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Altes Land: Engagement für Ökoobst trägt Früchte

26. März 2019

Wo „Elstar", „Jonagold" und „Topaz" wachsen, informierte sich Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast über den Öko-Obstanbau. In Jork, im Herzen des Alten Landes, besuchte sieam Montag das Familienunternehmen Rolker.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Es gehört zu den etwa 90 Öko-Obstbaubetrieben, die auf rund 2.200 Hektar in Norddeutschland Bio-Obst anbauen. Etwa 40 Prozent der deutschen Bio-Äpfel kommen aus Niedersachsen. „Ich bin beeindruckt von der Entschlossenheit und Tatkraft, mit der hier eine ganze Familie ihre Idee lebt", sagte Ministerin Otte-Kinast während eines Hof-Rundgangs. Der Betrieb Rolker ist seit 1520 im Familienbesitz und wird seit den 1990'er-Jahren ökologisch bewirtschaftet. Dort werden außerdem 20.000 Tonnen Biofrüchte von rund 40 Betrieben gebündelt und vermarktet.

Die Beratung übernimmt der Öko-Obstbau Norddeutschland Versuchs- und Beratungsring (ÖON), der 1997 gegründet wurde und heute etwa 90 Mitglieder hat. „Von der Arbeit unserer Experten profitieren die Biobetriebe ebenso wie die konventionell wirtschaftenden Obstbauern, da Forschungsstrategien übernommen werden können", erklärte Christian Jackisch vom ÖON.

Das Land Niedersachsen engagiert sich auf vielfache Weise für die Öko-Obstbauern und umstellungsinteressierte Betriebe: Die von den norddeutschen Länder gemeinsam unterstützte Beratungsarbeit des ÖON wird von Niedersachsen mit rund 22.000 Euro/Jahr gefördert. Zusätzlich bekommen Öko-Obstbauern Umstellungs- und Beibehaltungsprämien im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen. Für Dauerkulturen wie Obstbauflächen werden 1.275 Euro/Hektar Umstellungs- sowie 750 Euro/Hektar Beibehaltungsprämie gezahlt. Auch das Niedersächsische EU-Schulprogramm hat positive Auswirkungen auf die Nachfrage. Über 70 Prozent der Schulen haben sich entschieden, ökologisch erzeugtes Obst und Gemüse zu beziehen. „Wir sind stolz auf diese Erfolgsgeschichte, die sich weiter fortsetzen soll", betonte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast.

Deshalb begrüßte sie das Engagement der Familie Rolker für sogenannte „Umstellungsware". Sie bündelt auch Äpfel von Flächen, die im Umstellungsprozess sind und unter dem Namen „Naturgut Junior-Helden" beim Discounter Penny vermarktet werden. „Dort landen auch mal Äpfel im Regal, die nicht gleich groß sind oder eine rauere Schale haben", erklärt Jörn Rolker. Ministerin Barbara Otte-Kinast würdigte den Beitrag zur Lebensmittelwertschätzung: „Gesundes, schmackhaftes Obst muss nicht unbedingt makellos sein."

Da der Aufwand in der ökologischen Landwirtschaft größer und die Flächenerträge geringer sind, zahlt der Discounter den Landwirten bereits für die Umstellerware einen höheren Preis. „Wir hoffen, so einen zusätzlichen Impuls zur Umstellung auf Bio-Anbauflächen zu geben", ergänzte Patricia Brunn, Penny-Bereichsleiterin Ultrafrische - Obst, Gemüse, Blumen, Pflanzen.

Quelle: Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Veröffentlichungsdatum: 26.03.2019

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Engagement, Ökoobst, Früchte, Ministerin, Barbara Otte-Kinast, Jork