Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Birnen: Die Produktpalette gestalteten vorrangig die Zuflüsse aus Übersee

06. Juni 2019

Abate Fetel aus Chile und Südafrika sowie Packham`s Triumph aus Südafrika herrschten dabei vor. Beim argentinischen Zustrom substituierten die intensivierten Anlieferungen von Packham`s Triumph die von rückläufigen Williams Christ. Die Relevanz italienischer Abate Fetel oder Boscs Flaschenbirne schmolz weiter. 

Bildquelle: Shutterstock.com Birnen
Bildquelle: Shutterstock.com

Conference aus den Niederlanden und Belgien spielten nur noch am Rande eine untergeordnete Rolle, zumal ihre Güte öfters Wünsche offenließ. Gemeinhin fand der Absatz in ruhigen Bahnen statt. Da der Bedarf darauf weitgehend abgestimmt war, brauchte man die Preise lediglich graduell zu modifizieren. Zuweilen konnte das Interesse durchaus befriedigen. Vereinzelt eröffneten sich daher für die Händler Möglichkeiten, ihre Forderungen explizit anzuheben. Südafrikanische und chilenische Forelle vermochten mit einer ansprechenden Ausfärbung die Kunden zu überzeugen, was ihnen verschiedentlich ebenfalls Verteuerungen einbrachte.

Äpfel
Die Bedeutung einheimischer Elstar und neuseeländischer Braeburn war gleich stark und die beiden dominierten das Geschäft. Generell verkleinerten sich die deutschen Abladungen ähnlich sukzessive wie die italienischen und französischen. Immer mehr Kultivare trafen nur noch in einem limitierten Umfang ein. Bei attraktiven organoleptischen Merkmalen brauchten sie keine Konkurrenz von der Südhalbkugel zu fürchten. Ihre Preise oszillierten ungeachtet eines unaufgeregten Vertriebes auf einem konstanten Niveau. Bei einer lebhafteren Order bewegten sie sich aufgrund der gedrosselten Mengen sogar nach oben. Das galt insbesondere für die Clubsorten, aber auch für Braeburn und Royal Gala. Die Lücken durch die abnehmende europäische Ware füllten bloß langsam die anwachsenden Importe aus der südlichen Hemisphäre auf. Hier stachen die neuseeländischen Chargen hervor mit oben erwähnten Braeburn sowie mit Royal Gala. Zudem waren Jazz wichtig. Argentinien, Brasilien und Chile ergänzten diesen Sektor. Zum einen verzeichnete man stabile Notierungen dank der Frische der überschaubaren Zuführungen, zum anderen sinkende Bewertungen wegen des ausgedehnten Volumens.

Tafeltrauben
Die Importe aus Chile dominierten zwar nach wie vor den Markt, hauptsächlich mit Crimson Seedless und Thompson Seedless, aber sie verringerten sich allmählich. Die Präsenz der südafrikanischen Chargen drosselte sich ebenso wie die der indischen Abladungen. Die Nachfrage blieb vorwiegend verhalten. In der Folge etablierten sich gelegentlich leichte Verteuerungen. Meistens konnten jedoch bezüglich der Bewertungen keine wesentlichen Veränderungen beobachtet werden. Bei den indischen Zufuhren drückten Qualitätsunsicherheiten ab und an die Notierungen nach unten. Die europäische Kampagne startete mit italienischen dunklen Black Magic und hellen Victoria. Die Einstände bewegten sich in einer breiten Spanne zwischen eher mageren 4,- € und recht ansehnlichen 6,- € je kg. Ägypten schickte erstmals Kleinstsendungen an Prime Seedless sowie an Early Sweet

Erdbeeren
Zu Beginn der Woche verzeichnete man für gewöhnlich noch ein stockendes Geschäft. Regen und niedrige Temperaturen bremsten die Abgabe augenscheinlich. Zudem belasteten viele Partien mit nässegeschädigter konditionsschwacher Ware eine glatte Unterbringung. Überdies stieg die Verfügbarkeit, gerade die der einheimischen Erzeugnisse, merklich an. Eine Räumung war unmöglich. Die Bewertungen zeigten also einen abfallenden Trend. Inländische 500-g-Schalen wurden schon ab unter 1,- € bis maximal ca. 1,80 € veräußert. Verschiedentlich belebte sich vor dem Feiertag das Interesse aber signifikant, sodass die Verkäufer ihre Forderungen anheben konnten. Teils setzte sich diese Strömung am Freitag fort, teils mussten dann doch Vergünstigungen gewährt werden, da die Bereitstellung zu arg angewachsen war. Die vorherrschenden Anlieferungen aus Deutschland stammten verstärkt aus dem Freiland, was sich an Geschmack und Ausfärbung ablesen ließ, leider eben häufig auch an den Gütemängeln. Ergänzungen des Sortimentes kamen vorrangig aus den Niederlanden und Italien, weniger bedeutend aus Griechenland, Belgien und Spanien. 

Bananen
Für gewöhnlich korrelierte das Maß der Bereitstellung genügend mit dem der Verkaufsmöglichkeiten. Die Unterbringung verlief ruhig, aber in einem stetigen Umfang. In der Folge oszillierten die Bewertungen meistens in einer unveränderten, relativ engen Spanne. Bei bevorzugten Zweit- und Drittmarken gelang es nicht, Verteuerungen zu etablieren. Gelegentlich verloren die nicht allzu üppig vorrätigen Offerten Marktanteile an Stein- und Beerenobst. Das nachlassende Interesse schlug sich somit in Vergünstigungen nieder. Während sich örtlich die Drittmarken aus Costa Rica verbilligten, musste man für die aus Kolumbien etwas mehr bezahlen als in der Vorwoche.

Blumenkohl
Das Geschäft wurde von den einheimischen Abladungen geprägt. Verschiedentlich ergänzten italienische Zugänge. Sporadisch waren französische und portugiesische Artikel greifbar. Das Angebot fiel generell überschaubar aus. Parallel dazu intensivierte sich durch die kühleren Witterungsverhältnisse zunächst die Nachfrage. Die Bewertungen verharrten vielfach mindestens auf ihrem bisherigen Niveau, manchmal stiegen sie jedoch überdies minimal an. Das war dann aber nicht von langer Dauer. Hier und da mussten die Händler ihre Forderungen nämlich sukzessive herunterschrauben, da sich der Absatz zu sehr entschleunigt hatte. 

Salat
Die Anlieferungen von einheimischem Eissalat dehnten sich erkennbar aus, die spanischen begrenzten sich ebenso offensichtlich. Niederländische Mengen rundeten die Produktpalette ab. Punktuell tauchten einige italienische Partien auf. Die Käufer hatten ihren Fokus auf die inländischen Chargen fixiert. Wegen der vergrößerten Zufuhren musste man meistens Vergünstigungen gewähren. Die spanische Ware hatte sich schnell zu einer Randerscheinung entwickelt, da ihre Güte verstärkt Konditionsunsicherheiten aufwies. Auch das zwang zu Verbilligungen. Kopfsalat stammte hauptsächlich aus Deutschland, das Sortiment komplettierend aus Belgien. Bei einer zweckdienlichen Dosierung blieben die Notierungen stabil. Dank einer freundlichen Beachtung strebten sie insbesondere bei den schwereren Köpfen zum Freitag hin sogar nach oben; dabei näherten sich die der einheimischen Erzeugnisse denen der belgischen an. Die Bunten Salate flossen überwiegend aus Deutschland zu, außerdem aus Belgien. Ihre Preise oszillierten auf einem relativ konstanten Level oder sie sanken wie bei Feldsalat ein wenig ab. Lokal generierten die eher spärlich vorrätigen Endivien eine genügende Abnahme.

