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AMI: Höchstens durchschnittliche Kartoffelernte

08. Oktober 2019

Erneut sind die Kartoffelerträge relativ niedrig. Nur dank einer enormen – allerdings teils zweifelhaften – Flächenausdehnung kommen ausreichend Kartoffeln zusammen. Vermarktungsvorsprung, Exporte und wachsende Verarbeitungskapazitäten erhöhen aber den Bedarf, so die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI).

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
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Eine kräftige Anbauausdehnung, welche die AMI aber geringer einschätzt als das Statistische Bundesamt, gepaart mit unterdurchschnittlichen Erträgen lassen für 2019 deutlich mehr Kartoffeln als im Vorjahr zusammenkommen. Das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung geht von 10,4 Mio. t aus, 16 % mehr als vor einem Jahr. Das sind aber nicht mehr als im Schnitt der Vorjahre zusammengekommen sind. Je nachdem, welchen Zeitraum man anlegt, ist das Aufkommen sogar eher unterdurchschnittlich. Das könnte sich dann im endgültigen Ernteergebnis noch ausdrücken. Da späte Sorten nicht immer den üblichen Ertragszuwachs hatten, ist mit deren Berücksichtigung im endgültigen Ergebnis auf keinen Fall eine Mengensteigerung zu erwarten. Dagegen kann eine Korrektur der Anbaufläche nach unten die Mengen näher an 10,00 Mio. t rücken.

Die von den statistischen Landesämtern ermittelten Erträge überraschen zum Teil. Beobachter hatten mitunter mehr erwartet. Es werden sogar Regionen ausgewiesen, in denen im Schnitt noch weniger als im Vorjahr geerntet wurde. Dazu hat die AMI eine übersichtliche Präsentationsfolie erstellt.

Mit Abstand am meisten Kartoffeln kommen aus Niedersachsen. Mit jeweils 1,6 Mio. t folgen Bayern und NRW. Zusammen stellen diese 3 Bundesländer 70 % der Ernte. Eingebracht sind die Kartoffeln indessen noch nicht. Seit Ende September hat es in Niedersachsen viel geregnet und die Ernte später Sorten wurde unterbrochen. Speisekartoffeln für den Frischmarkt dürften hingegen schon weitgehend geborgen gewesen sein.

Das Angebot in Deutschland ist nur ein Bruchteil der Funktionsvariablen, die den Kartoffelmarkt ausmachen. Die Lage im Ausland oder Trends bei Verbrauch und Verwertung von Kartoffeln nehmen einen großen Einfluss auf die Entwicklungen am Kartoffelmarkt. So hat die Verarbeitungsindustrie schon mit kräftigem Zukauf im Herbst die durch die Vorjahresernte entstandene Lücken aufgefüllt und für einen Vermarktungsvorsprung gesorgt. Der globale Pommes frites-Markt boomt und die Hersteller dehnen ihre Kapazitäten weiter aus. Osteuropa hat einen höheren Zufuhrbedarf an frischer Ware.

Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 04.10.2019)

Veröffentlichungsdatum: 08.10.2019

Schlagwörter

Kartoffel, Ernte