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Asiafruit Congress 2017: Die Rolle des Protektionismus

22. September 2017

Dynamik steht auf Asiens führender Obst- und Gemüsekonferenz thematisch ganz vorn: Eine Reihe von vortrangenden Experten erklärten auf Asiens führender Konferenz für Frischobst und -gemüse die neusten Einzelhandels-, Verbraucher- und Handelstrends in den sich schnell bewegenden asiatischen Märkten. Die Veranstaltung fand am 5. September, an dem Tag vor der Asia Fruit Logistica, in Hongkong statt.

Foto © Asiafruit Congress 2017
Foto © Asiafruit Congress 2017

Nachdem letzte Woche über die Einzelhandelsrevolution und Markenbildung berichtet wurde, geht es in diesem Teil um: Die Rolle des Protektionismus.

Die Fähigkeit der internationalen Lieferanten, Gewinne aus Asiens Einzelhandelsboom zu schlagen, könnte in den kommenden Jahren auf die Probe gestellt werden. Während einige Handelsanalysten argumentieren, die Zunnahme des Protektionismus könnte in der globalen Wirtschaft Instabilität schaffen, meinen andere, es könnten neue Möglichkeiten für die Lieferanten von Obst und Gemüse entstehen. Das war ein großer Diskussionspunkt während der abschließenden Hauptsitzung des diesjährigen Asiafruit Congress, wo verdeutlicht wurde, wie wichtig Marktdiversifikation ist, um ein erhöhtes Risiko zu bewältigen.

Michael Every von Rabobank eröffnete die Sitzung mit einer gedankenanregenden Präsentation, die zeigte, wie Geschichte ein nützlicher Leitfaden bei der Vorhersage der Folgen der aktuellen Woge des Protektionismus sein kann, die über den Globus zieht.

Da das auf dem Dollar basierende globale Handelsmodell immer unsicherer wird, wird das Entstehen neuer Handelsallianzen, wie Chinas „One Belt One Road“-Initiative, große Auswirkungen für Fruchterzeuger haben, mahnte Every.

Die Politisierung des Welthandels könnte zu neu entstehenden Allianzen führen, während alte bröckeln, und die Fruchterzeuger könnten sich gefangen inmitten eines schmutzigen Handelkrieges wiederfinden, der sie zwingt, zwischen Handelspartnern zu wählen.++In der Podiumsdiskussion, die auf Everys Präsentation folgte, betonte José Antonio Gómez, von Camposol Trading, dass die Zunahme des Protektionismus in traditionellen Märkten durch wachsenden Handel mit Ländern wie China ausgeglichen wird.

Er sagte, die jüngste Öffnung des neuen Büros von Camposol in Shanghai war eine „Absichtserklärung“ des Unternehmens. Filip Fontainer, von BelOrta in Belgien, teilte diesen Optimismus, wobei er darauf beharrte, dass die europäischen Erzeuger bereits bewiesen haben, dass sie gut ausgerüstet sind, um mit Veränderungen in der globalen Handelslandschaft umzugehen, indem sie sich in der Woge des russischen Embargos schnell umgruppiert haben, um neue Märkte zu finden, darunter China und Indien.

Quelle: Market Intelligence Ltd/Asiafruit Congress

Veröffentlichungsdatum: 22.09.2017

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Asiafruit Congress, Protektionismus