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Bio in Italien wird sich auf Abgrenzung und Identität fokussieren

04. Dezember 2019

Das Projekt „Made in Nature“, das von der EU und den wichtigsten Bioerzeugern in Italien, wie Brio, Canova, Conserve Italia, Lagnasco RK Growers, VeryBio, finanziert und von CSO Italy koordiniert wird, organisierte ein Treffen in Bologna mit den Medien am 22. November, um den Trend eines Jahres zusammenzufassen.

Foto © CSO Italy
Foto © CSO Italy

Im letzten Jahr waren vor allem die verfügbaren Mengen infolge klimatischer Probleme geringer, die zu einem Produktionsverlust von mehr als 30% auf einer Jahresbasis führten. Das Problem des Klimas für Biolandwirtschaft ist ein bedeutendes und sicherlich wird es das Gemüseproduktionspotential reduzieren. Während der Sitzung wurde auch gesagt, dass Biolandwirtschaft gemäß jüngster Studien ein Modell ist, das Emissionen von Treibhausgasen begrenzt und die Speicherung von Kohlenstoff im Boden begünstigt, sodass es als potentielles Mittel gesehen wird, um die globale Erwärmung zu reduzieren.

Bezüglich der Erzeuger wurden jedoch auch Produktionsprobleme für Bioherbstproduktionen wie Birnen, Äpfel und Trauben gesehen, obwohl die Qualität des italienischen Angebotes zum Glück außerordentlich und die Nachfrage rege ist.

Auf Vertriebsebene konzentriert sich der Bioanbau auf den Einzelhandel in großem Umfang, ein Phänomen, das sich in Italien in den letzten Jahren enorm zeigt, aber auch in anderen europäischen Ländern, wie Deutschland und Frankreich, die die zwei Zielländer des Projektes „Made in Nature“ zusammen mit Italien sind.

Frankreich, ein wichtiger Absatzmarkt für italienische Bioprodukte, investiert kräftig in Umweltnachhaltigkeit und somit in Bio. Und die Verbraucher sind besonders sensibel für Umweltthemen, wie die Forschung zeigt, die am 12. November auf statista.com veröffentlicht wurde, die aufführt, dass 32% der Franzosen sagen, sie kaufen regelmäßig Bio, und 52% gelegentlich. Das sind bedeutende Prozentanteile an Aufmerksamkeit für das Produkt. In diesem Kontext muss das italienische Angebot identifizierbar und von hoher wahrgenommener Qualität sein, um auf einen immer überfüllteren Markt durchzudringen.

Auch für Deutschland ist das Schlüsselthema die Identität des italienischen Produktes, das sich abgrenzen und in einem äußerst empfänglichen Markt für Bio charakterisiert sein muss, der aber sicherlich sehr anspruchsvoll bezüglich Qualität und Preis ist.

In den letzten zehn Jahren ist der Biomarkt in Deutschland von 5,8 Milliarden EUR 2008 auf 10,9 Milliarden EUR 2018 gestiegen und mit dem konstanten Wachstum der Verbraucheraufmerksamkeit für gesunden Lebensstil und das Bewusstsein, wie Lebensmittel erzeugt werden, stehen die Zukunftsvorhersagen sicherlich auf Wachstum. Alle Indikatoren für die Biowelt sind positiv und von diesem Erfolg muss ausgegangen werden, um Vielfalt in Verbindung mit „Made in Italy“ zu schaffen, berichtete das CSO Italy.

Zudem sagte das CSO, dass Italien bis vor ein paar Jahren der erste Bioerzeuger der Welt war. Es war der Vorreiter dieses Produktionstrends und hat die am tiefsten gehende Produktkultur in Europa. Eine Produktion, die von sozialen nationalen Biofarmen kommt, wie kleine Produktionsunternehmen, die oft von Familien und Jungunternehmern betrieben werden, die hinsichtlich der Umwelt und Nachhaltigkeit sehr besorgt sind. Die italienische Landwirtschaftsproduktionsrealität ist einzigartig und spiegelt ein qualifiziertes Versorgungsmodell wider, das oft in fortschrittlichen Organisationen vereint ist, aber immer nahe an dem Land und seinen Erzeugern, sagte CSO Italy abschließend.

Quelle: CSO Italy

 

Veröffentlichungsdatum: 04.12.2019

Schlagwörter

Bio, Italien, Abgrenzung, Identität