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Bio-Landwirtschaft: Auswege aus zunehmende Dürreperioden

06. August 2018

Der „Day Zero“, die Stunde Null – also der Tag, an dem die Stadtobersten die Wasserhähne abstellen müssen, weil die Trinkwasserreservoirs fast leer sind – bedroht nicht nur Südafrika und Neu Delhi, sondern bald auch Europa. Biologische Landwirtschaft zeigt mit smartem Wasser- und vor allem Bodenmanagement sowie klimaschonenden Anbaupraktiken Auswege aus der Klima-krise – vor allem aus den immer länger werdenden Trockenperioden. Volkert Engelsman, CEO Eosta, und Eddy Redelinghuys, Traubenzüchter aus Südafrika, erklären warum.

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Volkert Engelsman, CEO Nature & More - Eosta. Foto © Eosta

"Biologische Landwirtschaft ist wegen zunehmender Trockenheiten gefordert"

In den letzten Monaten litten große Teile Europas, darunter die Niederlande, Schottland, Irland, Skandinavien, Norddeutschland und das nördliche Polen, unter Trockenheiten. Obsterzeuger und Bauern erwarten eine kleinere Ernte. Die Getreideernte in den Baltischen Staaten ist bedroht. In Schweden führte die extreme Trockenheit zu einer Krise der Erzeuger. Und ja, die Klimaveränderung ist Ursache dafür, sagte der prominente Wissenschaftler Michael Mann von der Penn State University dem Guardian.

Europa wird in naher Zukunft mit länger andauernden Trockenheiten zurechtkommen müssen, sagte eine Studie, die diesen Frühling von einem Team von internationalen Wissenschaftlern in Nature veröffentlicht wurde. In Zukunft sollte man sich auf Trinkwasserknappheiten einstellen, indem die Wasserbestände erhöht werden, hieß es in dem Artikel.

Südafrika hat uns einen Vorgeschmack darauf gegeben, was noch kommen wird. Anfang 2018 waren die kompletten Wasserreserven von Kapstadt, eine Stadt mit drei Millionen Einwohnern, am 22. April fast ausgegangen. Eosta arbeitet mit Bio-Trauben-Erzeuger Eddie Redelinghuys in diesem Bereich zusammen. Seine Erfahrungen zeigen, wie biologische Landwirtschaft eine bedeutende „Bodenlösung“ ist, um mit großen Trockenheiten (und Überflutungen) in Zukunft zurechtzukommen.

Während andere Erzeuger ihre Wasserreserven komplett aufgebraucht hatten, hatte Eddie im April noch Wasserreserven für seine drei Farmen. Monatelang lieferte er sogar Wasser an seinen Nicht-Bio-Nachbarn, der Gemüse anbaut.

logoEddie nutzt Kompost anstatt künstlichen Dünger. Er hält den Boden mit grünem Dünger bedeckt. Seine Praktiken regen das Bodenleben an und steigern den Biomassegehalt und somit die Wasserspeicherkapazität. Auf sandigen Böden, wie ihn Südafrika hat, führt dies zu Wassereinsparungen von bis zu 60%. Und wenn der Regen schließlich fällt, wird das Wasser größtenteils aufgenommen, anstatt dass es über dem von Trockenheit verkrusteten Boden weggespült wird.

Lesen Sie den gesamten Artikel unter: www.eosta.com.

Quelle: Eosta

 

Veröffentlichungsdatum: 06.08.2018

Schlagwörter

Biologisch, Landwirtschaft, Trockenheit, gefordert