Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Bayer: Währungseffekte überlagern operatives Geschäft

08. Mai 2018

Das operative Geschäft von Bayer ist im 1. Quartal 2018 von Wechselkurseffekten beeinträchtigt worden. Währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) hat der Konzern den Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres gesteigert. "Zuwächse erzielten wir bei Pharmaceuticals und im Animal-Health-Geschäft", sagte der Vorstandsvorsitzende Werner Baumann am Donnerstag bei Vorlage des Zwischenberichts.

Foto © Bayer AG
Foto © Bayer AG

Das EBITDA vor Sondereinflüssen lag währungsbereinigt (wb.) auf Vorjahresniveau. Den währungsbereinigten Konzernausblick 2018 bestätigte Baumann.

Wichtige Fortschritte bei Monsanto-Akquisition

"Strategisch sind wir gut vorangekommen und haben bei der geplanten Übernahme von Monsanto große Fortschritte gemacht", betonte er. Die EU-Kommission und weitere Behörden, unter anderem in Brasilien, China und Russland, haben dem Vorhaben in diesem Jahr zugestimmt. Damit hat Bayer jetzt zwei Drittel der rund 30 kartellrechtlichen Freigaben erreicht. Die Auflagen der EU-Kommission und anderer Regulierungsbehörden sehen insbesondere den Verkauf verschiedener Crop-Science-Geschäfte von Bayer vor. Entsprechende Vereinbarungen mit BASF hat der Konzern im Oktober 2017 und April 2018 getroffen. Die Monsanto-Übernahme unterliegt weiterhin üblichen Vollzugsbedingungen, einschließlich notwendiger behördlicher Freigaben. Bayer arbeitet weltweit eng mit den Behörden zusammen mit dem Ziel, die Transaktion im 2. Quartal 2018 abschließen zu können.

Der Konzernumsatz erhöhte sich im 1. Quartal wpb. um 2,0 Prozent (nominal minus 5,6 Prozent) auf 9,138 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen verringerte sich um 5,2 Prozent auf 2,896 Milliarden Euro. Negative Währungseffekte belasteten es mit rund 160 Millionen Euro. Ohne diese Effekte lag das Ergebnis auf Vorjahresniveau. Das EBIT nahm um 4,8 Prozent ab auf 2,310 Milliarden Euro.

Crop Science legt wb. in drei von vier Regionen zu

Der Umsatz im Agrargeschäft (Crop Science) erreichte mit 2,861 Milliarden Euro wpb. das Niveau des starken Vorjahresquartals. "Wir sind währungsbereinigt in drei von vier Regionen gewachsen und haben so den Rückgang in Europa/Nahost/Afrika nahezu kompensiert", sagte Baumann. Besonders stark aufwärts ging es in Asien/Pazifik mit einem Plus von wb. 10,4 Prozent. Die verstärkte Nachfrage nach Fungiziden und Insektiziden in Brasilien bei gleichzeitig fortschreitender Normalisierung der Lagerbestände halfen dabei, in Lateinamerika wb. um 4,8 Prozent zuzulegen.

Positiv entwickelten sich die Insektizide, die wpb. um 8,0 Prozent wuchsen, und Sonstige (Seeds & Traits) mit einem Umsatzplus von wpb. 12,9 Prozent. Ein wpb. Umsatzminus verzeichnete hingegen Environmental Science (14,3 Prozent) - durch geringere Produktlieferungen an den Erwerber des Konsumentengeschäfts. Ebenfalls wpb. rückläufig waren SeedGrowth (Saatgutbehandlungsmittel, 8,4 Prozent), die Herbizide (6,6 Prozent), Vegetable Seeds (Gemüsesaatgut, 6,2 Prozent) und die Fungizide (2,0 Prozent).

Das EBITDA vor Sondereinflüssen ging um 6,5 Prozent (wb. 2,6 Prozent) zurück auf 1,042 Milliarden Euro. Ergebnismindernd wirkten sich unter anderem geringere sonstige betriebliche Erträge sowie höhere Herstellungskosten aus. Dem gegenüber standen niedrigere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie Verwaltungskosten.

Quelle: Bayer

Veröffentlichungsdatum: 08.05.2018

Schlagwörter

Fortschritte, Monsanto, Akquisition, Bayer, Währungseffekte, Geschäft