonders kräftige Interesse wurde ohne Probleme gestillt. Die Notierungen bröckelten dabei häufig ab. In Hamburg traten polnische Chargen in Konkurrenz zu den einheimischen, was die Bewertungen negativ beeinflusste. Erstmals tauchten in Hamburg inländische Mirabellen auf, die 1,80 € je kg kosteten. Auch schmackhafte Reineclauden aus Deutschland gab es dort: Sie wurden zu ca. 3,20 € je kg abgewickelt

Zitronen
Südafrikanische Importe dominierten vor argentinischen. Die Präsenz spanischer und uruguayischer Partien hatte sich ein wenig begrenzt. In Hamburg trafen gewachste israelische Offerten zu 31,- € je 15-kgKarton mit 123 Stück ein. Die Nachfrage zeigte sich durchaus freundlich und konnte ohne Mühen befriedigt werden. Dennoch kletterten die Preise auf einigen Märkten nach oben, da sich die Versorgungslage nicht nachhaltig entspannte. Lediglich in München vergünstigten sich die spanischen Verna qualitätsbedingt. In Berlin musste man für die argentinischen Eureka vereinzelt bis zu 40,- € je 15 kg aufbringen.

Bananen
Die Bereitstellung wurde hinreichend auf den Bedarf abgestimmt. Dieser verharrte meist auf dem Niveau der letzten Woche, hatte sich mancherorts aber verstärkt. Der Handel verlief gleichmäßig. Die Kurse blieben fast ohne Ausnahme konstant. In Köln verteuerten sich die Drittmarken etwas. In Berlin hatte sich zwar der Kundenzugriff intensiviert, infolge einer erweiterten Verfügbarkeit wirkte sich dies jedoch nicht auf die Bewertungen aus.

Blumenkohl
Deutsche Erzeugnisse gab es monopolartig, nur punktuell ergänzten belgische und polnische Artikel das Sortiment. Die Vermarktung gestaltete sich recht unterschiedlich: In Köln waren kaum Besonderheiten zu erkennen und die Notierungen bewegten sich nicht wesentlich. In Hamburg und Frankfurt zogen die Preise mengeninduziert und aufgrund einer verbesserten Qualität an. In München und Berlin bestätigten die Vertreiber ihre bisherigen Aufrufe oder erhöhten sie, was den Umschlag beeinträchtigte. In Frankfurt kosteten belgische 6er-Abpackungen zwischen 13,50 und 16,- € und damit viel mehr als die einheimische Konkurrenz.

Salat
Bei Eissalat dominierte Deutschland; die Niederlande und Polen komplettierten. Infolge begrenzter Abladungen und eines kontinuierlichen Bedarfs kletterten die Kurse nach oben. In Berlin wurden die kleinen Produkte zu stolzen 12,- € je 10er-Aufmachung abgewickelt. In Hamburg waren die inländischen Offerten so teuer, dass die niederländischen einen vermehrten Zuspruch generierten. Bei Kopfsalat näherten sich die Preise der einheimischen und belgischen Chargen einander an. Summa summarum bröckelten diese aber ein wenig ab, was auf einer verminderten Beachtung basierte. In Hamburg und Köln tendierten sie hingegen etwas aufwärts. Die Bewertungen von Bunten Salaten aus Deutschland stiegen an, mitunter auch ziemlich deutlich. In Frankfurt wurden die Forderungen auf bis zu 10,- € je 9erAbpackung heraufgesetzt. Für Feldsalat hoben die Verkäufer die Aufrufe an, was jedoch zu einer Abschwächung des Interesses führte.

Gurken
Deutschland, die Niederlande und Belgien herrschten vor. Die hohen Notierungen der letzten Wochen hatten weiterhin Bestand oder zogen sogar noch an, was die Geschäfte erschwerte. Aufgrund der Kurse von bis zu 1,30 € je Stück stagnierte mancherorts die Vermarktung. Ab Donnerstag sanken dann die Eingangsforderungen, was auf einigen Plätzen die Nachfrage belebte, obwohl die Vergünstigungen nicht sehr stark ausfielen. Spanien rundete das Sortiment ab, die Artikel überzeugten hinsichtlich ihrer Ausfärbung aber nicht immer. Minigurken aus dem Inland und den Niederlanden verteuerten sich in Frankfurt und Hamburg und ließen sich trotzdem flott unterbringen.

