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„Arbeitsmarkt, Ausbildung, Migration – Perspektiven für die Landwirtschaft“

08. Dezember 2015

Die Landwirtschaft in Deutschland beschäftigte im Jahr 2014 etwas mehr als eine Million Arbeitskräfte. Davon waren fast die Hälfte Familienarbeitskräfte, etwas mehr als 30 % waren Saison- und knapp 20 % ständig angestellte Arbeitskräfte.

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Klar ist, auf dem landwirtschaftlichen Arbeitsmarkt in Ost- wie in Westdeutschland sind große Herausforderungen zu bewältigen. Das betrifft die Gewinnung von qualifiziertem Personal und die steigenden Anforderungen an das Personalmanagement. Das betrifft ebenso die Art und die Qualität der Aus- und Weiterbildung. Das betrifft aber auch die gegebenen sowie die erforderlichen Rahmenbedingungen für die Beschäftigung von Saison-arbeitskräften. Gleiches gilt für die Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt.

Trotz deutlicher Erfolge wird die Internationalisierung gerade in der Agrarwirtschaft auch kritisch hinterfragt. Zum einen wird die Ressourcen verbrauchende Erzeugung für den Export in Frage gestellt. Zum anderen beflügelt die Sorge vor mangelnder Transparenz und sinkender Qualität schon heute die Nachfrage nach regional erzeugten Lebensmitteln.

Die Edmund Rehwinkel-Stiftung möchte mit wissenschaftlichen Studien die genannten Herausforderungen genauer analysieren und Lösungsansätze dafür erarbeiten lassen. Sie schreibt daher das Thema aus:

„Arbeitsmarkt, Ausbildung, Migration - Perspektiven für die Landwirtschaft“
 

Zu diesem Schwerpunktthema erwarten wir insbesondere Studien, die:

  • die Bestimmungsfaktoren von Angebot und Nachfrage auf dem Markt für landwirtschaftliche Arbeitskräfte und deren Entlohnung untersuchen
  • die Auswirkungen geburtenschwacher Jahrgänge auf die Situation in der Ausbildung unter Berücksichtigung der Unterschiede in Ost und West analysieren
  • die fachlichen, methodischen und persönlich-sozialen Anforderungen an die landwirtschaftlichen Arbeitskräfte vor dem Hintergrund zunehmender Technisierung und Digitalisierung in der Landwirtschaft untersuchen und dabei auch die Anforderungen an die Bildungseinrichtungen eingehend beleuchten
  • die rechtlichen und formalen Voraussetzungen für die Einbindung von Migranten in die berufliche Qualifikation und die Beschäftigung in der Landwirtschaft analysieren, Möglichkeiten der Flexibilisierung aufzeigen sowie sinnvolle Förderungen diskutieren
  • den demographischen Wandel und die steigende Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften bei einem gleichzeitig insgesamt schrumpfenden landwirtschaftlichen Arbeitsmarkt, sinkenden Chancen für gering Qualifizierte und der Integration einer ggf. größeren Anzahl von Migranten untersuchen
  • die Zukunft von Saisonarbeit und Praktika in Zeiten des Mindestlohns, auch vor dem Hintergrund der Integration von Migranten in den landwirtschaftlichen Arbeitsmarkt, diskutieren


Maximaler Förderbetrag pro Studie:    20 000,-- Euro
Anmeldefrist:    11. Januar 2016
Abgabetermin der Studien:    16. Januar 2017     
 

Die vollständige Ausschreibung finden Sie hier.

Quelle: Rentenbank

Veröffentlichungsdatum: 08.12.2015

Schlagwörter

Arbeitsmarkt, Ausbildung, Migration, Perspektiven, Landwirtschaft, Edmund Rehwinkel, Stiftung