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AMI: Werbehäufigkeit bei Eissalat lässt langsam nach

03. April 2019

Der März war geprägt von einer großen Zahl an Angebotsaktionen mit spanischem Eissalat. Auf diese Weise wurde versucht, das große Angebot am Markt unterzubringen. Allerdings waren die Aktionspreise höher als im Vorjahr, so die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI).

Bildquelle: Shutterstock.com Eissalat
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In der längerfristigen Betrachtung zeigt sich zudem, dass der Werbeschwerpunkt gegenüber dem Vorjahr nach hinten verschoben war. Mit dem Übergang auf den April geht die Zahl der Werbeanstöße für Eissalat erst einmal zurück.

Insgesamt 43-mal war Eissalat im März in den Werbezetteln des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) vertreten. Damit war die Zahl der Werbeanstöße gut 34 % höher als zur selben Zeit des Vorjahres. Das zeigt eine Analyse auf Basis von AMI Aktionspreise im LEH. Die starke Präsenz in der Werbung war eine Folge eines großen Angebotes in den spanischen Produktionsgebieten. Durch die anhaltend warme Witterung dort hatten sich Anbausätze zusammengeschoben, so dass es kurzfristig zu einem Überangebot kam. Entsprechend wurde große Mengen in Richtung Deutschland exportiert, und dort über Angebotsaktionen im Markt platziert. Die hohe Zahl der Werbeanstöße sagt zunächst noch nichts über den Preis aus. Tatsächlich waren die Aktionspreise höher als im Vorjahr. Im März 2018 wurde Eissalat im Schwerpunkt zu einem Preis von 0,49 EUR/St. beworben. Im März 2019 gab es zwei Werbeschwerpunkte, einmal bei 0,66 EUR/St. und einmal bei 0,79 EUR/St..

Aktionen beflügelten die Nachfrage Ende März

Die starke Präsenz von Eissalat in der Werbung hat sich auch auf die Nachfrage der privaten Haushalte in Deutschland ausgewirkt. Sowohl in der 11. als auch in der 12. Woche, die den Schwerpunkt der Angebotsaktionen gebildet haben, zeigte der Anteil der Haushalte, die Eissalat kaufen, einen deutlichen Ausschlag nach oben. In der 13. Woche wurde mit gut 11 % sogar eine der höchsten Käuferreichweiten der vergangenen fünf Jahre erreicht.

Mit dem Übergang auf den April geht die Zahl der Werbeanstöße für Eissalat nun zunächst einmal zurück. Sie bleibt aber noch höher als im Vorjahr. Durch die vorangegangenen Aktionen konnte etwas Druck aus dem Markt genommen werden. Zudem ist bei den spanischen Produzenten die Bereitschaft gesunken, auf dem bisherigen Preisniveau weiterhin Ware in Richtung Deutschland auf den Weg zu bringen. In der 14. Woche ist Eissalat bei 9 Ketten bzw. deren Regionalgesellschaften in der Werbung. Die Aktionspreise liegen zwischen 0,49 und 0,85 EUR/St.

Andere Produkte rücken in den Fokus

Zunächst werden die Angebotsaktionen mit Eissalat weiterhin mit spanischer Ware bestückt werden. Im vergangenen Jahr wurde deutscher Eissalat im LEH erstmals in Woche 19 beworben. Ob das auch in diesem Jahr so sein wird, hängt im Wesentlichen von den Witterungsbedingungen in den kommenden Wochen ab. Insgesamt gehört Eissalat zu den Dauerbrennern im Werbekalender und ist wöchentlich mindestens einmal in den Werbezetteln vertreten. In den kommenden Wochen werden aber verstärkt andere Gemüsearten in den Fokus des LEH rücken. Frühgemüse und Saisonprodukte wie Spargel und Rhabarber werden immer größere Anteile an der Werbung einnehmen.

Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 02.04.2019)
 

Veröffentlichungsdatum: 03.04.2019

Schlagwörter

AMI, Werbehäufigkeit, Eissalat