Tomaten
Beherrscht wurde das Angebot von den Niederlanden, Belgien und Spanien. Ergänzenden Charakter hatten Deutschland und Polen. Die Bewertungen kletterten unisono aufwärts. Entweder geschah dies einmalig am Montag oder sukzessive über die Tage verteilt. Dies gründete zum einen auf einer verminderten Verfügbarkeit und zum anderen auf einer verbesserten Qualität der Ware. In Hamburg etwa verdoppelten sich am Montag die Preise für belgische Fleischtomaten. Die festen Notierungen beeinträchtigten das Interesse und somit die Abwicklungsgeschwindigkeit. Sogar anschließende leichte Verbilligungen, die ab und an gewährt wurden, schoben den Handel nicht mehr nachhaltig an. Lediglich in Berlin senkte man öfter die Aufrufe, da sich die Versorgung ein wenig ausgedehnt hatte.


Weitere Informationen
Frankfurt
Das Interesse an Heidelbeeren ging mit der nun fast beendeten deutschen Ernte spürbar zurück. Erste Importe aus Peru standen als Alternative zu den Niederlanden und Rumänien bereit. Die Präsenz von Himbeeren stieg an, die von Brombeeren verminderte sich, so waren Kursschwankungen an der Tagesordnung. Blaue Feigen verbilligten sich auf ca. 3,50 € je16 bis 20 Stück. Aus Vietnam trafen Pomelos ein. Mit der Üppigkeit der frühen Hokkaidokürbissen gaben die Bewertungen nach. Großfallende Speisezwiebeln waren nur in geringen Mengen vorrätig. Der Bedarf an Stangenbohnen konnte nicht mehr alleine mit einheimischen Artikeln gedeckt werden, so ergänzten belgische und spanische. Erste italienische Artischocken mit kleinen Durchmessern wurden zu 0,80 € je Stück angeboten. Für frischen Knoblauch aus den Niederlanden musste mit 5,- bis 5,25 € je kg tiefer in die Tasche gegriffen werden. Kräuter wie Dill, Koriander und Petersilie waren infolge der Hitze und Trockenheit der letzten Wochen weiter knapp und hochpreisig.
Hamburg
Eingeschränkt vorrätige einheimische Zucchini verteuerten sich, was die türkische Konkurrenz auf den Plan rief, die zu 6,50 € je 4 kg offeriert wurde. Inländische Buschbohnen waren begrenzt verfügbar und niederländische kosteten 2,30 € je kg. Orangefarbene Süßkartoffeln aus Israel hielten zu 9,50 bis 10,- € je 6-kg-Kollo Einzug. Für grünen und weißen Spargel aus Peru sollten zwischen 32,- und 34,- € je 5-kgAbpackung gezahlt werden.
Köln
Standweise wurde das Sortiment von Beerenobst kleiner und die Bewertungen stiegen häufig an. Immer noch hochpreisig war Chicorée, was die Aufnahme spürbar hemmte. Wie so oft Ende August war der erste Rosenkohl aus den Niederlanden aufgetaucht, er generierte aber nur sehr wenig Beachtung.
München
Infolge einer ausgedehnten Versorgung gaben die Kurse von Galiamelonen, Cantaloupemelonen und Honigmelonen stetig nach. Praktisch auf ihrem Höhepunkt angekommen war die Kampagne von türkischen Feigen, die zu niedrigen Notierungen bereitstanden. Bei Kulturheidelbeeren, Himbeeren und roten Johannisbeeren machte sich die fortgeschrittene Saison in der Fruchtgröße und auch im Interesse bemerkbar. Ausreichende Limetten verbilligten sich nach dem Temperatursturz leicht. Die geringen Zuflüsse an süddeutschem Brokkoli verteuerten sich. Für übersichtlich verfügbare Buschbohnen, Stangenbohnen und Auberginen konnten die Forderungen erhöht werden. Einheimische Zucchini blieben weiterhin günstig. Die Bewertungen von begrenztem süddeutschem Dill sowie die von Petersilie zogen an. Pfifferlinge waren für den Bedarf genügend vorrätig. Die Aufrufe für eingeschränkte Steinpilze konnten angehoben werden.
Berlin
Italienische Kiwis der Sorte Hayward wurden ungeachtet der Konkurrenz aus Chile und Neuseeland positiv aufgenommen. Deren Notierungen veränderten sich nicht wesentlich. Freundlich war die Nachfrage nach südafrikanischen Orangen aus Südafrika, die 1,- € je kg kosteten. Frische Preiselbeeren aus Schweden wurden trotz der geforderten 27,- € je 5-kg-Holzkiste flott abgewickelt. Qualitativ exklusive knappe Steinpilze aus Finnland und Weißrussland verteuerten sich deutlich auf bis zu 30,- € je kg; die Gastronomie griff dennoch kontinuierlich zu. Pfifferlinge aus dem Baltikum und Weißrussland waren reichlich vorhanden.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 35 / 18
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 07.09.2018

Schlagwörter

Birnen, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin