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Äpfel: Deutschland prägte mit vielen Varietäten das Geschehen

14. März 2019

Wie zu diesem Saisonzeitpunkt üblich prägte Deutschland mit vielen Varietäten das Geschehen. Die Basis bildeten dabei Elstar, Jonagold und Boskoop, außerdem standen unter anderem Gloster und Idared bereit. Dies geht aus dem Kartoffelmarktbericht KW 10 / 19 des Bundesanstalts für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hervor. 

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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In Berlin trafen in einem umfangreichen Maße Pinova ein, die zu 0,50 bis 0,70 € je kg flott platziert werden konnten. In Köln generierten vor allem Elstar eine positive Nachfrage. Die Bewertungen verharrten insgesamt auf einem konstanten Niveau. Italien steuerte zum Angebot hauptsächlich Granny Smith und Golden Delicious bei. Aus Frankreich stammten vorrangig Jazz und Granny Smith. Die Notierungen dieser beiden Herkünfte entwickelten sich uneinheitlich: Häufig blieben sie stabil, lediglich in Frankfurt kletterten sie aufwärts. In München senkten die Vertreiber ihre Aufrufe, um den Handel zu beschleunigen. Polen beteiligte sich in Frankfurt mit Jonagored, die 0,83 € je kg kosteten. In Berlin traten Golden Delicious und Gala auf. Niederländische Elstar und Boskoop sowie belgische Jonagold ergänzten die ruhigen Geschäfte mit geringen Zuflüssen.

Tafeltrauben
Aus Südafrika stammten sehr viele Varietäten: Die vertrauten Offerten, wie Crimson Seedless, Thompson Seedless und Flame Seedless, wurden von eher unbekannten wie Sundance Seedless oder Sweet Globe flankiert. Zudem trat eine erhebliche Auswahl von Arra-Typen auf. Somit war quasi für jeden Geldbeutel etwas dabei, denn die Preise der übrigen Kultivare konnten mitunter frei verhandelt werden. Arra 15 mit recht großen Beeren von 4 bis 4,5 cm sollten in Frankfurt 20,- € je 4,5 kg kosten, was die Kunden durchaus mittrugen. Die gewaltige Versorgung mit südafrikanischen Partien stellte die anderen Herkünfte vor Probleme, denn für sie war schlichtweg kaum Platz. Namibia, Peru und Chile fristeten daher ein Schattendasein. Erste indische Anlieferungen, die in Köln und Frankfurt eintrafen, generierten wenig Nachfrage. Ungeachtet des immensen Angebotes tendierten die Bewertungen nicht generell abwärts: Verteuerungen waren genauso allgegenwärtig wie Vergünstigungen. Ab und zu blieben die Notierungen stabil, sofern die Güte der Früchte überzeugte.

Orangen
Spanien dominierte bei den Blondorangen mit Navelina, Lane Late und Salustiana. Die Türkei schickte in einem verringerten Umfang Washington Navel. Marokko sendete hauptsächlich Salustiana. Abladungen aus Italien ergänzten die Szenerie. Bei den Blutorangen überwogen wie gewohnt italienische Tarocco und Moro. Spanische Kirkwood Red lockten in Frankfurt durch einen hohen Saft- und Zuckergehalt die Käufer an. Spanische Cara Cara komplettierten wie marokkanische Sanguinelli. Die Qualität ließ nur vereinzelt Wünsche offen. Das Interesse zeigte sich uneinheitlich: in München infolge der Faschingsferien schwach, in Köln in der Woche nach Karneval zäh, in Hamburg indes freundlich. Bezüglich der Notierungen war kein klarer Trend auszumachen: Vergünstigungen gab es ebenso wie leichte Verteuerungen.

Zitronen
Spanische Offerten herrschten vor. Billigere türkische und ausschließlich in München in einem spärlichen Rahmen vorrätige griechische Chargen rundeten das Sortiment ab. In Frankfurt tauchten zudem italienische Lauretta auf. Der Handel verlief ohne spezielle Vorkommnisse. Die Bewertungen veränderten sich nur selten, da das Angebot auf die Nachfrage abgestimmt wurde. Lediglich in Frankfurt vergünstigten sich spanische Partien aufgrund angehobener Einstände.

Bananen
Das Interesse zeigte sich sehr uneinheitlich. Die Unterbringungsmöglichkeiten reichten von ruhig und unaufgeregt bis zu überraschend anhaltend flott. Ungeachtet der Intensität des Zugriffes etablierten sich überwiegend für die Zweit- und Drittmarken höhere Bewertungen. Vereinzelt stiegen auch die Notierungen der Erstmarke ein wenig an. Die Verteuerungen blieben nicht ohne Wirkung, verschiedentlich entschleunigte sich nämlich die Räumung augenscheinlich. Örtlich hatten die Ferien die Vermarkung derart verlangsamt, dass die Vertreiber bloß die Forderungen für die Erstmarke auf ihrem bisherigen Niveau fixieren konnten. Alles andere mussten sie trotz der bedarfsbedingt verringerten Zuflüsse aus den Reifereien zu leicht reduzierten Preisen abgeben.

Blumenkohl
Die Präsenz der dominierenden französischen und ergänzenden italienischen Chargen schränkte sich etwas ein. Spanische und belgische Anlieferungen tauchten ausschließlich in Frankfurt auf. Die Nachfrage konnten problemlos gedeckt werden. In Köln verminderten die Händler die Bereitstellung und reagierten somit auf die zögerlichen Geschäftsabschlüsse. Frankfurt und München berichteten von einem schwachen Zuspruch. In Berlin klappte eine Lagerleerung indes, auch wenn dies nur durch gewährte Vergünstigungen für die zu üppig abgeladenen französischen Partien funktionierte. Generell tendierten dem entgegen hauptsächlich die Notierungen der italienischen Zufuhren nach unten.

Salat
Eissalat stammte einzig aus Spanien. Mittlerweile gab es in einem kontinuierlicheren Maß sowohl 10er- als auch auf 12er- Aufmachungen. Die Zuflüsse begrenzten sich zwar, dies initiierte aber keine Verteuerungen. Das Gegenteil war der Fall: Infolge verschlechterter Unterbringungsmöglichkeiten oder aufgrund von niedrigeren Eingangsforderungen sanken die Notierungen häufig ab. Bei Kopfsalat verknappten sich die französischen Mengen; örtlich verschwanden sie sukzessive aus dem Sortiment. Die vorherrschenden belgischen und italienischen Produkte verloren an Bedeutung. Die Bewertungen bröckelten dennoch ab, hervorgerufen durch eine entschleunigte Vermarktung. In München intensivierte sich die Verfügbarkeit einheimischer Offerten, die indes zu hochpreisig waren und daher kaum beachtet wurden. Bunte Salate aus Frankreich und Italien kosteten in der Regel weniger als zuvor, da die Versorgung das Interesse überragte. In München vergünstigten sich anfangs nur die französischen Artikel, was den Umschlag der italienischen Konkurrenz arg bremste bis sich diese ebenso verbilligte. Bei Endivien prägte Italien das Geschehen. In München ließ die Güte von Freilandware des Öfteren und die von Erzeugnissen aus geschütztem Anbau selten Wünsche offen. Feldsalat war eine Randerscheinung und kam überwiegend aus Italien.

