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Birnen: Einheimische Williams Christ und Clapps Liebling steigerten ihre Präsenz

05. September 2019

Santa Maria aus Italien und der Türkei herrschten zwar vor, verloren aber an Wichtigkeit. Die Niederlande schickten neben Gute Luise auch Clapps Liebling sowie Conference, welche jedoch noch einen geringen Durchmesser hatten. Die Bereitstellung von französischen und italienischen Williams Christ wuchs an. Einheimische Williams Christ und Clapps Liebling steigerten derweil ihre Präsenz. Dies geht aus dem "BLE-Marktbericht KW 35 / 19" hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Birnen
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Spanische Abate Fetel in 4-kg-Kartons und Santa Maria ergänzten das breit aufgefächerte Sortiment. Die Verfügbarkeit von Dr. Jules Guyot aus Frankreich und Limonera aus Spanien schwächte sich unterdessen ab; in Berlin verschwanden die spanischen Offerten vom Platz, da sie an den LEH gebunden waren. Generell konnte die Nachfrage ohne Schwierigkeiten gedeckt werden. Der Zugriff hätte dabei durchaus intensiver vonstattengehen können. Die Notierungen veränderten sich meist, sie wiesen indes keinen klaren Trend auf. Vergünstigungen waren daher ebenso zu beobachten wie Verteuerungen.

Äpfel
Die neuerntigen Chargen aus Europa bildeten mittlerweile augenscheinlich das Fundament der Warenpalette, denn einerseits dehnten sich die Anlieferungen nochmals aus und andererseits schränkte sich die Relevanz der neuseeländischen und chilenischen Partien merklich ein. Aus Deutschland kamen diverse Varietäten, insbesondere Elstar und Delbarestivale und neuerdings Tenroy sowie Holsteiner Cox. Die Zuströme von Boskoop verdichteten sich. In Hamburg wurden für Allergiker weniger belastende einheimische Santana zu 1,40 € je kg veräußert. Aus Italien stammten speziell Royal Gala. Frankreich sendete vorrangig Elstar und Granny Smith. Kroatische Royal Gala mit 60/70 mm tauchten in Frankfurt auf. Polen und die Niederlande komplettierten das Angebot. Das Interesse befriedigte nicht immer, selbst zum Wochenende hin blieb es örtlich hinter den Erwartungen zurück. Die Vertreiber senkten daraufhin verschiedentlich ihre Aufrufe, um den Verkauf zu beschleunigen. Auch im Sektor der Überseeprodukte wurden die Forderungen häufig vermindert, um die Bestände zu verkleinern. So gab es neuseeländische Braeburn in Frankfurt schon ab 17,- € je 18-kg-Karton.

Tafeltrauben
Italienische Chargen dominierten zwar augenscheinlich, mussten summa summarum aber Marktanteile abgeben. Vorrangig wurden Michele Palieri, Victoria und Crimson Seedless gehandelt. Aus der Türkei kamen Sultana, oftmals in 5-kg- und 7-kg-Steigen umgeschlagen, deren Bedeutung sich etwas einschränkte. Außerdem stammten von dort Crimson Seedless und erste Red Globe. Teure französische Alphonse Lavallée sowie Muscat de Hambourg generierten in Köln nur einen spärlichen Zuspruch. In Frankfurt waren griechische Thompson Seedless in qualitativer Hinsicht ein echter Hingucker und so kosteten sie bis zu 20,- € je 4,5-kg- und 5-kg-Karton. Spanische Crimson Seedless komplettierten das weiteten Versorgung tendierten die Bewertungen trotzdem häufig abwärts.

Aprikosen
Die Saison endete mit begrenzten Partien, sich allseits abschwächenden organoleptischen Eigenschaften, einer zaghaften Nachfrage und einer uneinheitlichen Preisentwicklung. Das Sortiment setzte sich hauptsächlich aus französischen und italienischen Offerten zusammen, spanische und türkische Artikel spielten nur eine kleine Rolle. Deutsche und polnische Anlieferungen fand man bloß manchmal.

Pflaumen
Die Warenpalette war recht reichhaltig. Die Basis bildeten dabei Stanley aus Osteuropa sowie Cacaks Schöne, Cacaks Fruchtbare und Top aus dem Inland. Italienische und spanische Abladungen komplettierten. Polnische Hauszwetschge und Top waren bei den Kunden nicht sehr beliebt. In Berlin und München standen die recht günstigen Stanley im Mittelpunkt, da sie bezüglich ihrer Qualität keine Wünsche offenließen. Die Zufuhren aus Deutschland intensivierten sich und mit ersten Presenta stieß eine weitere Varietät zum Angebot hinzu. Einheimische Hauszwetschgen wurden in Frankfurt zu maximal 15,- € je 10-kg-Steige flott umgeschlagen. In München schmeckten sie hervorragend und generierten dank ihres goldgelben Fruchtfleisches ein freundliches Interesse. Generell hätte die Unterbringung durchaus schneller verlaufen können. Eine Räumung gelang daher nicht durchgängig. Selbst gewährte Verbilligungen konnten Überhänge nicht verhindern.

Bananen
Die Vermarktung verlief saisonbedingt weiterhin in recht ruhigen Bahnen. In der Regel korrelierte der Zugang aus den Reifereien genügend mit dem Warenabfluss. In der Folge verharrten die meisten Bewertungen auf einem unveränderten Level. Ein gewisser Druck baute sich oftmals im Sektor der Drittmarken auf, der unweigerlich Vergünstigungen initiierte. Zudem zwangen hier teilweise Bestände mit verstärktem Farbumschlag zu Verbilligungen. Den 18-kg-Karton gab man schon ab 13,- € ab. Lokal schwächten sich die Notierungen der Zweitmarken ab, da diese überproportional vorrätig waren und nur schleppend geräumt wurden. Verschiedentlich harmonierten das Maß der Nachfrage und das des Angebotes so gut miteinander, dass die Händler ihre Forderungen für das gesamte Sortiment etwas anheben konnten. Und die Kunden akzeptierten dies ohne große Widerrede.

Blumenkohl
Deutschland dominierte das Geschehen vor Belgien und Polen. Die Anlieferungen wuchsen immens an, vorrangig die belgischen Chargen nahmen mehr Platz ein. In qualitativer Hinsicht hatte man kaum Anlass zur Kritik. Das Interesse war dennoch nicht besonders intensiv ausgeprägt und konnte ohne Schwierigkeiten gestillt werden. Die Bewertungen tendierten aufgrund der ausgedehnten Zufuhren häufig abwärts, was die Abwicklung beschleunigte.

Salat
Kopfsalat kam überwiegend aus dem Inland, ergänzend aus Belgien und komplettierend aus den Niederlanden. Die Versorgung hatte sich nicht wesentlich verändert. Die Nachfrage weitete sich au. Also kletterten die Notierungen oftmals nach oben. Allen voran die belgischen Produkte verteuerten sich, zum Teil auch recht massiv. Jedoch wirkten sich die angehobenen Forderungen negativ auf die Umschlagsgeschwindigkeit aus. Bei Eissalat bestimmte Deutschland vor den Niederlanden die Szenerie. Eine unaufgeregte Unterbringung sicherte für gewöhnlich konstante Bewertungen. Lediglich in Köln hoben die Vertreiber ihre Aufrufe an. Bunte Salate aus dem Inland wurden in einem kontinuierlichen  Rahmen verkauft. Verschiedentlich zogen dabei die Preise ein wenig an, da sich die Abladungen vermindert hatten und nicht immer genügten, um den Bedarf zu decken. Einheimische und belgische Endivien stießen hauptsächlich zum Wochenende hin auf eine verstärkte Beachtung. Feldsalat vergünstigte sich punktuell.

Gurken
Bei Schlangengurken waren deutsche, belgische und niederländische Offerten an den Märkten zu finden. Die Verfügbarkeit wuchs etwas an. Das Interesse zeigte sich nicht besonders freundlich. Um es zu verbessern, gewährten die Händler manchmal Vergünstigungen, was aber nicht durchgängig zu schwungvolleren Geschäften führte. In München stiegen die Bewertungen an, was die Abwicklung entschleunigte. Im Sektor der Minigurken konnte auf einheimische und niederländische Partien zugegriffen werden. Da die Bereitstellung hinreichend mit dem Kundenzuspruch harmonierte, waren größere Preissprünge ausgeschlossen. Summa summarum verteuerten sich die niederländischen Artikel leicht, derweil sich die inländischen verbilligten.

