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Bayer: Größte Übernahme der Unternehmensgeschichte vollzogen - steigerte Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal

06. September 2018

Bayer hat im 2. Quartal 2018 die größte Übernahme der Unternehmensgeschichte erfolgreich abgeschlossen und sich operativ auch ohne Berücksichtigung des Monsanto-Geschäfts gesteigert. Beim Umsatz legten drei von vier Segmenten währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) zu.

Foto Bayer AG
Foto Bayer AG

„Wir sind auf Kurs, um die Jahresziele zu erreichen“, sagte der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Baumann am Mittwoch bei Vorlage des Zwischenberichts. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich dank Zuwächsen bei Crop Science und Animal Health. Den Konzern-Ausblick hat Bayer um die Umsatz- und Ergebnisbeiträge von Monsanto ab dem Zeitpunkt der Übernahme angepasst. Das Unternehmen strebt für 2018 eine Dividende je Aktie mindestens auf dem Niveau des Vorjahres an.

Bayer hat den Erwerb von Monsanto am 7. Juni 2018 abgeschlossen – für 63 Milliarden US-Dollar inklusive übernommener Schulden. „Die Akquisition von Monsanto hat zwei starke Geschäfte zusammengebracht, die sich in hohem Maß ergänzen: Das innovative chemische und biologische Pflanzenschutzportfolio von Bayer und das herausragende Wissen von Monsanto in den Bereichen Saatgut und Pflanzeneigenschaften“, sagte Baumann. „Wir sind jetzt ein führendes Unternehmen in der Landwirtschaft mit einem klaren Bekenntnis zu Innovation und Nachhaltigkeit – zum Nutzen für unsere Kunden und die Gesellschaft.“ Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben eine umfassende Expertise im Agrarbereich, zudem verfügt Bayer nun über das stärkste Produktportfolio an Saatgut- und Pflanzenschutz-Produkten für eine große Bandbreite an Kulturen und Indikationen, die beste Forschungs- und Entwicklungsplattform sowie das führende Digital-Farming-Geschäft.

Plus bei Konzernumsatz und Ergebnis

Der Konzernumsatz stieg im 2. Quartal wpb. um 8,5 (nominal 8,8) Prozent auf 9,481 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 3,9 Prozent auf 2,335 Milliarden Euro.

Crop Science: Ergebnis gegenüber Vorjahresquartal verdoppelt

Im Agrargeschäft (Crop Science) setzte Bayer 3,011 Milliarden Euro um. 543 Millionen Euro davon kamen anteilig durch die Übernahme von Monsanto zum 7. Juni 2018 hinzu, 468 Millionen Euro trugen die im August an BASF veräußerten Geschäfte bei. Wpb. stieg der Umsatz um 21,4 Prozent. Das ist auch auf die im Vorjahresquartal deutlich erhöhten Rückstellungen für Produktrückgaben von Pflanzenschutzmitteln wegen hoher Lagerbestände in Brasilien zurückzuführen. Die Lagerbestände haben sich dort aufgrund der ergriffenen – und im 2. Quartal 2018 erfolgreich abgeschlossenen – Maßnahmen wieder normalisiert.

Durch die Übernahme von Monsanto hat Bayer sein Saatgutgeschäft deutlich ausgeweitet, insbesondere mit Mais und Sojabohnen, und sein bestehendes Herbizidgeschäft merklich vergrößert. Regional hat der Konzern durch die Übernahme insbesondere das Geschäft in Nord- und Lateinamerika ausgebaut.

In der veränderten Berichtsstruktur weist das Unternehmen nun sieben Geschäftsfelder und Sonstige aus. Wpb. legte der Umsatz besonders stark bei den Fungiziden (47,8 Prozent) und den Insektiziden (37,1 Prozent) zu sowie bei Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften (37,8 Prozent). Wpb. Zuwächse verzeichneten auch die Herbizide, Sonstige (je 12,7 Prozent) und Gemüsesaatgut (5,9 Prozent). Bei Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften war der Umsatz wpb. stabil, einen Rückgang (wpb. 14,1 Prozent) gab es bei Environmental Science.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science erhöhte sich um 99,1 Prozent auf 631 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal wurde das Ergebnis durch die Situation in Brasilien belastet. Einen positiven Ergebnisbeitrag in Höhe von 70 Millionen Euro lieferte im 2. Quartal 2018 das neu akquirierte Geschäft. Mindernd wirkte dagegen ein negativer Währungseffekt von 52 Millionen Euro, ohne Berücksichtigung des Monsanto-Geschäfts.

Quelle: Bayer AG

Veröffentlichungsdatum: 06.09.2018

Schlagwörter

Bayer, Übernahme, Unternehmensgeschichte, Umsatz, Gewinn, Quartal