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Anhaltender Bio-Boom in Bayern

15. Februar 2018

Der Trend zum Ökolandbau ist in Bayern ungebrochen: Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner im Vorfeld der internationalen Fachmesse BIOFACH mitteilte, ist auch im vergangenen Jahr sowohl die Zahl der Biobauern wie auch der ökologisch bewirtschafteten Fläche im Freistaat weiter gewachsen.

Bildquelle: Shutterstock.com Anbau Bio
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Damit bewirtschaften nun 9 200 Betriebe insgesamt mehr als 300 000 Hektar nach ökologischen Vorgaben. Das sind 800 bzw. zehn Prozent mehr Betriebe, der Zuwachs bei der Fläche liegt bei acht Prozent. „Der Öko-Anteil an der landwirtschaftlichen Fläche in Bayern liegt damit jetzt bei knapp zehn Prozent“, so der Minister. Bis Jahresende rechnet er damit, dass die Marke von 10 000 Betrieben geknackt wird. Wie bereits im Jahr zuvor sind auch 2017 vor allem Ackerbaubetriebe umgestiegen. Denn die vorangegangene Umstellungswelle im Milchbereich hat die Nachfrage nach Öko-Getreide deutlich ansteigen lassen.  

Der wichtigste Impuls für diese dynamische Entwicklung zum Ökolandbau in Bayern geht dabei vom Landesprogramm „BioRegio Bayern 2020“ aus, mit dem Brunner die heimische Ökoproduktion verdoppeln will. Die 2012 von ihm gestartete Initiative setzt nicht nur auf eine verstärkte Förderung, sondern mit ihrem ganzheitlichen Ansatz auch auf verbesserte Bildung, Beratung, Vermarktung und Forschung. Um der Entwicklung weiteren Schwung zu verleihen, plant der Minister heuer unter anderem auch eine Offensive für weitere Öko-Modellregionen in Bayern. Das Engagement in den bisher ausgewiesenen zwölf Regionen ist seinen Worten zufolge so beeindruckend, dass eine Ausweitung auch anderen Regionen große Chancen biete und den Ökolandbau in ganz Bayern weiter voranbringen werde. Denn die Nachfrage nach Bioprodukten ist nach wie vor größer als das heimische Angebot. „Ich bin daher zuversichtlich, dass wir unser ehrgeiziges Ziel bis 2020 auch erreichen werden“, so Brunner.

Die BIOFACH 2018 in Nürnberg öffnete am Mittwoch ihre Pforten. Unter den rund 2 900 Ausstellern sind auch rund 200 aus Bayern.

1,2 Millionen Euro für Stärkung regionaler Lebensmittel

Wer in die Verarbeitung und Vermarktung regionaler Produkte investieren möchte, kann ab sofort wieder staatliche Fördermittel beantragen. Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in München mitteilte, stehen heuer für entsprechende Projekte rund 1,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Mit dem von Brunner 2012 initiierten Programm „VuVregio“ können Investitionen wie etwa Kühlräume, Verarbeitungsgeräte sowie begleitende Maßnahmen wie Werbeaktionen oder Tage der offenen Tür mit bis zu 20 Prozent der Kosten gefördert werden. Maximal gibt es 50.000 Euro.

Bei Premiumprodukten ist auch ein Zuschlag möglich: Wird ein entsprechendes Konzept anerkannt, beträgt der Fördersatz hier bis zu 25 Prozent.

Bei Investitionen im Öko-Bereich sind bis zu einer Obergrenze von 75.000 Euro sogar 30 Prozent Zuschuss möglich. Damit soll der wachsenden Nachfrage nach heimischen Bio- und Premiumprodukten Rechnung getragen werden. Dem Minister zufolge brauchen gerade kleinere Projekte zur Verarbeitung und Vermarktung regionaler Produkte oftmals eine Anschubfinanzierung, um am Markt bestehen zu können.

Antragsberechtigt sind Unternehmer aus den Bereichen Verarbeitung und Vermarktung. Förderanträge und detaillierte Informationen gibt es im Internet unter www.stmelf.bayern.de/foerderwegweiser (Vermarktung). Die Anträge können bis 9. Mai bei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (Abteilung Förderwesen und Fachrecht, Menzinger Str. 54, 80638 München) eingereicht werden.

Quelle: StMLF

Veröffentlichungsdatum: 15.02.2018

Schlagwörter

Bio, Boom, Bayern, Stärkung, Regional, Lebensmittel