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Bayer operativ auf Kurs - Crop Science durch extreme Wetterbedingungen beeinflusst

31. Juli 2019

Der Bayer-Konzern ist im 2. Quartal 2019 weiter gewachsen. „Bayer ist operativ auf Kurs“, sagte der Vorstandsvorsitzende Werner Baumann am Dienstag bei der Vorlage des Halbjahresfinanzberichts. „Während unser Crop-Science-Umsatz vor allem durch die extremen Wetterbedingungen in Nordamerika beeinträchtigt war, erzielten wir bei Pharmaceuticals erfreuliche Zuwächse.“ Positiv entwickelte sich auch die Division Consumer Health. Den Konzernausblick für 2019 bestätigte Baumann, dieser sei jedoch zunehmend ambitioniert.

Gurken Foto © Bayer AG
Foto © Bayer AG

Der Konzernumsatz erhöhte sich im 2. Quartal währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) um 0,9 Prozent auf 11,485 Milliarden Euro. Nominal entspricht das einem deutlichen Plus von 21,1 Prozent. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 24,7 Prozent auf 2,927 Milliarden Euro. Im Jahresvergleich belasteten negative Währungseffekte, insbesondere aus Hedging, das Ergebnis mit 59 Millionen Euro. Das EBIT sank um 31,2 Prozent auf 926 Millionen Euro. Im EBIT sind per saldo Sonderaufwendungen von 859 (Vorjahr: 362) Millionen Euro enthalten. Diese stehen im Wesentlichen in Verbindung mit Wertminderungen im Zusammenhang mit der vereinbarten Desinvestition von Dr. Scholl’s™ sowie den Aufwendungen für die angekündigten Restrukturierungen.

Das Konzernergebnis ging um 49,1 Prozent auf 404 Millionen Euro zurück. Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft verbesserte sich hingegen um 5,9 Prozent auf 1,62 Euro. Der Free Cash Flow belief sich auf 751 Millionen Euro (minus 60,8 Prozent). Der deutliche Rückgang ist auf die Saisonalität des neu erworbenen Crop-Science-Geschäfts zurückzuführen. Durch den Erwerbszeitpunkt im Juni 2018 waren die cashflow-belastenden Monate April und Mai im Vorjahr nicht enthalten. Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich zum 30. Juni im Vergleich zum 31. März 2019 um 5,6 Prozent auf 38,808 Milliarden Euro, im Wesentlichen durch die Dividendenausschüttung.

Crop Science durch extreme Wetterbedingungen beeinflusst

Im Agrargeschäft (Crop Science) erzielte Bayer einen Umsatz von 4,788 Milliarden Euro. Nominal stieg der Umsatz um 59,0 Prozent, im Wesentlichen durch die Übernahme von Monsanto. Insgesamt war das Crop-Science-Geschäft im 2. Quartal maßgeblich durch extreme Wetterbedingungen beeinflusst. Insbesondere wirkten sich Überschwemmungen und starke Regenfälle im Mittleren Westen der USA sowie Trockenheit in weiten Teilen Europas und in Kanada negativ aus. Zudem beeinträchtigten die anhaltenden Handelskonflikte das Geschäft. Der wpb. Umsatzrückgang von 3,1 Prozent, bei dem die Entwicklung des akquirierten Geschäfts nur für den Zeitraum vom 7. Juni bis zum 30. Juni berücksichtigt wird, war im Wesentlichen durch deutlich rückläufige Umsätze in Nordamerika bedingt. Merkliche Zuwächse in Lateinamerika konnten dies nicht ausgleichen.

Auf Pro-forma-Basis sank der Umsatz von Crop Science währungsbereinigt (wb.) um 9,9 Prozent. Dabei werden die Umsätze so dargestellt, als wären die Übernahme von Monsanto und die damit zusammenhängenden Desinvestitionen bereits zum 1. Januar 2018 erfolgt. Rückläufig waren auf dieser Basis insbesondere die Geschäfte mit Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften, mit Herbiziden sowie mit Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften. Positiv entwickelte sich dagegen der Umsatz mit Insektiziden.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science erhöhte sich um 66,9 Prozent auf 1,075 Milliarden Euro. Der Anstieg ist insbesondere auf den Ergebnisbeitrag des akquirierten Geschäfts zurückzuführen. Negativ wirkten sich der Umsatzrückgang, der Wegfall des Ergebnisbeitrags der an BASF veräußerten Geschäfte, Wertminderungen auf Vorräte sowie ein negativer Währungseffekt von 26 Millionen Euro aus.

Im Zusammenhang mit dem Pflanzenschutzmittel Glyphosat wurden bis zum 11. Juli 2019 in den USA Klagen von etwa 18.400 Klägern zugestellt. Das Unternehmen ist weiterhin überzeugt, gute Argumente zur Verteidigung gegen die erhobenen Ansprüche zu haben, und beabsichtigt, sich in all diesen Verfahren entschieden zur Wehr zu setzen. Parallel wird sich Bayer konstruktiv in den Mediationsprozess einbringen, der von einem Bundesrichter in Kalifornien angeordnet wurde.

Quelle: Bayer

Veröffentlichungsdatum: 31.07.2019

Schlagwörter

Bayer, Crop Science, Wetterbedingungen