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AMI: Bio-Streuobstanbau legt deutlich zu

19. April 2018

In den 1920er und 1930er Jahren erreichte die Streuobstkultur in Deutschland ihren Höhepunkt. Die damalige Fläche wird auf 1,5 Million Hektar geschätzt. Danach ging es mit dem Anbau bergab. Übriggeblieben sind 300.000 ha. Um den Status quo nicht nur zu halten, sondern Weiterentwicklung zu ermöglichen, wurden mehrere Initiativen ins Leben gerufen. Dadurch erfährt der Bio-Streuobstanbau in einigen Bundesländern einen regelrechten Boom.

Bildquelle: Shutterstock.com Obst
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Infolge verschiedener Initiativen u.a. der Verarbeitungsbetriebe, Fördermaßnahmen der Länder und des Bundes sowie Vereinfachung der Zertifizierung haben die Bio-Streuobstflächen in den zurückliegenden Jahren einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. Alleine von 2015 auf 2016 sind bundesweit 6.000 ha dazugekommen. Insgesamt waren 2016 rd. 22.000 ha biozertifiziert. Aktuelle Zahlen für 2017 liegen noch nicht abschließend vor, es ist aber davon auszugehen, dass weitere Flächen dazugekommen sind.

Dabei liegt der Schwerpunkt eindeutig im süddeutschen Raum. Alleine auf Baden-Württemberg entfallen 47 % der Gesamtfläche. In Bayern ist der Anteil in den vergangenen Jahren enorm gewachsen und erreicht mittlerweile 33 %. In einigen bayerischen Regionen sind über 40 % der Anlagen biozertifiziert. Grund sind vor allem die für den Freistaat geltenden Fördermaßnahmen.

Und der aus dem Bio-Streuobst gewonnene Apfelsaft trifft auf einen aufnahmefähigen Markt. So ist die Nachfrage in den zurückliegenden Jahren permanent gestiegen. Es spricht vieles dafür, dass sich der in diesem Jahr auf 30-35 EUR/100 kg gestiegene Erzeugerpreis in der kommenden Saison halten wird.

Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 17.04.2018)

Veröffentlichungsdatum: 19.04.2018

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Bio-Streuobstanbau