Gurken
Bei Schlangengurken herrschten die deutschen Abladungen vor, die niederländischen und dazu im abgeschwächten Maß die belgischen ergänzten sie. Überdies verdichteten spanische und griechische Importe den Abgabedruck. Die Bereitstellung fiel also üppig aus. Das Interesse hatte sich zum einen so verbessert, dass die Vertreiber schon zu Beginn der Woche ihre Aufrufe anheben konnten. Zum anderen mündete die drängende Verfügbarkeit zunächst in Vergünstigungen. Diese machten aber bald wieder Verteuerungen Platz, da sich im Laufe der Tage der Absatz dann doch zusehends flotter gestaltete und dem hohen Aufkommen gewachsen war. Von der Bedeutung her zeigten sich die niederländischen Minigurken den einheimischen gegenüber fast gleichrangig. Die Bewertungen tendierten in der Mehrheit nach oben, manchmal auch leicht nach unten. Selten verharrten die Preise auf einem unveränderten Niveau. Örtlich vermochten die ersten regionalen Schmorgurken nicht die übliche Begeisterung auszulösen, da die Einstände von 3,50 € je kg wohl abgeschreckten.

Tomaten
Die Situation war angespannt. Das enorm ausgedehnte Angebot korrelierte überhaupt nicht mit der witterungsbedingt eher unaufgeregten Nachfrage. Schuld trugen vor allem die expandierenden Zuflüsse aus Belgien und den Niederlanden. Auch die inländischen Mengen hatten sich intensiviert. Zudem suchten italienische, polnische und ein paar spanische Partien Kundschaft. Die offensichtliche Überversorgung zwang in sämtlichen Bereichen, insbesondere jedoch bei den Rispentomaten und Runden Tomaten, zu Vergünstigungen. Schnell reifende Überhänge wurden ab 2,75 € je 5-kg-Packstück verkauft. Selbst die sonst so exklusiven Fleischtomaten konnten sich diesem Trend nicht entziehen. Die polnischen Erzeugnisse passten sich dieser Entwicklung ebenso an. Einzig die einheimischen Früchte vermochten verschiedentlich dieser negativen Strömung zu entgehen. Die Kirschtomaten aus Mitteleuropa verbilligten sich merklich, während die Händler bei denen aus Italien ihre Forderungen für gewöhnlich auf ihrem bisherigen Level belassen konnten.

Gemüsepaprika
Das Sortiment wurde durch die üppigen Zulieferungen aus den Niederlanden geprägt. Vorwiegend die türkischen Abladungen ergänzten, die belgischen Artikel rundeten es ab. Die inländischen Exemplare tauchten nur in einem geringen Umfang auf. Wie fast immer zeigte sich die Ausbildung der Preise uneinheitlich: Teils blieben sie relativ konstant, teils divergierten sie augenscheinlich. Die grünen Produkte verbilligten sich meistens so wie sich die roten und gelben Kultivare verteuerten. Örtlich bröckelten dem entgegen gerade die Bewertungen der roten Chargen ab. Türkische lose rote und grüne Ware sowie 500-g-Beutel notierten ähnlich wie die kleinen marokkanischen Importe in der Regel auf einem unveränderten Niveau, da sie genügend Zuspruch zu generieren vermochten. 


Weitere Informationen

Frankfurt
Erste deutsche Himbeeren und Brombeeren wurden offeriert. Spanien stellte nur noch große Kaliber an Kirschen bereit. Aufgrund eines geringen Interesses gaben die Preise etwas nach. Zu teure italienische Zufuhren wurden nicht nachgeordert. Die Nachfrage nach Pfirsichen und Nektarinen war eher verhalten. Die Vertreiber senkten somit zügig ihre Forderungen. Bei Aprikosen bewirkte indessen die hohe Verfügbarkeit niedrigere Bewertungen. Neben türkischen Pflaumen waren griechische in 2,5-kgKistchen zu 10,- € vorrätig. Spanien stellte bei Orangen auf Powell Summer Navel um. Dieser Umschwung initiierte bei den Beständen von Lane Late, Navelate und Valencia Late Vergünstigungen. Chilenische Gemüsezwiebeln wechselten von Grano auf Spring.

Hamburg
Erste türkische Süßkirschen, Napoleon in 28 mm+, kosteten 7,- € je kg. Netzmelonen aus Italien starteten die Kampagne zu 8,- € je 5 Stück. Weißfleischige Paraguayos aus Spanien wurden flott aufgenommen. Blondorangen aus dem Mittelmeerraum notierten fester. Erste Mangos der Varietät Kent von der Elfenbeinküste konnten für 30,- € je 6 kg reibungslos untergebracht werden. Pflaumen der Sorte Angeleno aus Chile erzielten 1,60 € je kg, Angeleno und Ruby Star aus Südafrika im Kaliber AA und AAA 2,30 bis 2,80 € je kg. Kohlrabi aus dem Hamburger Umland in der Größe 80 mm+ eröffnete die Saison zu 0,43 € je Knolle. Erster deutscher Brokkoli wurde zu 2,30 € je kg veräußert; er ergänzte das spanische Angebot. Importe neuer Ernte von Lauch aus Frankreich und Portugal waren zu finden und erreichten ordentliche Einstiege zwischen 1,80 und 1,90 € je kg. Für frische Pfifferlinge aus Serbien verlangte man 26,- € je kg.

Köln
Dank einer intensivierten inländischen Ernte fächerte sich die Produktpalette bei einigen Händlern in den vergangenen Tagen erkennbar auf. Es tauchten die ersten Bundmöhren aus dem einheimischen Anbau sowie lose Artikel aus Frankreich auf. Auf dem Markt erschienen vereinzelt Kirschen aus der Türkei sowie Pflaumen und Paraguayos aus Spanien. Kleinere Partien an Steinpilzen aus Bulgarien sowie Pfifferlinge aus Serbien wurden aufgrund noch recht ansehnlicher Einstandspreise wenig geordert.

München
Nach Spanien und Griechenland lieferte nun auch die Türkei erste großfallenden Offerten an Süßkirschen. Mit dem warmen Wetter stieg die Nachfrage und dies führte zu stabil hohen Notierungen im gesamten Angebot. Der einsetzende Zufluss an italienischen Pfirsichen und Nektarinen war nicht so gewichtig. Große Kaliber einheimischer Kulturheidelbeeren aus Baden konkurrierten zunehmend mit iberischer Ware. Für spanische Orangen entwickelte sich kaum noch Interesse. Verdichtete Abladungen von Rhabarber bewirkten Verbilligungen. Die Preise für belgischen Chicorée pendelten sich nun wieder auf einem etwas niedrigeren Niveau ein. Mit der sich zu Ende neigenden Saison war der Zustrom von Lauch übersichtlich geworden. Es ergaben sich Verteuerungen. Inzwischen ergänzte Spanien in geringem Umfang. Die Bewertungen von Weißkohl und Rotkohl blieben fest. Fenchel, Brokkoli und Weißkohl aus neuer inländischer Ernte machte sich bemerkbar.

Berlin
Spanische Melonen kamen in rauen Mengen an den Fruchthof und wurden je nach Sonnenscheindauer mal zügig, mal schleppend veräußert. Kernlose Wassermelonen waren sehr beliebt und gingen für 0,50 bis 1,10 € je kg vom Platz. Süßkirschen aus Spanien und seltener aus Italien und Griechenland generierten dank gewinnender Ausfärbung und attraktivem Durchmesser deutlich mehr Beachtung und räumten somit relativ rasch. Dementsprechend verharrten die Forderungen der Händler auf einem ansehnlichen Level: Großfruchtige, satt dunkelrote California aus Spanien mussten mit mindestens 7,- € je kg bezahlt werden. Türkische Napoleon stiegen, in noch überschaubarem Importen, zu Wochenbeginn in die Vermarktung ein und ihre Vorräte leerten sich stets zeitnah.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 22 / 19
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 06.06.2019

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin