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BASF-Gruppe im 2. Quartal mit leichtem Umsatzrückgang

29. Juli 2019

Im 2. Quartal 2019 ist das makroökonomische Umfeld für BASF herausfordernd geworden. „Es ist zurzeit geprägt von hoher Unsicherheit, geringer Sichtweite und schlechter Vorhersehbarkeit“, so Dr. Martin Brudermüller, Vorsitzender des Vorstands der BASF SE im Rahmen einer Telefonkonferenz. „Unsere Ergebnisse im 2. Quartal spiegeln dies deutlich wider.“

BASF SE 25_IMG_0213  Büro- und Konferenzgebäude D 105 Standort Ludwigshafen 2018.jpg Foto ©BASF SE
Bürogebäude Ludwigshafen. Foto ©BASF SE

Der Umsatz ging gegenüber dem 2. Quartal des Vorjahres um 4 % auf 15,2 Milliarden € zurück. Die Preise sanken um 2 %, vor allem aufgrund der Geschäfte mit Isocyanaten und Crackerprodukten. Die Verkaufsmengen fielen um 6 %. Außer Nutrition & Care verzeichneten alle Segmente niedrigere Mengen. Am deutlichsten war der Rückgang in den Segmenten Chemicals und Agricultural Solutions. Gründe hierfür waren turnusmäßige Wartungsabstellungen der Steamcracker in Antwerpen/Belgien und Port Arthur/Texas und im Segment Agricultural Solutions die schlechten Wetterverhältnisse in Nordamerika. Die Portfolio-Effekte beliefen sich auf plus 2 % dank der von Bayer akquirierten Saatgut- und nichtselektiven Herbizidgeschäfte. Währungseffekte betrugen plus 2 %.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen ging um 27 % zurück auf 2 Milliarden €. Das EBIT vor Sondereinflüssen lag mit 1 Milliarde € um 47 % unter Vorjahr.

Die weltweiten Handelskonflikte, besonders zwischen den USA und China, wiegen aus Sicht des Unternehmens schwer. „Wir sind der gängigen Einschätzung gefolgt, dass es hier spätestens zur Jahresmitte zu einer Lösung kommt. Eine Entspannung scheint heute aber in weite Ferne gerückt“, so Brudermüller. Die wesentlichen Zahlen hat das Unternehmen bereits am 8. Juli vorab veröffentlicht. Ihren Ausblick für 2019 vom Februar dieses Jahres hatte BASF an bestimmte makroökonomische und geopolitische Annahmen geknüpft. „Viele davon traten leider nicht ein, deshalb haben wir unsere Prognose zurücknehmen müssen“, so Brudermüller. Der angepasste Ausblick ändere aber nichts an der progressiven Dividendenpolitik: „Wir wollen unsere Dividende pro Aktie jedes Jahr erhöhen.“

Neue Strategie wird schnell und entschlossen umgesetzt

Mit der neuen Strategie hat BASF zahlreiche Maßnahmen definiert für mehr Kundenorientierung und Effizienz sowie für eine leistungsfähigere Aufstellung des Unternehmens. „Trotz der Herausforderungen werden wir unsere strategischen Wachstums-Initiativen mit hohem Tempo, Konsequenz und Nachdruck umsetzen“, so Brudermüller.

BASF richtet derzeit ihre Organisation neu aus, verschlankt die Verwaltung, schärft die Rollen der Service-Einheiten sowie der Regionen und vereinfacht Abläufe und Prozesse. In den vergangenen Monaten wurden wesentliche Teile der funktionalen Dienstleistungen in die operativen Bereiche eingegliedert.

Wie bereits angekündigt, plant BASF einen Abbau von weltweit rund 6.000 Stellen bis Ende 2021. Dieser resultiert aus der organisatorischen Vereinfachung und aus Effizienzsteigerungen in Verwaltung, Services und den operativen Bereichen. Außerdem werden im Rahmen der angekündigten Portfolioveränderungen bei Bauchemie und Pigmenten zentrale Strukturen gestrafft.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Chemieproduktion im BASF-Heimatmarkt Europa um 0,5 % zurückgegangen. Besonders ausgeprägt war dies mit minus 3,5 % in Deutschland.

Der Agrarsektor litt unter anhaltenden massiven Niederschlägen in den großen Anbaugebieten Nordamerikas. Brudermüller: „Überschwemmungen und Extremwetter haben uns dort buchstäblich das Geschäft bei Agricultural Solutions verhagelt.“

Quelle: BASF SE

Veröffentlichungsdatum: 29.07.2019

Schlagwörter

BASF, Gruppe, Quartal, Umsatzrückgang