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Bayer-Division Crop Science für die Zukunft gut aufgestellt

20. September 2017

Bayer sieht die langfristigen Trends der globalen Agrarwirtschaft weiterhin unverändert. „Unser Geschäftsbereich Crop Science ist trotz des derzeitigen volatilen Marktumfelds sehr gut aufgestellt, um den zukünftigen Kunden- und Marktanforderungen sowie gesellschaftlichen Herausforderungen gerecht zu werden“, sagte Liam Condon, Mitglied des Bayer-Vorstands und Leiter der Division Crop Science, am Dienstag beim Future of Farming Dialog 2017, den das Unternehmen vom 18. bis 20. September ausrichtet. 

Liam Condon, Vorstandsmitglied der Bayer AG und Leiter der Division Crop Science. Foto Bayer AG
Liam Condon, Vorstandsmitglied der Bayer AG und Leiter der Division Crop Science. Foto Bayer AG

Die Veranstaltung bringt Vordenker und Interessenvertreter aus der gesamten Agrarbranche zusammen, da verschiedene Gruppen zusammenarbeiten müssen, um das Welternährungssystem nachhaltiger und damit zukunftsfähig zu gestalten. Hier sind der öffentliche und der private Sektor ebenso gefordert wie Vertreter von Industrie, Behörden, Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen. 

„Der globale Markt für Saatgut und Pflanzenschutzmittel bleibt 2017 nach einem schwachen Vorjahr weiterhin volatil“, so Condon. Das starke Bevölkerungswachstum, veränderte Konsumgewohnheiten und die steigende Nachfrage der Verbraucher nach nachhaltig erzeugten Lebensmitteln würden sich jedoch positiv auf die Lebensmittelproduktion, den Weltagrarhandel und letztlich auf das Einkommen von Landwirten auswirken. „In Kombination mit der weltweit weiter steigenden Nachfrage nach Futtermitteln und Biokraftstoffen werden diese Faktoren eine langfristig steigende Nachfrage begünstigen, die unser Geschäft voranbringen wird“, sagte Condon.

2018 Normalisierung des Geschäfts in Brasilien erwartet 

In einem Geschäft, das durch Wetter und Faktoren wie Schädlings- und Krankheitsbefall beeinflusst wird, sind immer auch kurzfristige Marktschwankungen möglich, insbesondere in tropischen Klimazonen wie Brasilien. „In den vergangenen zwei Jahren kam es durch geringeren Schädlingsdruck und Trockenheit in wichtigen Gegenden des Landes zu einer geringeren Nachfrage nach Insektiziden und Fungiziden“, erklärte Condon. „In Verbindung mit historisch hohen Lagerbeständen zum Abschluss der diesjährigen Erntesaison in Brasilien haben wir deutliche Umsatz- und Ergebniseinbußen hinnehmen müssen.“ Zwar haben die hohen Warenbestände Einfluss auf den gesamten Markt, doch ist Bayer aufgrund seiner starken Marktposition sowohl im Insektizid- als auch im Fungizid-Segment stärker betroffen. Zur Normalisierung der Situation wurden Maßnahmen eingeleitet. So wurden zum Beispiel Produkte in andere Märkte umverteilt und weniger an Zwischenhändler verkauft. 

Innovation für nachhaltige Landwirtschaft unverzichtbar

In seinen Ausführungen, die sich auf die nachhaltige Landwirtschaft konzentrierten, bekräftigte Condon erneut die Entschlossenheit der Division Crop Science, in Innovationen zu investieren und maßgeschneiderte agronomische Lösungen für Landwirte zu entwickeln, die auf ihre individuellen Bedürfnisse und Herausforderungen eingehen. 

In diesem Zusammenhang hob Condon hervor, dass die geplante Übernahme von Monsanto eine große Chance biete, die Zukunft der Landwirtschaft positiv mitzugestalten.

Fortschritte bei Monsanto-Übernahme / Closing voraussichtlich Anfang 2018

Zum Ablauf und Zeitrahmen der geplanten Übernahme von Monsanto sagte Condon, das Unternehmen komme voran. Ende Juni 2017 beantragte Bayer die kartellrechtliche Genehmigung durch die Europäische Kommission, die am 22. August eine Phase-II-Untersuchung einleitete. 

Bayer hat am 18. September in Absprache mit der EU-Kommission den Antrag gestellt, die Prüffrist um zehn Werktage bis zum 22. Januar 2018 zu verlängern. Damit soll eine der Größe der Transaktion angemessene Prüfung ermöglicht werden. „Vor diesem Hintergrund ist es wahrscheinlicher, dass ein Abschluss der Transaktion statt zum Jahresende 2017 nun Anfang 2018 zu erwarten ist“, so Condon. Bayer hat inzwischen bei fast allen der rund 30 relevanten Behörden die Genehmigungen beantragt und bereits von über einem Drittel grünes Licht erhalten.

Erfolgreiche Markteinführung von Digital-Farming-Produkten in über 30 Ländern

Condon ging auch auf die Anstrengungen des Unternehmens im Bereich der digitalen Technologien ein: „Wir wollen im Zeitraum 2015 bis 2020 mindestens 200 Millionen Euro in unseren Geschäftsbereich Digital Farming investieren.“ Schon heute ist die Mehrzahl der neuen Landmaschinen mit Präzisionstechnik ausgestattet. Die neuen Tools helfen Landwirten, Betriebsmittel wie Dünge- und Pflanzenschutzmittel zu optimieren – und dabei zugleich höhere Erträge und eine bessere Qualität zu erzielen. „Innovative Digital-Farming-Technologien helfen landwirtschaftlichen Klein- und Großbetrieben, gesündere Pflanzen effizienter und nachhaltiger anzubauen“, sagte Condon. 

Quelle: Bayer AG

Veröffentlichungsdatum: 20.09.2017

Schlagwörter

Bayer, Division, Crop Science, Zukunft