Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Anfang Mai weniger Regionalware in den Angebotsaktionen

10. Mai 2019

Aktuell ist es in Deutschland deutlich kälter als zur selben Zeit des Vorjahres. Viele Frühlingsboten im Gemüsesortiment entwickeln sich damit langsamer. In den Angebotsaktionen des LEH fällt der Anteil von Regionalmarken niedriger aus als im Vorjahr, so die Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI).

Bildquelle: Shutterstock.com Gemuese
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Mehr als zwölf Grad Celsius. Das ist der Unterschied der Tageshöchsttemperaturen in der 19. Woche 2018 und dieses Jahr. Und es sind Anfang Mai nicht nur einzelne Tage, die sich so gravierend unterschieden, sondern bereits ein längerer Zeitraum.

Es ist kaum noch vorstellbar, dass der Mai 2018 mit frühsommerlichen Witterungsbedingungen daherkam. Die aktuellen Bedingungen entsprechen zwar eher der Normalität, aber der Start in den Mai muss sich eben nicht mit dem mehrjährigen Mittel, sondern meist mit dem Vorjahr messen lassen. Und so wie die Witterungsbedingungen lassen sich auch die Angebotsaktionen im Lebensmitteleinzelhandel vergleichen. Für ausgewählte Produkte, die den Frühlingsboten im Gemüsesortiment zuzurechnen sind, wurden in der 19. Woche 2019 insgesamt mehr Werbeanstöße verzeichnet als zur selben Zeit des Vorjahres. Das zeigt eine Analyse auf Basis von AMI Aktionspreise im LEH.

Zu den typischen Frühlingsboten gehören Radieschen, Bundzwiebeln, Rhabarber, Spargel, sowie Kopfsalat, Bunte Salate, Salatherzen und Kohlrabi. Diese Gemüsearten wurden in der 19. Woche insgesamt 121-mal vom LEH beworben. Damit war die Zahl der Werbeanstöße gut 3 % höher als im Vorjahreszeitraum. Insbesondere Bunte Salate, Radieschen und Salatherzen wurden häufiger beworben. Dagegen waren Kohlrabi, Kopfsalat, Rhabarber und Bundzwiebeln seltener in der Werbung.

Unterschiedliche Anteile deutscher Ware

Ein Blick auf die Herkunftsangaben in der Werbung zeigt, dass bei den betrachteten Gemüsearten überwiegend deutsche Ware beworben wird. Allerdings sind die Anteile unterschiedlich. Lediglich bei Rhabarber und Kohlrabi wird in der 19. Woche ausschließlich Deutschland als Herkunft genannt. Radieschen und Bundzwiebeln kommen auf einen Anteil deutscher Ware von knapp 90 %, Kopfsalat und Bunte Salate auf rund 85 %. Bei Spargel und Salatherzen ist der Anteil der Herkunft Deutschland mit 75 % am niedrigsten.

In den vergangenen Jahren war Regionalität ein großes Thema. Das hat sich auch in steigenden Anteilen von Regionalmarken in den Angebotsaktionen widergespiegelt. Schon 2018 kam diese Entwicklung ins Stocken, weil während der heißen und trockenen Sommermonate nicht immer genug regional erzeugte Ware zur Verfügung stand. Die Momentaufnahme für die 19. Woche 2019 zeigt bei den betrachteten Gemüsearten einen Rückgang der Regionalmarken. In der 19. Woche 2018 machten Regionalmarken rund 39 % der Werbeanstöße mit der Herkunft Deutschland aus. In diesem Jahr liegt der Anteil nur bei 27 %. Auch gegenüber 2017 entspricht das einem Rückgang um 7 Prozentpunkte. Die Anteile der Regionalmarken an den Werbeanstößen sind bei den einzelnen Gemüsearten unterschiedlich. Am höchsten ist der Anteil in der 19. Woche bei Bunten Salaten mit gut 64 %. Rhabarber und Salatherzen kommen auf 33 %, und bei Spargel machen Regionalmarken 26 % der Werbeanstöße mit der Herkunft Deutschland aus. Radieschen und Bundzwiebeln werden aktuell nicht unter Regionalmarken beworben.

Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 08.05.2019)
 

Veröffentlichungsdatum: 10.05.2019

Schlagwörter

Mai, Regionalware, Angebotsaktionen, Regnional, gemüse