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bioSüd in Augsburg: volle Gänge und angregte Diskussion - Besucherzahlen leicht gestiegen

08. Oktober 2018

4.815 Besucher (+ 3,8%) sorgten am Sonntag, dem 23. September für einen lebendigen Messetag in Augsburg. Insgesamt 504 Aussteller aus den Bereichen Bio-Lebensmittel, Naturkosmetik, Reform- und Naturwaren boten zum zehnten Mal einen umfassenden Angebotsüberblick für die süddeutschen Bio-Händler.

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Nicht nur der Neuheitenstand sowie der MacherMarktplatz, mit dem die BioMessen die Präsentation junger und/oder kleiner Marken fördern, luden zu Entdeckungen ein. „Der süddeutsche Fachhandel ist sehr neugierig und lebendig. Entsprechend intensiv sind die Kontakte an den Ständen“, beobachtet Wolfram Müller, Veranstalter der BioSüd. Auch aus der Politik kamen Besucher: Reiner Erben, Referent für Umwelt, Nachhaltigkeit und Migration Stadt Augsburg, Ministerialrat Georg Hausl, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten/Referat alp Bayern sowie Vertreter der Verbände der Bio-Branche und des ökologischen Landbaus nutzten den gemeinsamen Messerundgang als willkommene Gelegenheit, mit Herstellern und Erzeugern ins Gespräch über branchenpolitische Themen zu kommen. „Mit dem Landesprogramm BioRegio 2020 fördern wir unter anderem die Beteiligung bayerischer Bio-Hersteller an Gemeinschaftsständen der BioSüd. Auf meinem Rundgang habe ich gespürt, wie stark die Aussteller und Besucher hier durch Ideale verbunden sind und mit Herzblut arbeiten. Ich bin sehr angetan von der Vielfalt und Lebendigkeit des Bio-Angebots auf der Bio-Süd“, kommentiert Georg Hausl.

Auch in den Gängen und an den Ständen ging es durchaus nicht nur um Produkte, Informationen und Konditionen: Immer wieder wurden Zukunftsthemen der Branche, wie die Notwendigkeit einer Agrarwende und strukturelle Entwicklungen im Bereich Herstellung und Handel in den Fokus genommen. „Die Naturkost-Branche denkt und handelt seit je her aus Werten heraus. Diese Werte plagiiert der LEH zunehmend zu Werbebotschaften, hinter denen aber natürlich kein Engagement steht. Es ist unser aller Aufgabe deutlich zu machen: Werte sind mehr als Worte!“, so formuliert Elke Röder, Geschäftsführerin des Bundesverband Naturkost Naturwaren BNN e.V., eine der Herausforderungen. Dass es insbesondere in der Diskussion um die Ausrichtung der Erzeuger und Hersteller sowie der Anbauverbände des ökologischen Landbaus unterschiedliche Standpunkte gibt, zeigte die Podiumsrunde „Zwölf Uhr mittags“. 

Unter dem Titel „Demeter und der Bio-Fachhandel: Auslaufmodell oder Chance?“ tauschten sich Sylvia Haslauer (Inhaberin La Vida Biomarkt), Rolf Holzapfel (Heumilchbauern/Demeter MilchBauern Süd w.V.), Johannes Kamps-Bender (Vorstand Demeter e.V.), Stephan Paulke (Vorstandsvorsitzender Basic AG) und Volkmar Spielberger (Geschäftsführer Spielberger Mühle) klar und zugleich fair über die Frage der Fachhandelstreue aus. Während sich Volkmar Spielberger ohne Wenn und Aber zum Naturkostfachhandel bekannte, stellte Rolf Holzapfel die Frage, ob ein Verband letztlich die Vertriebsstrategie seiner Mitglieder definieren könne und solle. Stephan Paulke stellte klar, dass Demeter für die Basic AG derzeit kein Profilierungsmerkmal mehr sei. Johannes Kamps-Bender verwies auf zukünftige gemeinsame Herausforderungen, zum Beispiel durch den Online-Handel, und die Notwendigkeit einer offenen Kommunikation zwischen allen Beteiligten.

Die BioSüd bildete den erfolgreichen Abschluss des BioMessen-Quartetts 2018. Im Frühjahr 2019 dürfen sich Aussteller und Besucher auf die BioOst erstmals am neuen Standort Leipzig freuen, im Herbst 2019 feiert die BioSüd ihr zehnjähriges Jubiläum

Quelle: BioSüd

Veröffentlichungsdatum: 08.10.2018

Schlagwörter

BioSüd, Augsburg, Besucherzahlen