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Bayer CropScience in Deutschland sehr gut aufgestellt

27. März 2015

2014 war für Bayer CropScience ein sehr erfolgreiches Jahr. „Bayer CropScience hat seine Marktposition in Deutschland ausgebaut. Wir haben im Marktanteil weiter zugelegt“, sagte der Geschäftsführer von Bayer CropScience Deutschland, Dr. Helmut Schramm, gleich zu Beginn des Jahres-Pressegesprächs des Unternehmens in Gent.

In der Saison 2014 hat Bayer CropScience Deutschland wichtige Pflanzenschutzprodukte erfolgreich im Markt platziert, das Geschäft mit Rapssaatgut mit der Einführung der ersten Hybridsorte vorangebracht und bei den NachhaltigkeitsAktivitäten deutliche Akzente setzen können. Das Anwendungsverbot für die insektiziden Beizmittel aus der Gruppe der Neonikotinoide bewertet Dr. Schramm als Fehlentscheidung. Das Ziel, die Bienen zu schützen, wurde verfehlt. In 2014 wurden weitere unterstützende Maßnahmen zur Verteidigung dieser für die Landwirtschaft bedeutsamen Wirkstoffgruppe ergriffen.

Beim DLG-Imagebarometer 2014 erhielt Bayer CropScience in der Sparte „Agrarchemie/Saatgut“ von den befragten Landwirten erneut Bestnoten und belegte damit zum fünften Mal in Folge Platz 1. Als einziges Unternehmen quer über alle Branchen hinweg erreichte Bayer CropScience den Spitzenwert von über 70 Punkten.

Das aktuelle Konjunkturbarometer des Deutschen Bauernverbandes verhehlt nicht, dass die Stimmung in der deutschen Landwirtschaft eingetrübt ist. Unter anderem sind die Landwirte unzufrieden mit der nationalen Umsetzung der europäischen Agrarpolitik. Sie fürchten wachsende bürokratische Anforderungen und wünschen sich mehr Toleranz beim Greening und mehr Planungssicherheit.

Dr. Schramm führte hierzu aus: „Teil einer nachhaltigen Bewirtschaftung ist die Kernaufgabe der Landwirtschaft, nämlich die Produktion von Nahrungsmitteln in ausreichender Menge mit hohen Qualitäten. Extensivierung und überzogene Anforderungen beim Greening sind keine probaten Mittel, den globalen Herausforderungen zu begegnen.“ Dr. Schramm hob hervor, dass der fehlende insektizide Beizschutz bei der Rapsaussaat im Herbst 2014 Spuren hinterlassen hat: „Das eigentliche Ziel, nämlich die Gesundheit der Bienen zu verbessern, wird mit dieser Entscheidung in jedem Fall verfehlt. Trotz Anwendungsverbot für die Neonikotinoid-haltigen Beizmittel bei der letzten Rapsaussaat kommt es in diesem Jahr zu verstärkten Winterverlusten bei Bienenvölkern. Ursache ist der starke Befall mit der Varroamilbe. Das Nachsehen haben sowohl Imker als auch Landwirte. Das Verfahren der mehrfachen Flächenspritzungen zur Kontrolle des Rapserdflohs ist keine optimale Lösung und schon gar keine Alternative zur zielgenauen Beizung.“ 

Trotz positiver Umsatzentwicklung im Verkauf von Pflanzenschutzmitteln macht der Pflanzenschutzbranche, aber auch der gesamten Landwirtschaft, die restriktive Zulassungspraxis verstärktes Kopfzerbrechen. „Was nützen aktuell gute Ergebnisse, wenn uns zukünftig die Produkte fehlen, um Pflanzenschutz-Problemen auf dem Acker wirksam entgegentreten zu können“, brachte Dr. Schramm die zunehmend prekäre Situation auf den Punkt. Den deutschen Landwirten fällt die wirksame Bekämpfung von Schadinsekten und Pflanzenkrankheiten immer schwerer. Als ein Beispiel für eine realitätsferne Zulassungspraxis zog Dr. Schramm die EFSALeitlinie zur Risikobewertung für Bienen, das sogenannte Bee Guidance Document, heran. Um eine einzige Feldstudie nach den Vorstellungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) durchzuführen, braucht es ein Versuchsareal von 448 Quadratkilometern. Das entspricht einer Fläche, die fast doppelt so groß ist wie Frankfurt am Main oder etwa halb so groß wie Berlin. Um bei der restriktiven Zulassungspolitik ein Gegengewicht zu setzen, hat die Landwirtschafts-Branche einen Forderungskatalog aufgestellt. Dieser beinhaltet das Verlassen deutscher Sonderwege, eine ausreichende Ausstattung der deutschen Behörden, die Sicherstellung eines ausreichenden Pflanzenschutzes, eine Zulassung mit realistischem Bezug, eine ausgewogene Kommunikation und die Umsetzung des beschlossenen Nationalen Aktionsplanes.

Bayer CropScience bringt die Kommunikation voran

Dr. Schramm hob die Rolle des Landwirts als besonders glaubwürdigen und vertrauensvollen Botschafter der modernen Landwirtschaft hervor. Für den modernen Pflanzenschutz gibt es ausreichend gute Argumente. Dr. Schramm sagte hierzu: “Wir haben konkrete Maßnahmen ergriffen, die Vorzüge des modernen Pflanzenschutzes zu kommunizieren. So hat Bayer CropScience kürzlich in drei unterschiedlichen SimpleShows den Nutzen von Pflanzenschutz sowie Aspekte der Bienengesundheit und der Artenvielfalt beleuchtet. Die Clips sind auf YouTube zu finden. Zudem hat unser Unternehmen die Initiative „Agrar Dialog“ auf den Weg gebracht. „Agrar Dialog“ hat die wichtigsten und häufigsten Fragen zum Pflanzenschutz zu den vier Themenfeldern „Nutzen“, „Recht“, „Sicherheit“ und „Umwelt“ zusammengestellt und auch direkt beantwortet. Mit der Aktion „Schau ins Feld!“ will die Initiative „Pflanzenschützer“ des IVA veranschaulichen, was der Verzicht auf Pflanzenschutz in unseren Ackerkulturen bewirken würde. In Form von Spritzfenstern verzichten die teilnehmenden Landwirte auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Die Hauptfläche wird praxisüblich behandelt. Im direkten Vergleich werden die unweigerlichen Folgen eines fehlenden Pflanzenschutzes auch dem Laien dann schnell deutlich. Aufgestellte Informationstafeln informieren die Passanten über den Nutzen des Pflanzenschutzes.“

Als Antwort auf die aktuellen Herausforderungen hat sich die Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft e.V. neu strukturiert. Sie nennt sich zukünftig „Forum Moderne Landwirtschaft e. V. (Forum ML). Hintergrund ist die Überzeugung der Mitglieder, dass die anstehenden Herausforderungen für die Land- und Agrarwirtschaft nur gelöst werden können, wenn sich die Branche hinsichtlich Information und Kommunikation mit der Gesellschaft moderner, offensiver und sichtbarer aufstellt. „Wir werden zukünftig noch mehr Kommunikationselemente miteinander verzahnen und die Mitglieder eng an die Organisation binden“, so Dr. Schramm. Der Geschäftsführer von Bayer CropScience hat Stimme und Sitz im Aufsichtsrat des neuen Forum Moderne Landwirtschaft.

Dr. Schramm zieht folgende Bilanz: „Bayer CropScience hat im Markt ein Top-Image und ist in allen Belangen hervorragend positioniert. Die größte Herausforderung in der Pflanzenschutzbranche bleibt die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln. Bei der Kommunikation wird es zukünftig darauf ankommen, nicht nur alleine, sondern vor allem in Partnerschaften unter Einbeziehung der Landwirte zu handeln.“

Rückblick 2014 – Marketingschwerpunkte 2015

Dr. Jörg Weinmann, Leiter Marketing von Bayer CropScience Deutschland untermauerte die Aussagen des Geschäftsführers zum Markt 2014 und gab einen positiven Ausblick für 2015. „In fast allen Indikationen konnten wir stärker wachsen als der Markt. Wir haben unseren Marktanteil weiter gesteigert“, so Dr. Weinmann. Für die anstehende Pflanzenschutzsaison 2015 ist Bayer CropScience sehr gut aufgestellt, seine Führungsposition in einem eher stabilen Markt weiter auszubauen. Das Unternehmen hat das Ziel, die starken Bayer-Marken weiter zu etablieren.
Das Wachstum im Raps-Saatgutgeschäft stellt eine weitere wichtige Herausforderung dar. Es geht um die weitere Festigung der heute bereits schlagkräftigen Organisation und den weiteren Ausbau des Sortenportfolios.
Eine besondere Stärke war und ist die Servicepalette rund um die Bayer-Produkte. Hier sind neue Angebote in der Vorbereitung. Etwa durch die Erweiterung des bestehenden Proplant-Tools sowie das Angebot weiterer E-Learning-Tools für den sicheren Umgang mit Pflanzenschutzmitteln beziehungsweise verstärkte Aktivitäten im Bereich der Nachhaltigkeit.

Bayer startet Agrar Dialog zum modernen Pflanzenschutz

Als besonderes Highlight hob Dr. Weinmann die Bayer-Initiative „Agrar-Dialog zum modernen Pflanzenschutz“ hervor.
Warum brauchen wir überhaupt Pflanzenschutzmittel? Wie sieht es mit Rückständen in Lebensmitteln aus? Werden die Risiken bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln vernachlässigt? „Verbraucher stellen heute zunehmend diese und vergleichbare kritische Fragen und erwarten verständliche Antworten darauf. Mit der Initiative „Agrar-Dialog“ stellt Bayer CropScience den Landwirten und/oder landwirtschaftlichen Öffentlichkeitsarbeitern die korrekten Antworten rund um das Thema Pflanzenschutz zur Verfügung“, sagte Dr. Weinmann. Zudem können sich interessierte Verbraucher auch direkt informieren. Die Fragen-Antworten-Sammlung steht als gedruckte Ausgabe in Form eines Fächers, als Heft und als Kartenspiel zur Verfügung. Die Verteilung erfolgt über die Außendienstmitarbeiter von Bayer.
Neben den gedruckten Ausgabeformaten gibt es eine kostenlose Agrar-Dialog App, die die Möglichkeit zur Interaktion eröffnet. Die Anwender der App können eigene Fragen vorschlagen, falls diese nicht in der Sammlung enthalten sind. Neue beziehungsweise häufig gestellte Fragen von allgemeiner Bedeutung werden einschließlich der Antwort in den Katalog aufgenommen und an die Nutzergemeinde zurückgespielt. Die App ist Android und iOS geeignet und zudem optimiert für iPad und Android Tablets.

Weiterlesen unter: http://agrar.bayer.de/~/media/BCSD/agrar_bayer_de/PDFs/BCSD_Presseinformation_2015.ashx

Quelle: Bayer CropScience

Veröffentlichungsdatum: 27.03.2015

Schlagwörter

Bayer Cropscience, Pflanzenschutz