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Asiafruit Congress 2017 – Asiens führende Obst- und Gemüsekonferenz zeigt Dynamik

15. September 2017

Eine Reihe von vortragenden Experten erklärten auf Asiens führender Konferenz für Frischobst und -gemüse die neusten Trends für Einzelhandel, Verbraucher und Handel in den sich schnell bewegenden aisatischen Märkten. Während Protektionismus in der globalen Wirtschaft Unsicherheit anheizen mag, ist das Vertrauen in Asiens Obst- und Gemüsesektor scheinbar himmelhoch, wie die aufregenden neuen Einzelhandels-, Handels- und Verbrauertrends belegen, die sich in der Region entwickeln.

Foto © Asia Fruit Logistica 2017
Foto © Asiafruit Congress 2017

Industrieexperten schilderten das Aufkommen einiger dieser Trends auf dem Asiafruit Congress letzte Woche in Honkong, der am 5. September, der Tag vor Eröffnung der Asia Fruit Logistica, stattfand.

Da es viele interessante Informationen gibt, wird fruchtportal.de diese in drei separate Berichte aufteilen. Der erste Bericht handelt von der „Einzelhandelsrevolution“, worauf in der folgenden Woche mehr über „Die Rolle des Protektionismus“ und „Markenbildung“ folgt.

Einzelhandelsrevolution

Der Schwung hinter dem Obst- und Gemüsesektor in Asien lässt sich vielleicht am besten auf Einzelhandelsebene erläutern. Da der moderne Einzelhandelssektor in Asien weiter reift, können die Lieferanten direkte Zusammenarbeit mit Ladenbesitzern und Unternehmern erwarten, sagte Shirley Zhu, die das Südostasien-Forschungsprogramm für den globalen Ernährungs- und Lebensmittelanalysten IGD leitet. Allerdings sind die speziellen Modelle und Verbrauchertrends je nach Stufe der Einzelhandelsentwicklung eines jeden Marktes sehr unterschiedlich.

Als sie die programmatische Präsentation während der eröffnenden Hauptsitzung hielt, meinte Zhu, die Einzelhandelsentwicklung in der Region ist aktuell in vier Stufen unterteilt: embryonal (Vietnam und Indien), sich entwickelnde Giganten (die Philippinen und Indonesien), moderne Gestalter (China, Malaysia und Thailand) und Multikanaltrendsetter (Japan, Taiwan und Südkorea).

„In den embryonalen Märkten kann man viele neue Markteintritte sowohl von inländischen als auch importierten Akteuren erwarten“, erklärte sie. „Zu den sich entwickelnden Giganten gehören Indonesien und die Philippinen und in diesen Märkten erwarten wir stärkere lokale und regionale Akteure. Logistik kann auch ein enormes Problem sein, da beide Märkte aus tausenden von Inseln bestehen.“

In den entwickelteren Einzelhandelsmärkten wie Thailand, Japan, China und Taiwan, sagte Zhu, haben die Einzelhändler mit der „großflächigen Landnahme“ aufgehört und arbeiten jetzt daran, ihre Kunden zu verstehen, testen neue Formate und entwickeln eine Identität.

„Eines der Themen, die wir gesehen haben, ist, dass große Läden ihren Raum besser nutzen“, sagte sie weiter. „Größere Läden versuchen auch, Fußball mit ihren Zielprodukten voranzubringen, das sind die Produkte, für die sie bekannt sind, ob Frischwaren, Schönheitspflege oder Weine.“

Die Wachstumsrate in dem asiatischen Einzelhandel ist ähnlich wie in Lateinamerika, sagte Zhu, bei rund 6% im Jahresvergleich. 2021 wird Asien größer als Europa und Nordamerika zusammen sein, womit es seine Krone als größter globaler Einzelhandelsmarkt behält.

Nach der Präsentation von Zhu blickte die Eröffnungssitzung genauer auf einige der neuen Einzelhandelskonzepte, die in Asien mittels Interviews mit wegbereitenden Akteuren im Stile von Fallstudien beginnen. Die Integration von online und physischem Einkaufen und Mitgliedschaftssystemen ebnet den Weg für eine neue Ära des Einkaufens.

Quelle: Market Intelligence Ltd/Asiafruit Congress

Veröffentlichungsdatum: 15.09.2017

Schlagwörter

Asiafruit Congress, Konferenz, Asien