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Bayer-Aufsichtsrat beschließt konkrete Maßnahmen zum Umgang mit dem Rechtskomplex Glyphosat

27. Juni 2019

Der Aufsichtsrat der Bayer AG hat am Mittwoch bei einer ganztägigen Sitzung die derzeitige Situation des Unternehmens erörtert und eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, mit denen die aktuellen Herausforderungen des Unternehmens angegangen werden sollen. Dabei ging es auch um die Themen, die kürzlich bei der Hauptversammlung von Aktionären angesprochen wurden und auch im laufenden Dialog mit Investoren zur Sprache kommen.

Foto © Bayer AG
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So erörterte der Aufsichtsrat das weitere strategische Vorgehen bei den anstehenden Gerichtsverfahren und beschloss konkrete Maßnahmen zum Umgang mit den aktuellen rechtlichen Prozess- und Mediationsaktivitäten. Der Aufsichtsrat sieht die negativen Auswirkungen, die von der Unsicherheit im Zusammenhang mit den Gerichtsverfahren auf den Aktienkurs und die Wahrnehmung der Stakeholder ausgehen, und wird das Unternehmen dabei unterstützen, den Themenkomplex entschlossen und mit Umsicht voranzubringen. Zu diesem Zweck wird ein neu gegründeter Aufsichtsratsausschuss diese Themen intensiv begleiten, den Vorstand dazu beraten und Vorschläge zur Prozessstrategie machen. Er wird aus acht Aufsichtsratsmitgliedern bestehen und paritätisch besetzt sein. Mehrere Mitglieder des Ausschusses haben umfassende Erfahrung mit komplexen Gerichtsverfahren.

Zudem wurde der US-Anwalt John H. Beisner beauftragt, den Aufsichtsrat zum Rechtskomplex Glyphosat kontinuierlich zu beraten – auch zu Fragen der Prozesstaktik und zur Mediation. Seine Ernennung soll die Beratung des Vorstands um eine frische und unabhängige Sichtweise ergänzen. Beisner wird an den Sitzungen des neuen Ausschusses teilnehmen. Zudem wird er im Rahmen seiner Beratungstätigkeit regelmäßig an den Aufsichtsrat berichten. Beisner ist ein ausgewiesener Experte für Produkthaftungsklagen. Er leitet bei der renommierten Kanzlei Skadden in Washington, D.C. die Abteilung „Mass Tort, Insurance and Consumer Litigation“. Beisner hatte wichtige Führungsrollen bei einigen viel beachteten Produkthaftungsfällen im Auftrag großer multinationaler Unternehmen – sowohl in Form der erfolgreichen Verteidigung vor Gericht als auch im Zuge von Vergleichen. „Wir sind überzeugt, dass John H. Beisner mit seiner Expertise sehr wertvolle und konkrete Impulse sowohl hinsichtlich der fortdauernden Gerichtsverfahren als auch der Mediation geben wird“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Werner Wenning.

Bayer-Aufsichtsrat begrüßt die Ernennung von Ken Feinberg als Mediator

Im Zusammenhang mit dem Rechtskomplex Glyphosat beschäftigte sich der Aufsichtsrat auch mit der gerichtlich angeordneten Mediation. Parallel zu den andauernden Gerichtsprozessen in weiteren Fällen sieht Bayer der Mediation positiv entgegen und wird sich konstruktiv in den Mediationsprozess einbringen. Neben dem Vorstand begrüßt auch der Aufsichtsrat die Benennung von Ken Feinberg als Mediator: „Ken Feinberg hat eine exzellente Reputation und nachgewiesene Erfolge als Mediator in einigen der komplexesten Vergleiche der vergangenen Jahre. Die Zusammenarbeit mit ihm wird eine professionelle und durchdachte Herangehensweise im Hinblick auf die anstehenden Gespräche sicherstellen“, so Wenning.

Auch bei der gewünschten weiteren Stärkung der Aufsichtsratsexpertise insbesondere im Bereich Landwirtschaft und Ernährung kommt das Unternehmen gut voran. „Wir sind mit hervorragenden und sehr angesehenen Kandidatinnen und Kandidaten im Gespräch“, sagte Wenning, betonte aber zugleich, dass der Aufsichtsrat auch aktuell aufgrund der umfassenden Expertise seiner Mitglieder sehr gut aufgestellt sei, um den Herausforderungen für Bayer zu begegnen.

Quelle: Bayer AG

Veröffentlichungsdatum: 27.06.2019

Schlagwörter

Bayer, Aufsichtsrat, Maßnahmen, Umgang, Rechtskomplex, Glyphosat