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AMI: Eine Spargelsaison der Extreme spiegelt sich auch in den Bewertungen wider

21. August 2017

Die deutsche Spargelsaison 2017 war von mehreren Extremen geprägt. Diese wirkten sich auf Angebot, Preis und Nachfrage aus. Diese Extreme finden sich nun auch in den Einschätzungen der Spargelproduzenten zur Saison 2017 wieder. Insgesamt wurde die Spargelsaison schlechter bewertet als im Vorjahr. Lediglich die bessere Bewertung der Erntemenge verhindert ein noch schlechteres Ergebnis.

Bildquelle: Shutterstock.com Spargel
Bildquelle: Shutterstock.com

Zum dritten Mal in Folge hat sich der Index der Saisonbewertung im AMI Stimmungsbarometer Spargel 2017 verschlechtert. Er erreichte einen Wert von 2,43 und war damit der zweitschlechteste in den vergangenen fünf Jahren. Nur 2013 war die Saison insgesamt schon einmal schlechter bewertet worden. Während die Einschätzung der Erntemenge den Index noch positiv beeinflusst hat, wurden Nachfrage und Umsatz schlechter bewertet als im Vorjahr.
 
Basis für diesen Index der Saisonbewertung ist eine AMI Befragung unter Spargelproduzenten direkt im Anschluss an die Saison. Im AMI Stimmungsbarometer können die Teilnehmer unter anderem ihre Einschätzung zu Erntemenge, Nachfrage und Umsatz abgeben. Die Punkte werden dabei auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (sehr schlecht) bewertet. Insgesamt stehen die Teilnehmer an der Befragung für eine Fläche von knapp 5.000 ha, was gut einem Fünftel der gesamten Ertragsfläche in Deutschland entspricht. Somit ergibt sich aus den Antworten und Einschätzungen ein Stimmungsbild, das auf weite Teile der Branche zutreffend ist.

Zweitbeste Bewertung der Erntemenge seit 2011

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes wurde 2017 mit 127.800 t so viel Spargel in Deutschland geerntet wie nie zuvor. Alleine gegenüber dem Vorjahr ist die Erntemenge nochmals um gut 6 % gestiegen. Nur die zeitliche Verteilung der Erntemengen war nicht optimal. Denn auch hier pendelte die Saison zwischen den Extremen. Nach einem zu großen Angebot zum Start in die Saison folgte eine Unterversorgung von Mitte April bis zum Muttertagswochenende. In der Folge kippte der Markt wieder in das andere Extrem einer Überversorgung.

Insgesamt wurde die Erntemenge von den Befragungsteilnehmern mit 2,02 bewertet. Damit ist die Bewertung um 0,4 Punkte besser als im Vorjahr. Nur 2011 war die Erntemenge schon einmal besser bewertet worden (1,79). Die Extreme der Saison zeigen sich auch in den Bewertungen. Rund 21 % der Befragten bewerten die Erntemenge mit „sehr gut“. Das sind 18 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Diese Prozentpunkte kommen vor allem aus den Bewertungen „mäßig“ und „schlecht“, die 2016 deutlich häufiger vertreten waren.

Doch große Mengen sind nicht alles. Das zeigen die weiteren Bewertungen zu den Punkten Nachfrage und Umsatz. Beide Punkte wurden von den Befragungsteilnehmern schlechter bewertet als im Vorjahr. Die detaillierten Ergebnisse aus dem AMI Stimmungsbarometer sind in der aktuellen Analyse in der AMI Markt Woche Obst & Gemüse veröffentlicht. Als Kunde des Saisondienstes AMI Markt Saison Spargel bekommen Sie die Analyse automatisch zugeschickt.

Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 18.08.2017)

Veröffentlichungsdatum: 21.08.2017

Schlagwörter

Spargelsaison, Bewertungen, Analyse