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Am Speisekartoffelmarkt in Brandenburg ist die Lage angespannter als zunächst gedacht

30. November 2016

Die Verfügbarkeit qualitativ guter Ware ist nicht immer gegeben, teils wird Ware von den Erzeugern zurück gehalten. Packer versorgen sich überregional oder greifen bereits auf eigene Lagerbestände zurück.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
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Die Erzeugerpreise wurden bis zu 2 EUR/dt erhöht. Es ist schwierig, das erhöhte Preisniveau beim Lebensmitteleinzelhandel durchzusetzen. Eine Werbung jagt die nächste im LEH und im Discountbereich, entsprechend gestaltet sich der Absatz. Die Schälkartoffelpreise verbleiben auf dem Niveau der Vorwoche. Für die kommende Woche wurden Preiserhöhungen von bis zu 5 Cent/kg angekündigt.

Mecklenburg - Vorpommern
Die stabile Tendenz am Speisekartoffelmarkt setzt sich diese Woche weiter fort. Das Niveau der Erzeugerpreise hat sich im Vergleich zur Vorwoche kaum geändert. Erzeuger erwarten jedoch einen weiteren Anstieg der Speisekartoffelpreise. Teils haben Abpacker mit dem Lebensmitteleinzelhandel die Konditionen bereits ungewöhnlich lange ausgehandelt. Aus dem Konsumbereich wird von einem unveränderten Absatz, der saisonüblich im Monat November eher ruhig ist, berichtet. Für den Bedarf der Abpacker steht ein ausreichendes Angebot an Speisekartoffeln von überwiegend guter Qualität zur Verfügung. Zum Teil wird aber auch von deutlich höheren Absortierungen als im vergangenen Jahr berichtet. Die Preise für geschälte Kartoffeln bleiben unverändert auf Vorwochenniveau. Zum kommenden Wochenende haben einige Schälbetriebe eine Preiserhöhung angekündigt.

Sachsen
Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln verharren diese Woche noch stabil auf Vorwochenniveau. In der kommenden Woche wird in Absprache mit dem Lebensmitteleinzelhandel eine Erhöhung der Preise für qualitativ hochwertige Packware erwartet. Premiumware ist knapp. Der Feiertag in der vergangenen Woche hat nicht zur Absatzbelebung geführt, der Absatz war eher extrem schwach. Für die kommende Woche ist bereits wieder eine 10 kg Werbung im LEH angekündigt worden. Die Preise für geschälte und gedämpfte Kartoffeln bleiben noch unverändert. Aufgrund höherer Rohwarenpreise wird eine Anhebung der Schälkartoffelpreise in Kürze erwartet.

Sachsen - Anhalt
Am Speisekartoffelmarkt hat sich die Preissituation im Vergleich zur Vorwoche nicht geändert. Die feste Tendenz hält an. Versandhändler berichten von guter Geschäftstätigkeit im In- und Ausland. Im Lebensmitteleinzelhandel ist der Absatz novembertypisch ruhig. Mittels Werbeaktionen wird immer wieder versucht den Verkauf anzuheizen. Im kommenden Monat wird bedingt durch die zunehmend tieferen Temperaturen und das nahende Weihnachtsgeschäft mit einer Belebung der Konsumnachfrage gerechnet. Im Schälkartoffelbereich werden dieses Woche noch überwiegend unveränderte Preise gemeldet. Für die kommende Woche wurden Preiserhöhungen von bis zu 8 Cent/kg angekündigt.

Thüringen
Der Speisekartoffelmarkt ist bei für November typisch ruhiger Nachfrage ausreichend versorgt. Die Mehrheit der Marktteilnehmer nannte zu Wochenbeginn unveränderte Preise für Speiseware. Die Erzeugerpreise für vorwiegend festkochende Kartoffelsorten liegen wie in der Vorwoche zwischen 14 und 16 EUR/dt. Es sind sehr unterschiedliche Qualitäten am Markt, die entsprechend bewertet werden. Hochwertige Speiseware ist knapp. Die Situation am Schälkartoffelmarkt bleibt diese Woche noch unverändert. Für die nächste Woche ist eine Anhebung der Preise angesagt worden.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 30.11.2016

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Marktinformation, Ostdeutschland, Speisekartoffelmarkt, Brandenburg