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BayWa schließt 2017 erfolgreich ab - Schwieriges Jahr für Obsthandel

03. April 2018

Der internationale Handels- und Dienstleistungskonzern BayWa AG hat das Geschäftsjahr 2017 mit einer Steigerung bei Umsatz und EBIT erfolgreich abgeschlossen: Der Umsatz erhöhte sich auf 16,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 15,4 Mrd. Euro) und das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) konnte auf 171,3 Mio. Euro (Vorjahr: 144,7 Mio. Euro) gesteigert werden.

Foto © Baywa AG
Foto © Baywa AG

Der Obsthandel hatte 2017 insgesamt ein schwieriges Jahr: Sowohl in Neuseeland als vor allem auch in Deutschland führten zum Teil katastrophale Wettereinflüsse zu erheblichen Qualitäts- und Mengeneinbußen bei den Erzeugnissen und damit zu einem geringeren EBIT als 2016. Positive Entwicklungen im Kernobstgeschäft in Neuseeland oder die ganzjährige Einbindung des Handels mit Tropenfrüchten in das Konzernergebnis konnten diese Entwicklung nicht kompensieren.
Außerdem hatte das Ergebnis bei Global Produce im Jahr 2016 von einem Sondereffekt durch den Verkauf einer Logistikbeteiligung in Neuseeland profitiert.

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Alle operativen Segmente verbesserten ihre Ergebnisse gegenüber dem Vorjahr. Außerdem trug 2017 ein Sondereffekt durch den Verkauf der BayWa Konzernzentrale in München, der im vergangenen Jahr endgültig vollzogen wurde, zur Steigerung des EBIT bei. BayWa Vorstandsvorsitzender Klaus Josef Lutz kündigte zudem an, dass die BayWa der Aktionärsversammlung im Juni 2018 eine Erhöhung der Dividende um 5 Cent auf 0,90 Euro pro Aktie vorschlagen werde.

Lutz sieht die Entwicklung der operativen Einheiten im laufenden Jahr deutlich positiv: Im Agrarhandel beispielsweise werde durch Profitabilitätssteigerungen sowie den Ausbau des höhermargigen Spezialitätengeschäfts ein signifikant höheres EBIT erwartet als 2017. In Neuseeland seien die Ernte- und Vermarktungserwartungen für Kernobst sehr hoch und auch im Handel mit tropischen Früchten rechnet Lutz mit weiteren Steigerungen. Zudem würden die ersten Ernten aus dem „Greenhouse“-Projekt in den Vereinigten Arabischen Emiraten positiv zum Ergebnis 2018 beitragen.

Lutz geht davon aus, dass sich in den nächsten Jahren der Anteil aus Projektgeschäften der Geschäftsfelder Regenerative Energien und Global Produce (ehemals: Obst) am Gesamtergebnis der BayWa deutlich erhöhen wird. „Wir haben mit dem Bau und dem Verkauf von Wind- und Solarparks gezeigt, dass dies ein nachhaltig wachsendes und rentables Geschäft für uns ist“, so Lutz. Der gerade erfolgte Erwerb der größten Projektpipeline für Solaranlagen in den Niederlanden werde ab 2019 dazu führen, das Ergebnis in diesem Geschäftsfeld wieder zu erhöhen. „Mit der Errichtung von Gewächshäusern für spezielle Fruchtgemüse und dem Verkauf der Anlagen an Investoren sowie dem anschließenden Vertrieb der Produkte durch uns, erweitern wir gezielt unsere Wertschöpfung bei Global Produce. Weitere Projekte planen wir hier spätestens ab 2019 in Australien und den USA“, erläutert Lutz. Auch im Bereich Baustoffe in Deutschland werde die BayWa sich weiterentwickeln und zur Sicherung des Absatzes bereits 2018 stärker mit Bauträgern bei der Realisierung von Projekten kooperieren. „Auf diese Weise wollen wir das Unternehmen insgesamt gegenüber Volatilitätsrisiken, die vor allem im Agrarhandel gegeben sind, stärken und die BayWa für die Zukunft richtig aufstellen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende.

Segment Agrar mit deutlicher Ergebnisverbesserung

Das Segment Agrar erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von 10,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 10,9 Mrd. Euro). Das EBIT verbesserte sich erheblich auf 82,1 Mio. Euro (Vorjahr: 70,1 Mio. Euro).

Quelle: Baywa

Veröffentlichungsdatum: 03.04.2018

Schlagwörter

BayWa, Jahr, Obsthandel