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Bio company Sozialexperiment: fast 62 % zahlen zu wenig für Bio Produkte

27. September 2019

Ein Bio-Supermarkt in Berlin ruft zu weniger Konsum auf und lässt die Kunden den Preis für ihren Einkauf selbst bestimmen. Das war das Szenario am 24. September im Bio company Markt in der Yorckstraße in Berlin. Die Kunden konnten für sichentscheiden, was ihnen nachhaltig und fair produzierte Waren wirklich wert sind. Und das, ohne den tatsächlichen Preis zu kennen.

Quelle: obs/Dorothea Tuch für BIO COMPANY
Bio company fordert zu weniger Konsum auf und lässt die Kunden am 24. September den Preis ihres Einkaufs selbst entscheiden. Quelle: obs/Dorothea Tuch für BIO COMPANY

Das Ergebnis zeigt: Der faire Wert der Produkte wird scheinbar nicht erkannt - 62 % der Kunden schätzten den Preis für ihren Einkauf zu niedrig ein. Die Aktion ist Teil der BIO COMPANY Kampagne "Kauf weniger", mit der das Berliner Unternehmen als erster Supermarkt zu weniger Konsum aufruft.

BIO COMPANY, Marktführer bei Bio-Supermärkten in Berlin/Brandenburg, stellt sich bewusst gegen unreflektierten Konsum und setzt sich ein für mehr Preissensibilität und Nachhaltigkeit im Handel. Mit dem Sozialexperiment "Zahl', was es dir wert ist" hat der Bio-Supermarkt die Kunden des Markts in der Yorckstraße selbst entscheiden lassen, was sie für ihren Einkauf ausgeben möchten. Statt den Betrag vom Kassierer genannt zu bekommen, wurde ihnen an diesem Tag zwischen 14 und 18 Uhr die Frage aller Fragen gestellt: "Was ist Dir dein Einkauf wert?".

Die Ergebnisse: Kunden zahlen deutlich zu wenig für die Bio-Produkte

132 von insgesamt 347 Kunden nutzten die Kasse, an der sie den Preis für ihren Einkauf selbst bestimmen konnten. 29 % dieser Kunden zahlten mehr, 9 % nannten einen Betrag, der in etwa mit dem tatsächlichen Warenwert übereinstimmt. Die Mehrzahl, nämlich 62 %, zahlten jedoch einen zu niedrigen Betrag. Die Preisabweichung bei allen Einkäufen liegt bei insgesamt -20 %. Die vier Stunden des selbstbestimmten Preises für Lebensmittel, Körperpflegeprodukte und Haushaltswaren lassen Fragen aufkommen: Haben die Kunden unwissend weniger gezahlt als die Produkte wirklich wert sind oder wurde die Chance eines günstigen Einkaufs genutzt? Georg Kaiser, Geschäftsführer BIO COMPANY, sieht hier eine grundsätzliche Problematik: "In Zeiten von hartem Preiskampf und Dumpingpreisen für Lebensmittel & Co. ist es nicht verwunderlich, dass die Kunden das Gefühl für eine faire Preisgestaltung verlieren. Einen Liter Kuhmilch für unter 80 Cent gibt es in der Tat zu kaufen, aber eben nicht bei uns. Es ist wichtig, dass die Kunden die gesamte Wertschöpfungskette würdigen können. Der Lebensmitteleinzelhandel muss gemeinsam mit allen Multiplikatoren daran arbeiten, dass Waren wieder einen realistischen Preis bekommen - von dem alle, auch die Erzeuger, leben können und weder Mensch noch Tier und Umwelt leiden müssen".

Quelle: Ots/ BIO COMPANY GmbH

Veröffentlichungsdatum: 27.09.2019

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Bio Company, Sozialexperiment, Zahlen, zu wenig, Bio Produkte