Gemüsepaprika
Niederländische Zufuhren bestimmten das Geschehen, polnische folgten von der Bedeutung her. Die Türkei schickte vorrangig grüne Offerten. Spanien und das Inland komplettierten. Außerdem gab es in einem spärlichen Rahmen belgische und ungarische Zuströme. Die Versorgung hatte sich nicht wesentlich verändert. Die Nachfrage konnte ohne Schwierigkeiten befriedigt werden. Dennoch stiegen die Notierungen häufig an. So kosteten gelbe niederländische California Wonder in Frankfurt zeitweise bis zu 20,50 € je 5-kg-Karton. Die roten Partien verteuerten sich auf vielen Märkten meistens ebenso. Die Bewertungen der grünen Artikel kletterten seltener aufwärts; diese wurden in Hamburg zu ca. 10,50 € je 5 kg umgesetzt. In Berlin trafen Klasse-II-Erzeugnisse aus den Niederlanden und Deutschland ein. Dort waren, wie auch in Frankfurt, die billigen polnischen Zuflüsse bei den Kunden recht beliebt.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Rote Johannisbeeren machten ein Preissprung auf maximal 2,70 € je 500-g-Schale. Auch Heidelbeeren verteuerten sich von 1,80 € auf höchstens 2,50 € je 250-g-Schälchen. Interesse an Erdbeeren war nur an den letzten beiden Markttagen zu verspüren. Neben türkischen blauen Feigen gab es inzwischen wieder italienische grüne und blaue Früchte zu 4,- bis 5,- € je kg. Niederländische und belgische Auberginen generierten freundlichen Zuspruch; günstigere Produkte kamen aus Italien und Spanien. Erste türkische grüne Avocados, Fuerte, tauchten in 12er-Kartons zu 18,- bis 20,- € auf. Für knappe deutsche Erbsen mussten 4,- € je kg bezahlt werden. Kohlrabi kosteten etwas mehr als zuvor. Schwarzwurzeln aus den Niederlanden wurden zu 16,- bis 18,- € je 12,5-kg-Steige gehandelt. Die Bewertungen von Fenchel zogen um 25 % an.
Hamburg
Die Notierungen von einheimischem Beerenobst blieben konstant. Melonen aus Europa fanden infolge der Hitze regen Anklang, jedoch verhinderten die immensen Abladungen Verteuerungen. Während sich die Preise für qualitativ einwandfreien inländischen Radicchio und für Fenchel verfestigten, tendierten die Bewertungen für deutschen Sellerie und für niederländischen Chicorrée abwärts.
Köln
Das Angebot an einheimischem Beerenobst begrenzte sich sukzessive. Sehr zäh gestaltete sich der Handel mit Spitzkohl, Rotkohl und Weißkohl. Dasselbe galt auch für Stangenbohnen und Buschbohnen aus Deutschland. Bei Lauch beschränkte sich der Bedarf nur auf das Nötigste.
München
Das Sortiment an inländischem Beerenobst nahm parallel zum Interesse ab. Portugal begann bereits mit ersten Lieferungen an Himbeeren und füllte so die sich langsam öffnende Lücke, die das mitteleuropäische Saisonende brachte. Polnische Preiselbeeren waren ebenso wie Waldheidelbeeren nur noch in einem schwachen Maße vertreten. Italienische und türkische Feigen dehnten ihre Präsenz merklich aus. Verminderte Zuströme von südamerikanischen Papayas führten zu teils massiven Verteuerungen. Die hohen Preise für Chicorée bröckelten leicht ab. Zucchini gab es reichlich. Süddeutscher Brokkoli wurde in geringeren Mengen abgewickelt und die Notierungen zogen an. Die Abladungen von Rotkohl und Weißkohl wuchsen an. Einheimische Steinpilze blieben knapp und Pfifferlinge weiterhin recht günstig.
Berlin
Die üppigen inländischen, polnischen, griechischen und in einem kleinen Rahmen auch belgischen Erdbeeren wurden dank des sommerlichen Wetters außerordentlich freundlich nachgefragt. Die Güte befriedigte meist, lediglich die der belgischen Früchte nicht immer. Orangen aus Nordafrika litten unter erheblichen Qualitätsproblemen, sodass die Alternativen aus Südafrika, obwohl deutlich teurer, in den Fokus der Kunden gerieten. Die obligatorisch offerierten griechischen Valencia Late konnten davon profitieren.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 35 / 19
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Veröffentlichungsdatum: 05.09.2019

Schlagwörter

Birnen, Williams Christ, Clapps Liebling, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin