Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

AMI: Salatherzen sind immer häufiger in der Werbung

02. August 2019

Kopf- und Eissalat sind die Klassiker im Salatsortiment. Aber der Thronfolger hat sich in den vergangenen Jahren schon in Position gebracht. Die Rede ist von Romana-Salatherzen. Zunächst hauptsächlich aus Spanien importiert, wurde in den vergangenen Jahren auch der Anbau in Deutschland ausgeweitet. Das berichtet aktuell die Agrarmarkt-Informationsgesellschaft mbH (AMI).

Bildquelle: Shutterstock.com Salat
Bildquelle: Shutterstock.com

Die privaten Verbraucher in Deutschland kaufen steigende Mengen an Salatherzen, während sich die Einkaufsmengen bei den Klassikern rückläufig entwickeln. Aus den Angebotsaktionen im LEH sind Salatherzen nicht mehr wegzudenken. In den vergangenen drei Jahren ist die Zahl der Werbeanstöße kontinuierlich gestiegen.

Während die großen Salate wie Kopfsalat oder Eissalat unter den bisherigen Hitzewellen des Jahres zu leiden hatten, waren die Auswirkungen auf die Romana-Salatherzen, aufgrund des frühen Erntezeitpunktes, nicht so stark. Entsprechend stand im Juli ein großes Angebot aus dem deutschen Anbau zur Verfügung. Potenzial für Angebotsaktionen im Lebensmitteleinzelhandel war also vorhanden, und dass der LEH dieses Potenzial auch genutzt hat, zeigt eine Analyse auf Basis von AMI Aktionspreise im LEH. Gerade die aktuelle 31. Woche stellt einen echten Höhepunkt im Werbekalender dar. Salatherzen sind insgesamt 17-mal in den Werbezetteln des LEH vertreten. Damit ist die Zahl der Werbeanstöße um 89 % höher als zur selben Zeit des Vorjahres. Auch für den gesamten Juli steht ein Plus von fast 19 % bei der Zahl der Werbeanstöße zu Buche.

Die Aktionspreise für Salatherzen liegen in der 31. Woche in weiter Spanne, was auch daran liegt, dass zwei Discounter mit an den Aktionen beteiligt sind. Es zeigt sich aber auch, dass eine Regionalmarke nicht immer auch höhere Preise bedeutet. Aktuell werden Salatherzen umgerechnet zu Preisen zwischen 0,23 und 0,49 EUR/St. beworben. An der Preisuntergrenze liegen die Discounter, aber auch eine Regionalmarke. Die Preisobergrenze wird ausschließlich von Regionalmarken gebildet. Zur selben Zeit des Vorjahres waren Salatherzen zu Preisen zwischen 0,32 und 0,49 EUR/St. beworben worden. Es unterscheidet sich aktuell also nur die untere Preisgrenze.

Im Winter aus Spanien

Im bisherigen Jahresverlauf bis Ende Juli sind Salatherzen insgesamt 319-mal beworben worden. Damit war die Zahl der Werbeanstöße um 7 % höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im gesamten Jahr 2018 belief sich die Zahl an Angebotsaktionen mit Salatherzen auf 470. Im Wesentlichen spielen dabei nur zwei Herkünfte eine Rolle, wobei der Schwerpunkt auf der Herkunft Deutschland liegt. Rund 53 % der 2018 beworbenen Salatherzen kamen aus Deutschland, rund 46 % waren mit der Herkunft Spanien ausgezeichnet. Die fehlenden Anteile entfallen auf Aktionen ohne Herkunftsangabe. Von Jahresbeginn bis zur 17. Woche wurden ausschließlich spanische Salatherzen beworben. In Woche 18 und 19 wurden dann insgesamt nur wenige Salatherzen beworben, und ab der 20. Woche wurden dann ausschließlich deutsche Salatherzen beworben. Ab Ende Oktober war dann wieder Spanien in der Werbung vertreten. Zunächst nur ergänzend, später dann ausschließlich.

Aktionen zeigen nicht immer Wirkung

Ziel von Angebotsaktionen ist es in der Regel, Verbraucher auf ein Produkt aufmerksam zu machen und zum Kauf zu animieren. Nicht immer führt eine hohe Zahl an Angebotsaktionen aber auch dazu, dass tatsächlich mehr Haushalte das beworbene Produkt kaufen. Teilweise ist auch der niedrigste Werbepreis oder eine bestimmt Einkaufsstätte der entscheidende Faktor. Aber auch das passt nicht immer. Ein leichter Zusammenhang zwischen der Zahl der Werbeanstöße und dem Anteil der kaufenden Haushalte lässt sich allerdings feststellen: Je höher die Zahl der Werbeanstöße, desto größer ist tendenziell auch der Anteil kaufender Haushalte. Gleiches gilt auch für den niedrigsten Werbepreis. Je niedriger dieser ist, desto höher ist tendenziell der Anteil der kaufenden Haushalte. Einzelne Wochen bestätigen diesen grundsätzlichen Zusammenhang allerdings nicht. Im bisherigen Jahresverlauf war die 21. Woche die Woche mit der größten Zahl an Werbeanstößen. Das führte zu dem erwarteten Anstieg der Käuferreichweite. Diese war allerdings in der 3. Woche bereits deutlich höher. Hier gingen die 18 Werbeanstöße mit einem niedrigen Minimumpreis von 0,29 EUR/St. einher. Alle großen Discounter waren in dieser Woche an den Angebotsaktionen beteiligt. Es gibt also allein schon bei den Angebotsaktionen viele Gründe, die die Nachfrage beeinflussen können.

Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI,01.08.2019)
 

Veröffentlichungsdatum: 02.08.2019

Schlagwörter

Salatherzen, Werbung, Salat