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Bayer operativ stark ins Jahr gestartet

26. April 2019

Der Bayer-Konzern ist operativ stark ins Jahr gestartet. Die Division Crop Science hat ihren nominalen Umsatz und ihr Ergebnis dank des neu akquirierten Agrargeschäfts mehr als verdoppelt. „Einen maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hatte unser Agrargeschäft“, sagte der Vorstandsvorsitzende Werner Baumann am Donnerstag bei der Vorlage der Mitteilung zum 1. Quartal 2019. Den Geschäftsausblick des Konzerns für 2019 bestätigte Baumann.

Foto © Bayer
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Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) um 4,1 (nominal 42,4) Prozent auf 13,015 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 44,6 Prozent auf 4,188 Milliarden Euro, wenngleich negative Währungseffekte – ohne Berücksichtigung des akquirierten Geschäfts – mit 110 Millionen Euro belasteten. Das EBIT verringerte sich um 15,6 Prozent auf 1,950 Milliarden Euro. Es wurde gemindert durch Sonderaufwendungen von 1,050 Milliarden (Vorjahr: 78 Millionen) Euro. Diese standen vor allem in Verbindung mit der Akquisition und Integration von Monsanto (492 Millionen Euro) sowie mit den angekündigten Restrukturierungen (393 Millionen Euro).

Das Konzernergebnis ging aufgrund der hohen Sonderaufwendungen um 36,5 Prozent zurück auf 1,241 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erhöhte sich hingegen trotz der gestiegenen Aktienanzahl um 13,8 Prozent auf 2,55 Euro. Den Free Cash Flow verdoppelte Bayer annähernd auf 508 Millionen Euro. Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich zum 31. März 2019 im Vergleich zum Jahresende 2018 um 3,0 Prozent auf 36,740 Milliarden Euro – aufgrund negativer Währungseffekte sowie der Erstanwendung der neuen Leasingvorschriften des IFRS 16.

Ergebnis von Crop Science durch Akquisition mehr als verdoppelt

Im Agrargeschäft (Crop Science) setzte Bayer 6,444 Milliarden Euro um (nominal plus 125,2 Prozent). Der wpb. Anstieg von 5,5 Prozent beruhte auf dem Wachstum in Latein- und Nordamerika. In diesen beiden Regionen wirkten sich auch Leistungsvereinbarungen mit BASF aus. Einen leichten wpb. Zuwachs gab es zudem in der Region Europa/Nahost/Afrika. Der wpb. Umsatz in Asien/Pazifik war hingegen leicht rückläufig.

Die Pro-forma-Umsätze von Crop Science, welche die Übernahme von Monsanto und die damit zusammenhängenden Desinvestitionen bereits zum 1. Januar 2017 unterstellen, waren währungsbereinigt (wb.) auf Vorjahresniveau (minus 0,2 Prozent). Auf dieser Basis legten Herbizide und Insektizide zu. Besonders kräftig wuchs der Bereich Sonstige, vor allem aufgrund von gestiegenen Marktanteilen bei Baumwollsaatgut in den USA und Brasilien. Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften lag auf Vorjahresniveau. Den deutlichsten Rückgang gab es bei Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften – durch Nachfrageverschiebungen in die Vorquartale in Lateinamerika und durch geringere Anbauflächen sowie einen höheren Wettbewerbsdruck in Nordamerika.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science erhöhte sich um 122,8 Prozent auf 2,322 Milliarden Euro. Der Anstieg ist insbesondere auf den Ergebnisbeitrag des neu akquirierten Geschäfts zurückzuführen. Gegenläufig wirkte der Wegfall des Ergebnisbeitrags der an BASF veräußerten Geschäfte. Das bisherige Bayer-Geschäft wurde zudem durch negative Währungseffekte mit 67 Millionen Euro belastet.

Im Zusammenhang mit dem Pflanzenschutzmittel Glyphosat wurden bis zum 11. April 2019 in den USA Klagen von etwa 13.400 Klägern zugestellt. Das Unternehmen ist weiterhin überzeugt, gute Argumente zur Verteidigung gegen die erhobenen Ansprüche zu haben, und beabsichtigt, sich in all diesen Verfahren entschieden zur Wehr zu setzen.

Quelle: Bayer

Veröffentlichungsdatum: 26.04.2019

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Bayer, Operativ, Ergebnis