Gurken
Bei den Schlangengurken bestimmten die Niederlande und Spanien die Szenerie. Belgien und Deutschland nahmen eine etwas wichtigere Rolle als zuvor ein. Griechenland komplettierte mit reduzierten Abladungen. Die Präsenz der einheimischen und belgischen, punktuell auch die der niederländischen Chargen wuchs an. Der Absatzdruck auf die spanischen Partien vergrößerte sich also. Zudem wurden den meist foliert aufgemachten Früchten eine schwächelnde Kondition nachgesagt, was den Handel nochmals drosselte. In Frankfurt erwartet man ein schnelles Ende der spanischen Kampagne. Insgesamt verliefen die Geschäfte mit einer gewissen Konstanz. Die Notierungen entwickelten sich uneinheitlich: In Hamburg kletterten sie wegen der eingeschränkten Anlieferungen nach oben, während sie in Berlin absanken. In München vergünstigten sich zunächst die belgischen und niederländischen, später dann die spanischen und griechischen Zufuhren. Bei den Minigurken dominierten die Niederlande vor der Türkei und dem Inland. In Hamburg verschärften erste einheimische Zuströme die angebotsbedingt ohnehin schon schwierige Situation, was sich negativ auf die Bewertungen auswirkte. In Berlin tendierten die Preise aufgrund verstärkter niederländischer Zugänge nach unten.

Tomaten
Mit Spanien, den Niederlanden, Italien, Marokko und Belgien waren etliche Länder am Geschehen beteiligt. Überdies hatten Tunesien, Ägypten und die Türkei eine spärliche Bedeutung. Die ägyptischen Offerten wiesen jedoch eine mangelhafte Ausfärbung auf, weshalb sie auf wenig Zuspruch stießen. Generell war eine eher kraftlose Nachfrage auszumachen, die mit dem Sortiment nicht Schritt halten konnte, obwohl sich die Versorgung begrenzte. Eine Räumung gelang infolge der verminderten Beachtung nicht immer. Die Bewertungen zeigten somit häufig abwärts. Allerdings vergünstigten sich mal Rispentomaten, mal wurden Kirschtomaten billiger. Einzig Fleischtomaten wehrten diesen Trend manchmal ab und konnten mitunter sogar mit leichten Verteuerungen verkauft werden.

Gemüsepaprika
Die Abladungen aus Spanien verringerten sich. Belgien und die Niederlande füllten die entstandene Angebotslücke nicht adäquat. Die Notierungen zogen daraufhin an, ab und zu recht erheblich. Dies traf auch auf die türkischen Importe zu, deren Anlieferungen sich aufgrund von Veränderungen der Produktionsgebiete einschränkten. Die Verteuerungen hatten natürlich Konsequenzen, so tendierte das Interesse in Köln zum Beispiel zum Wochenende hin gegen null. In Frankfurt generierten deswegen Klasse-II-Partien plötzlich mehr Aufmerksamkeit. Ergänzende marokkanische Artikel litten in Hamburg unter organoleptischen Problemen und ließen sich daher kaum umschlagen. Die Zuströme aus den Niederlanden und Belgien komplettierten bis dato lediglich die Warenpalette: Mit deren Ausdehnung wird in nächster Zeit gerechnet.


