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Äpfel: Erste ergänzende Kanzi kamen in Frankfurt und Hamburg an

18. Oktober 2018

Deutschland dominierte mit Elstar, Tenroy, Jonagold und Boskoop das Geschehen. Italien schickte hauptsächlich Royal Gala und Granny Smith. Knackige Honeycrunch und Kanzi ließen sich in Berlin flott umschlagen.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Die französischen Anlieferungen intensivierten sich; vor allem die Präsenz von Braeburn wuchs an. Erste Jazz kosteten in Frankfurt 26,- bis 27,- € je doppellagigem 13-kg-Karton. Die Niederlande sendeten mitunter Boskoop, Elstar und Red Jonaprince; die lose angebotenen Produkte wurden zu 9,- € je 11-kg-Steige untergebracht. Das Interesse konnte mit dem sehr üppigen Sortiment nicht Schritt halten. Die Platzierung befriedigte nicht immer, entschleunigt in Norddeutschland durch die begonnenen Ferien. In München verlief die Vermarktung erfreulich. Generell tendierten die Bewertungen mehrheitlich abwärts, da das Sortiment schlichtweg zu umfangreich war. Importe aus Übersee spielten kaum noch eine Rolle und wurden in Berlin zu 2,50 € je 6,5-kg-Karton regelrecht verramscht.

Birnen
Italienische Williams Christ, Abate Fetel und Santa Maria beherrschten die Warenpalette vor einheimischen Alexander Lucas. Deutschland beteiligte sich zudem mit vielen anderen Varietäten wie Williams Christ und Boscs Flaschenbirne am Handel. In Frankfurt gab es Xenia in der Größe 80/85 mm. Türkische Santa Maria verloren an Wichtigkeit und waren mancherorts schon zu weit gereift, was sich negativ auf ihre Preise auswirkte. Kleinfallende niederländische Gute Luise generierten in München nur wenig Beachtung und komplettierten insgesamt die Szenerie. Die Qualität überzeugte generell meist. Die Nachfrage war nicht besonders stark ausgeprägt, sie konnte daher ohne Probleme gedeckt werden. Bezüglich der Notierungen machte man keine wesentlichen Veränderungen aus.

Tafeltrauben
Türkische Sultana sowie italienische Italia und Michele Palieri bildeten die Basis des Angebotes. Die Präsenz der italienischen Anlieferungen dehnte sich summa summarum aus. Griechenland ergänzte das Geschehen hauptsächlich mit Thompson Seedless und baute in Berlin seine Bedeutung massiv aus. In München verteuerten sich die griechischen Produkte infolge verbesserter Unterbringungsmöglichkeiten und eingeschränkter Abladungen. Abrundenden Charakter hatten in Frankfurt einheimische helle und dunkle Früchte zu 3,- € je kg sowie französische Alphonse Lavallée und spanische Crimson Seedless. Das Interesse wurde mühelos gestillt, obwohl sich die Verfügbarkeit etwas begrenzte. Die Notierungen bewegten sich nicht grundlegend. Ab und an kletterten sie aufwärts, allerdings nur in einem kleinen Rahmen. Erste brasilianische Importe wurden in Hamburg direkt in die Läger geschafft; ihr Verkaufszeitraum beginnt in den nächsten Tagen.

Pflaumen
Die Saison bog auf ihre Zielgerade ein: Versorgung, Nachfrage sowie die Kondition der Offerten verminderten sich; zu weiche konnten kaum noch abgewickelt werden und wurden punktuell zu maximal 2,- € je 10-kg-Kiste an Brennereien veräußert. Deutschland dominierte mit Hauszwetschge und Presenta vor Italien, Polen und Spanien, die nur geringe Menge zuführten. Die Preise verharrten meist auf bisherigem Niveau, sofern die Güte der Chargen überzeugte. Susinen aus Italien generierten einen regen Zuspruch und verteuerten sich an einigen Plätzen.

Bananen
Die Märkte waren hinlänglich aus den Reifereien versorgt. Die Nachfrage blieb, getragen von der wechselhaften Witterung, durchgehend freundlich. Die Notierungen verharrten somit meistens auf einem konstanten Niveau. Örtlich konnte sich Standardware um 0,50 € je Karton verteuern. In Köln befestigten sich die Preise der Erstmarke aus Costa Rica und aus Panama, während sich die der Zweitund Drittmarken aus Costa Rica etwas abschwächten. Erstmals wurden in Frankfurt europäische Offerten umgeschlagen. Sie waren zu 10 Clustern a 5 Fingern mit einer Größe von 16 cm abgepackt. Ihre organoleptischen Eigenschaften vermochten die Kunden mit Leichtigkeit zu überzeugen. Der Absatz verlief recht schnell, ungeachtet der hohen Bewertungen von bis zu 18,- € je 8-kg-Karton.

Salat
Bei Eissalat prägte Deutschland die Szenerie, die Niederlande ergänzten. Nur in Frankfurt war es genau andersherum. Mit ersten spanischen Abladungen wurde das Angebot erweitert; mit einer baldigen deutlichen Zunahme der Anlieferungen wird gerechnet. Die Versorgung dehnte sich generell aus und überragte die Unterbringungsmöglichkeiten. Obwohl die Güte überzeugte, tendierten die Bewertungen eher nach unten als nach oben. Die Abwicklung von Kopfsalat verlief positiv. In diesem Segment herrschte das Inland vor Belgien vor. Trotz einer angewachsenen Bereitstellung veränderten sich die Notierungen nicht wesentlich, sofern die organoleptischen Eigenschaften keine Wünsche offenließen. Bloß in München und Berlin verbilligten sich die belgischen Chargen einstandsbedingt. Die Platzierung Bunter Salate erfolgte mitunter recht flott, da die Nachfrage durchaus freundlich war. Mengeninduziert kam es verschiedentlich zu Vergünstigungen. Endivien schlug man inzwischen auch in 8er-Aufmachungen um. Auf die geringen Zufuhren wurde stetig zugegriffen. Spanischer Romanasalat kostete in Frankfurt 9,- bis 10,- €, einheimischer 5,50 € je 10er-Karton.

Gurken
Die Warenpalette setzte sich fast gleichrangig aus inländischen, spanischen, niederländischen und belgischen Zuflüssen zusammen. Aus Belgien gab es dabei die komplette Sortierbreite. Griechenland trat noch nicht in Erscheinung. Die Artikel bestachen in der Regel hinsichtlich ihrer Qualität. Die Verfügbarkeit genügte, um das Interesse zu befriedigen, sodass bei einem steten Verkauf die Notierungen oftmals konstant blieben. Mancherorts mussten die Händler ihre Forderungen jedoch verringern, was der erstarkten Konkurrenzsituation geschuldet war. Bei den Minigurken trafen erste griechische, spanische und türkische Partien ein, die sich zu den deutschen und niederländischen gesellten. Während sich die niederländischen Offerten etwas verteuerten, wurden die einheimischen aufgrund einer unzureichenden Beachtung günstiger.

Tomaten
Die Niederlande und Belgien dominierten. Spanien und Italien folgten von der Menge her. Abgerundet wurde das Angebot von Deutschland, Frankreich und osteuropäischen Ländern. Die Kampagne der marokkanischen Früchte begann: Kirschtomaten und Rispentomaten tauchten in Frankfurt auf. Die Versorgung dehnte sich generell aus und überragte punktuell den Bedarf. So bröckelten die Bewertungen an einigen Plätzen ab. Die Güte überzeugte dabei jedoch. Türkische Produkte wurden dank ihres niedrigen Preises mitunter flott untergebracht. In Hamburg fiel die Bereitstellung zwar knapp aus, dies hatte aber keinerlei Auswirkungen auf die Notierungen. Stattdessen mussten die Vertreiber dort ihre Aufrufe letztlich senken, da sonst eine Räumung nicht funktioniert hätte.

Gemüsepaprika
Spanien und die Niederlande prägten das Geschehen zu fast gleichen Teilen. Die Türkei und Belgien lagen dahinter. Polen komplettierte mit geringen Abladungen. Die Warenpalette wuchs an, da sich die Anlieferungen verstärkten. Das Interesse verharrte hingegen auf dem Niveau der Vorwoche. Sinkende Bewertungen konnten nicht vermieden werden. Die türkischen Kapia und Dolma waren davon meist unbeeindruckt und kosteten so viel wie zuvor. In Köln verschoben sich die Grenzen der Preisspanne in beide Richtungen, hervorgerufen durch uneinheitliche Qualitäten. Lediglich in München kam es zu Verteuerungen: Hier musste man für niederländische gelbe und rote Offerten mehr als bislang zahlen.


Weitere Informationen
Frankfurt
Spanien schickte neben Satsumas inzwischen Clementinen sowie Mandarinen der Sorte Primosole. Die Türkei stieg ebenso mit Satsumas in die Saison ein. Die Präsenz von spanischen und italienischen Kakis dehnte sich aus und die Platzierung verlief flott. Erdbeeren vergünstigten sich bedingt durch eine abschwächende Nachfrage. Es gab kaum noch deutsche und polnische Himbeeren; Zufuhren aus Portugal und den Niederlanden vermochten die Versorgungslücke zu füllen. Einheimische Erbsen gelangten zu 15,- € je 4-kg-Steige wieder in das Programm. Der Zugriff auf inländische Buschbohnen verminderte sich, ergänzende marokkanische wurden zu 3,- € je kg umgeschlagen. Bei Stangenbohnen versuchten belgische, spanische, marokkanische, türkische und letzte deutsche Artikel Kunden zu gewinnen. Lose in Großkisten aufgemachter Weißkohl verbilligte sich. Die Notierungen für in Säcken bzw. Kisten bereitgestellten Rotkohl und Wirsing blieben konstant. Bei spärlichen Steinpilzen wurden die Forderungen bis auf 45,- € je kg heraufgesetzt. Maronenpilze kosteten 6,- € je kg. Der Bedarf an Pfifferlingen ging spürbar zurück.
Hamburg
Die Zuflüsse von spanischen Clementinen wie Clemenrubi, Marisol und Oronules nahmen sukzessive zu. Generell war die Preisentwicklung sehr markenabhängig. Spanische Satsumas, Okitsu, komplettierten das Angebot. Deutsche und niederländische Erdbeeren kamen aus dem Treibhaus und überzeugten geschmacklich. Die 500-g-Schalen vergünstigten sich ab Donnerstag auf minimal 1,50 €. Intensivierte Abladungen von französischen Maronen offerierte man zu 5,70 bis 6,60 € je kg und griechische Partien zu 6,- € je kg. Walnüsse aus Frankreich mit Kaliber 30 bis 32 mm+ starteten zu 4,70 € je kg in die Kampagne. Für üppig eintreffende Granatäpfel aus der Türkei sollten zwischen 6,50 und 6,75 € je Steige mit 7, 9 oder 12 Stück gezahlt werden. Reichliche spanische Kakis wurden zu maximal 11,50 € je 4,5 kg veräußert, neu vorrätige peruanische Blaubeeren zu 1,90 € je 125 g.
Köln
Erste Maronen aus Spanien und Frankreich tauchten auf, jedoch hielt sich die Beachtung bei Aufrufen von 5,- bis 6,- € je kg in Grenzen. Der Platz wurde mit Kakis, hauptsächlich aus spanischem Anbau, regelrecht überschwemmt. Ebenso mengenmäßig stark vertreten waren türkische Granatäpfel. Ganz langsam wuchs die Präsenz von spanischen Clementinen an, der Zugriff zeigte sich, nicht zuletzt witterungsbedingt, noch eingeschränkt. Zumindest zum Freitag hin war man standweise zufrieden mit dem Abverkauf von Quitten. Über Bedarf bereitgestellt wurden Kürbisse; eine weiter ansteigende Verfügbarkeit wird erwartet.
München
Die Kampagne von spanischen Satsumas gewann an Geschwindigkeit: Gelbschalige Iwasaki und Okitsu breiteten sich aus. Von der iberischen Halbinsel trafen zu Wochenbeginn Clementinen, Clemenrubi, ein, die erwartungsgemäß teuer waren. Die Türkei begann mit ersten Abladungen an Mandarinen. Neben Hayward aus Italien gab es Kiwis inzwischen auch aus Griechenland; diese überzeugten hinsichtlich ihres Geschmackes aber nicht. Die Wichtigkeit einheimischer und polnischer Himbeeren und Kulturheidelbeeren verringerte sich; portugiesische, spanische und argentinische Produkte bildeten mittlerweile die Basis des Angebotes. Die Geschäfte mit südafrikanischen Orangen vollzog sich schleppend, mit dem Eintreffen erster spanischer Zuflüsse wird jedoch mit einem Nachfrageschub gerechnet. Spanische und italienische Kakis waren zu üppig am Markt. Rosenkohl verbilligte sich etwas. Zu den rückläufigen süddeutschen Buschbohnen und Stangenbohnen gesellten sich marokkanische Importe. Erste Anlieferungen von inländischem Grünkohl waren sehr überschaubar. Einheimischer Dill verknappte sich und kostete so viel wie die italienische Konkurrenz. Trotz eines schwachen Interesses an Pfifferlingen blieben deren Preise stabil. Dagegen stiegen die Bewertungen von den wenigen Zufuhren von Steinpilzen an.
Berlin
Ansprechend ausgefärbte und gutschmeckende Erdbeeren aus Deutschland und Italien konnten nicht immer geräumt werden, da sich der Bedarf verminderte. Die Notierungen verharrten auf konstantem Niveau. Kakis aus Spanien rückten vermehrt in den Fokus und die Vertreiber konnten ihre Forderungen anheben. Spanische Rojo Brillante kosteten je nach Kaliber zwischen 10,- und 13,- € je 4,5-kg-Holzkiste. Die merklich kühleren Temperaturen brachten eine freundlichere Beachtung von Mandarinen mit sich, welche ihre Präsenz ausdehnten. Sie stammten ausschließlich aus Übersee. Orangen, meist aus Südafrika, wurden zu 1,- € € je kg gerne gekauft. Herbstzeit ist auch die Saison für Kürbisse, sodass das deutlich erweiterte Sortiment der oftmals großen Früchte nicht verwunderte. Dabei standen die kleineren Hokkaidos aus der einheimischen Ernte im Mittelpunkt. Zudem gab es Muskatkürbisse. Butternutkürbisse ergänzten in vertrautem Umfang, sogenannte Halloween-Kürbisse erreichten noch nicht die angestrebten Absatzmengen. Riesenkürbisse, wie zum Beispiel Lunga di Napoli (siehe Abbildung), wurden bei einigen Händlern gesichtet.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 41 / 18
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Veröffentlichungsdatum: 18.10.2018

Schlagwörter

Apfel, Deutschland, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin