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AMI: Wetterkapriolen prägten den Obstmarkt

18. Dezember 2015

Die Witterung hat dem deutschen Obstanbau in diesem Jahr in vielen Bereichen einen Strich durch die Rechnung gemacht. So lagen die Erntemengen von Süßkirschen, Zwetschen und Kernobst regional deutlich unter dem Durchschnitt. Dabei gab es ein starkes Nord-Süd-Gefälle.
 

Zwetschen

Laut Schätzung der AMI und des Statistischen Bundesamtes lag die diesjährige Erntemenge im deutschen Obstanbau deutlich unter den Rekordmengen des Vorjahres. Verantwortlich dafür sind die regional extreme Trockenheit sowie die wochenlange Hitzewelle, die vielen Obstarten stark zusetzten. Die stärksten Ernteeinbußen gab es im Süden und Osten. Vor allem Süßkirschen und Zwetschen litten unter den ungünstigen Bedingungen. Aber auch die Erntemengen bei Äpfeln und Birnen zeigten ein deutliches Minus zum Vorjahr auf.

Anders sieht es im Norden aus. Rekordmengen waren zwar auch hier nicht zu verzeichnen, aber beispielsweise bei Äpfeln ist der Abstand zum Vorjahr nicht besonders groß. Das spiegelt sich auch in den Erzeugerpreisen wider, die ein deutliches Nord-Süd-Gefälle aufweisen. Dagegen profitierten Süßkirschen und Zwetschen von der engen Angebotssituation in anderen Regionen Deutschlands und erzielten teils überdurchschnittliche Preise.

Auch bei Erdbeeren gab es keinen einheitlichen Saisonverlauf. Die teils extreme Witterung und die starken Angebotsschwankungen führten zu einem Auf und Ab der Preise. Starke Regenfälle beendeten die Saison frühzeitig.

Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 16.12.2015)

Veröffentlichungsdatum: 18.12.2015

Schlagwörter

Wetterkapriolen, Obstmarkt, fruchthandel