Weitere Informationen
Frankfurt
Die Präsenz von Erdbeeren aus Italien und Spanien wuchs zwar an, deren Unterbringung verlief durch die Fastnachtstage aber eher langsam. Die Nachfrage nach marokkanischen und portugiesischen Heidelbeeren konnte befriedigen. Himbeeren aus Mexiko und Spanien räumten indes nur zögerlich. Granatäpfel stammten aus Ägypten, Indien und Peru. Rhabarber wurde nur spärlich beachtet. Für diesen frühen Zeitpunkt erreichte schon sehr viel und günstiger Spargel den Markt: So gab es belgische Stangen in 22 bis 28 mm zu 8,50 € je kg, niederländische im Kaliber AA zu 9,50 bis 11,- € je kg und griechische in 16 mm+ zu 8,- € je kg. Einheimische Offerten kosteten in den Größen 16 bis 20 mm zwischen 12,- und 16,- € je kg, für 26 mm mussten 10,- bis 11,- € bezahlt werden. Grünspargel aus Spanien war in 400-g- und 500-g-Bunden am Freitag erhältlich. Erster Rucola sowie frische Lauchzwiebeln aus der einheimischen Erzeugung trafen am Donnerstag ein. Bei Buschbohnen konnte auf marokkanische und spanische Zugänge sowie inzwischen auf solche aus dem Oman zugegriffen werden. Marokko schickte 2-kg-Kleinsteigen hervorragender Optik, welche zu 5,- bis 7,- € abgewickelt wurden.
Hamburg
Schmackhafte und farblich ansprechende italienische Erdbeeren starteten zu 2,20 € je 500-g-Schale in ihre Saison. Obwohl glänzende indische Granatäpfel im Aussehen alles geradezu überstrahlten, mussten sie wegen ausgedehnter europäischer Abladungen Verbilligungen hinnehmen. Datteln aus Namibia kosteten 33,- € je 5-kg-Packstück. Für erste Auberginen aus den Niederlanden sollte man 7,- € je 5-kg-Kollo bezahlen. Mit dem Auftakt der norddeutschen Kampagne kam es zu einer Angebotssteigerung beim Spargel und somit sanken die Notierungen der niederländischen Artikel ab. Einheimische Haushaltszwiebeln machten Platz für Importe aus Neuseeland. Deren Verkaufsbeginn erfolgte 2 Wochen früher als im Jahr 2018 und die Bewertungen lagen mit 28,- € je 25-kg-Sack ca. 4,- € höher als im Vorjahr.
Köln
Nach Karneval gestaltete sich die Vermarktung insgesamt, wie erwartet, sehr ruhig.
München
Die Anlieferungen von italienischen Erdbeeren steigerten sich, spanische zeigten sich aber in besserer Ausfärbung und wurden bevorzugt. Spanien und Portugal schickten Himbeeren; mexikanische Zufuhren hatten kaum noch Bedeutung. Bei Pfirsichen und Nektarinen lösten chilenische Chargen die südafrikanischen ab. Südafrika sendete zudem gelbe und blaue Pflaumen. Bei Spinat genügten die dominierenden italienischen sowie die ergänzenden süddeutschem aus Unterglasanbau ankommenden Partien um den geringen Mehrbedarf zu Aschermittwoch problemlos zu decken; die Notierungen veränderten sich praktisch nicht. Erster neuerntiger Chinakohl aus Spanien traf ein. Neben dem mittlerweile kontinuierlich auftretenden Spargel aus Griechenland und Norditalien rückten regionale Artikel aus beheizten Anlagen zunehmend in den Vordergrund, wenngleich deren Unterbringung preisinduziert langsam verlief. Buschbohnen wurden weiterhin mit festen, marokkanische Stangenbohnen mit leicht verminderten Forderungen abgewickelt. Wieder üppiger vorrätige italienische Radieschen sowie Bierrettiche aus der Region vergünstigten sich. Erster Bärlauch tauchte auf.
Berlin
Das Angebot von spanischen Erdbeeren wuchs an, jedoch zeigte sich das Interesse witterungsbedingt eher verhalten. Je nach Güte wurden die Früchte zu 1,20 bis 2,80 € je 500-g-Schälchen umgeschlagen. Knappe und qualitativ überzeugende griechische Offerten waren hochpreisig. Pflaumen aus Südafrika standen reichlich bereit und schmeckten hervorragend: 13,- bis 14,- € je 5-kg-Karton sollten gezahlt werden. Die Präsenz organoleptisch einwandfreier Mangos aus Brasilien und Peru dehnte sich aus. Die Produkte waren mit 33,- bis 40,- € je 9er-Aufmachung aber zu teuer und so stockte ihr Absatz. Die Abladungen von marokkanischen Stangenbohnen intensivierten sich augenscheinlich und wurden dadurch günstiger. Obwohl recht früh im Jahr, versuchten sich manche Händler am Geschäft mit optisch ansprechendem Spargel. Die Vermarktung blieb indes hinter den Erwartungen zurück. Griechische Stangen sollten minimal 7,- € je kg, niederländische 10,- € und bayrische 16,- € je kg kosten. Peruanische Importe waren äußerst selten und mit rund 6,- € je kg merklich billiger.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 10 / 19
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Veröffentlichungsdatum: 14.03.2019

Schlagwörter

Apfel, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin