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Apfelsaisoneröffnung: Obstregion Bodensee präsentiert neuen Markenauftritt

10. September 2018

In Anwesenheit von Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, hat die Obstregion Bodensee am Donnerstag in Bodman-Ludwigshafen neben den aktuellen Ernte-und Marktprognosen für die beginnende Apfelsaison 2018/19 ihren neuen Markenauftritt präsentiert.

Foto © Obst vom Bodensee Marketing GmbH
Von links: Eugen Setz - ehemaliger Geschäftsführer Obstregion Bodensee e.V., Friedlinde Gurr-Hirsch MdL-Staatssekretärin im MLR Baden-Württemberg, Helmut Jäger - ehemaliger Vorsitzender Obstregion Bodensee e.V.) Foto © Obst vom Bodensee Marketing GmbH

Erich Röhrenbach, gemeinsam mit Thomas Heilig neuer Vorsitzender der Obstregion Bodensee e.V. konnte am Donnerstag in Ludwigshafen zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Vertreter von Ämtern und Behörden zur offiziellen Eröffnung der Bodensee-Apfelsaison 2018 begrüßen. Die Auswirkungen der Trockenheit waren auch in den Apfelplantagen am Bodensee spürbar, aber insgesamt erwarten die Obstbauern eine gute Ernte. Trotzdem verwies Röhrenbach darauf, dass die Rahmenbedingungen für die Familienbetriebe am Bodensee durch den Klimawandel immer schwieriger werden. Eigentlich braucht es aus Sicht der Obstbauern für eine langfristige Planbarkeit zwingend eine Mehrgefahrenversicherung oder die Möglichkeit steuerfreie Rücklagen für Krisenjahre zu bilden. Diese Versicherungen werden in anderen Ländern angeboten und sind dort dank staatlicher Unterstützung auch bezahlbar. Ohne diese Unterstützung sind die Prämien einfach zu hoch und für die Bauern nicht tragbar.

Im Anschluss an die Eröffnung verabschiedete der neue Vorsitzende seinen Vorgänger Helmut Jäger, der 12 Jahre den Vorsitz der Obstregion Bodensee e.V. innehatte und aus Altergründen nicht mehr zur Wahl angetreten war. Gleichzeitig war der Obstbauer aus Lindau Präsident des Bayerischen Erwerbsobstbauverbandes. Jäger hat sich in diesen 12 Jahren mit Beharrlichkeit und Einsatz in den Dienst der Obstbauern gestellt und auch bei schwierigen Themen nie aufgegeben. Zu den Erfolgen dieser Arbeit zählen die Frostschutzbeihilfe der Länder Baden-Württemberg und Bayern nach den katastrophalen Schäden im Frühjahr 2017 oder die Einführung der „Geprüften Qualität aus Bayern“ für die Obstbauern aus der bayerischen Bodenseeregion.

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Von links: Bodensee-Apfelprinzessin Lisa Brielmayer, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL-Staatssekretärin im MLR Baden-Württemberg, Dr. Egon Treyer - Geschäftsführer Marktgemeinschaft Bodenseeobst eG, Erich Röhrenbach - Vorsitzender Obstregion Bodensee e. V., Thomas Heilig - Vorsitzender Obstregion Bodensee e.V. , Sabrina Heiß - Bodensee-Apelkönigin) Foto © Obst vom Bodensee Marketing GmbH

Der Wechsel beim Vorsitz der Obstregion fällt zusammen mit einer weiteren personellen Veränderung: Eugen Setz, über 25 Jahre Geschäftsführer der Obstregion Bodensee, trat am 01. Juli 2018 in den wohlverdienten Ruhestand. Erich Röhrenbach verwies in seiner Laudatio darauf, dass Setz in dieser Zeit nur 2 Vorsitzende begleiten durfte. Franz Huchler bis 2006 und dann Helmut Jäger. Diese beiden konnten sich immer auf eine professionelle Unterstützung durch den Geschäftsführer verlassen. Zu den wichtigsten Aufgaben von Eugen Setz gehörten die Organisation der Messe Fruchtwelt und der Bodenseeobstbautage und die Wahl der Bodensee-Apfelkönigin. Außerdem wurden unter seiner Führung der Markenauftritt „In der Sonne gebadet“ eingeführt und die heute unverzichtbaren Qualitätssicherungssysteme installiert.

Röhrenbach dankte beiden für ihren langjährigen Einsatz für die Obstbauern am Bodensee und überreichte ein Präsent. Er wünschte Helmut Jäger und Eugen Setz für die Zukunft alles Gute und vor allem Gesundheit.

Seit 01. Juli führt Manuela Heinrich die Geschäfte der Obst vom Bodensee Marketing GmbH und Dietmar Bahler kümmert sich um die berufsständischen Themen im Obstregion Bodensee e.V.

„Nach aktuellem Stand ist am Bodensee und in Baden-Württemberg eine gute Apfelernte mit erstklassigen Qualitäten zu erwarten“, sagte Friedlinde Gurr-Hirsch MdL,  Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. „Dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, hat uns gerade das Frostjahr 2017 deutlich vor Augen geführt. Trotz solcher immer wiederkehrender Herausforderungen behaupte sich der Obstbau als ein Flaggschiff der baden-württembergischen Landwirtschaft. Und gerade das Bodenseegebiet ist eines der wichtigsten Apfelanbaugebiete in Deutschland. Dank hervorragender Anbaubedingungen und einer sehr gut aufgestellten Obstwirtschaft wird hierzulande schon seit jeher höchste Qualität produziert“, betonte Gurr-Hirsch.

Bodensee-Apfelsaisoneröffnung. Foto © Obst vom Bodensee Marketing GmbH
Bodensee-Apfelsaisoneröffnung. Foto © Obst vom Bodensee Marketing GmbH

In Zeiten des Klimawandels sei dies jedoch kein Selbstläufer. „Sowohl globalisierte Agrarmärkte als auch ein beschleunigter Klimawandel stellen die Landwirtschaft und vor allem auch den Obstbau vor existenzielle Herausforderungen“, so die Staatssekretärin.  „Zunehmende Wetterextreme wie z. B. die heftigen Starkregenereignisse in 2016, die massiven Spätfrostschäden im Frühjahr 2017 sowie die Trockenheit in diesem Jahr zeigen klar: Der Klimawandel ist Realität, wir müssen uns auf ihn einstellen und mit ihm leben.“ Es stehe außer Frage, dass die witterungsbedingten Ertragsrisiken im Einzelfall so erheblich sein können, dass sie die Existenzfähigkeit eines Betriebes gefährden können. Dabei sei der Umgang mit Risiken für Sie als landwirtschaftliche Unternehmer nichts grundsätzlich Neues. „Neu ist nicht das Vorhandensein von Risiken für das landwirtschaftliche Unternehmen, sondern die Häufigkeit und das Ausmaß von Extremwetterlagen“, sagte die Staatssekretärin. Ein gutes betriebliches Risikomanagement sei daher ein Schlüsselelement eines nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Obstbaus. Daher setze sich das MLR auf nationaler Ebene für deutlich verbesserte Maßnahmen und Anreize zur Unterstützung des einzelbetrieblichen Risikomanagements ein. Dazu gehörten eine steuerliche Risikoausgleichsrücklage für die Landwirtschaft, die eine entsprechende einzelbetriebliche Rücklagenbildung erleichtert, die staatliche Unterstützung  -auch unter Beteiligung des Bundes  - von Mehrgefahrenversicherungen, die Verbesserung der Fördermöglichkeiten für investive Vorsorgemaßnahmen und die Absenkung der Versicherungssteuer auch für das Risiko Trockenheit und für Mehrgefahrenversicherungen.

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL fordert die EU auf, die Durchführung des EU-Schulprogramms in den Mitgliedstaaten auch über 2020 hinaus sicherzustellen und die EU-Mittel nicht zurückzufahren.

"Durch das Schulprogramm kommen Kinder in den rund 4.500 teilnehmenden Grundschulen und Kitas im Land auf den Geschmack von Obst und Gemüse und lernen ganz nebenbei, diese in ihren Essalltag zu integrieren", sagte Gurr-Hirsch.

Die Ernteprognosen für die Bodenseeregion geben durchaus Anlass zu Optimismus. Dr. Egon Treyer, Geschäftsführer der Marktgemeinschaft Bodenseeobst eG, verwies insbesondere auf eine hervorragende innere Qualität mit hohen Mineralstoffgehalten und einem herausragenden Geschmack der Äpfel. Allerdings hat es durch die große Hitze im Sommer auch Sonnenbrandschäden bei Früchten gegeben. Dies würden aber in die Verarbeitung gehen und nicht zum Verzehr verkauft werden. Insgesamt werden in Deutschland voraussichtlich ca. 935.000 to Äpfel geerntet. Mit dieser Menge erwartet man eine leicht unterdurchschnittliche Ernte und diese wird zum überwiegenden Teil in Deutschland verzehrt. Dies auch Dank der Präferenz der deutschen Verbraucher für heimische und regionale Produkte. Allerdings bremse die starke Streuobst- und Hausgartenernte und damit verbunden ein hoher Selbstversorgungsgrad die Nachfrage im Herbst.

Nach 13 Jahren ändert die Obstregion Bodensee ihren Markenauftritt

logo neuManuela Heinrich, Geschäftsführerin der Obst vom Bodensee Marketing GmbH: „Wir wollen die Marke „Obst vom Bodensee“ erneuern und verjüngen und in ihrer Attraktivität hervorheben“. Eigentlich war dieser Schritt schon im vergangenen Jahr geplant, aber durch die großen Frostschäden hat man ein Jahr abgewartet. Man will mit dem neuen Auftritt vorwiegend ein neues und junges Publikum erreichen, da der Obstkonsum in den letzten Jahren rückläufig war.

Mit dem Claim „Der Biss unserer Region“ ergeht die Einladung bei Früchten vom Bodensee herzhaft zuzubeißen. Er steht für das Besondere, das es nur hier am Bodensee gibt. Und er spricht auch für die Obsterzeuger: wir haben Biss! Ein Hippiemädchen, die Familie und Teenager sind die 3 Hauptmotive und stehen für die Zielgruppen, wobei nicht mit Profimodells gearbeitet wurde – sondern mit ganz normalen Menschen aus der Region.              

Die Markenmessage mit den Bildern des Hippiemädchens lautet: die Region Obst vom Bodensee kann auch anders. Sie ist state of the art, hip, cool, neu und jung. Zum Ende ihrer Vorstellung lud Manuela Heinrich alle ein sich nun auch emotional auf die Botschaften der neugestalteten Marke Obst vom Bodensee einzulassen.

Quelle: Obst vom Bodensee Marketing GmbH

Veröffentlichungsdatum: 10.09.2018

Schlagwörter

Apfelsaisoneröffnung, Obstregion Bodensee, Markenauftritt, Vorsitzenden, Geschäftsführer